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Mai 2022

10Mai19:30La Confusione ed Il RincontroWels - Stadttheater Wels

Beschreibung

Franz Xaver Richter:
Sinfonia g-Moll BoeR 29 „Sinfonia con fuga“ für 2 Oboen, 2 Hörner und Streicher

Giovanni Benedetto Platti:
Concerto G-Dur für Oboe, Streicher und B.c.

Franz Xaver Richter:
Sinfonia B-Dur BoeR deest für Streicher
Sinfonia F-Dur op. 4 Nr. 2 BoeR 32 für 2 Oboen, 2 Hörner und Streicher

Johann Sebastian Bach:
Concerto d-Moll BWV 1043 für 2 Violinen, Streicher und B.c.

Franz Xaver Richter:
Sinfonia G-Dur op. 4 Nr. 6 BoeR 25 für 2 Oboen, 2 Hörner und Streicher

Carin van Heerden, Oboe
Julia Huber-Warzecha & Martin Jopp, Violine
L’Orfeo Barockorchester
Michi Gaigg, Dirigentin

Das 18. Jahrhundert war (nicht nur in musikalischer Hinsicht, dort aber besonders ausgeprägt) eine Zeit des Übergangs – vom Barock zur Klassik, vom kontrapunktisch-vertikalen zum harmonisch-horizontalen Denken, vom (vorwiegend) höfischen zum zunehmend bürgerlich geprägten Musikwesen, von Kammer und Kirche in Richtung Salon und Konzertsaal. Aufgrund seiner Geburt wie seines Eintrittsalters der ersten Generation der sogenannten „Mannheimer Schule“ zuzurechnen, überdauerte der 1709 im mährischen Hollauschau geborene Franz Xaver Richter gleich mehrere Entwicklungsphasen der selbigen, galt aber Zeit seines künstlerischen Schaffens, das er als Kapellmeister am Münster zu Straßburg beendete, als ein eher konservativer denn fortschrittlicher Kopf. Schuld daran mag sein besonderes Faible für die gehobene Kunst der Fuge gewesen sein, die sich in einer Vielzahl seiner Werke, darunter nicht nur solche für die Kirche, sondern auch zahlreiche Sonaten, Streichquartette, Solokonzerte und über 80 Sinfonien manifestieren sollte. Dass der Kontrapunkt – den Wertvorstellungen der Zeit entsprechend – als eine der größten wie dauerhaften Errungenschaften abendländischer Tonkunst betrachtet wurde, wird spätestens klar, wenn wir uns manch ein für besonders elaboriert befundenes kompositorisches Detail im Schaffen eines Haydn, Mozart oder Beethoven unter die Lupe nehmen. Richters „Sinfonia con Fuga“ steht dem in keiner Weise nach. Vielmehr zeugt sie – wie ihre Schwesternwerke – von einer Meisterschaft, die in Sachen Spannung und innerer Dramatik ihresgleichen sucht und sich hier in einen beredten Dialog mit den galanten Figurationen und rokokoartigen Verzierungen eines Konzerts des in Padua gebürtigen Oboenvirtuosen Giovanni Platti begibt. Ein Moment des gegenseitigen, sich voneinander weg bzw. aufeinander zu Bewegens besteht auch zwischen den beiden Protagonisten des berühmten Bach’schen Doppelkonzerts oder den die beiden Konzertteile beschließenden Richter’schen Sinfoniesätzen, aus denen sich der Titel dieses Programms mit dem L’Orfeo Barockorchester zusammensetzt.

Beginn

Dienstag, 10. Mai 2022 19:30

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