„Ein Bachisches Utopia“
Johann Sebastian Bach
Brandenburgische Konzerte Nr. 1 F-Dur BWV 1046, Nr. 4 G-Dur BWV 1049, Nr. 5 D-Dur BWV 1050, Nr. 2 F-Dur BWV 1047
Mit vier der insgesamt „six concerts avec plusieurs instruments“ wird in Raiding ein „Bachisches Utopia“ entworfen: denn dermaßen Neuartiges, herausfordernd Virtuoses hatte Bach seinen Musikern zugemutet. Die Geschichte der Brandenburgischen Konzerte beginnt 1721. Damals ist Bach Hofkapellmeister in Köthen und spielt mit dem Gedanken, sich beruflich zu verändern, weshalb wir sein Manuskript, das er dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg widmet, als eine Art Bewerbungsschreiben verstehen können, unterhält dieser doch ein hochkarätiges Hoforchester. Ob der Markgraf die Kompositionen wahrgenommen, geschweige denn geschätzt hat, ist nicht überliefert. Bis 1850 schlummerten die sechs jedenfalls unbenutzt in der gräflichen Bibliothek, erst im 20. Jahrhundert erfolgte ihr Aufstieg zu einem „Welthit der klassischen Musik“.
Wie erfüllend, diese unbeschreiblich eindrückliche Musik in unserem Jubiläumsjahr auf die Bühne zu bringen!
L’Orfeo Barockorchester
Michi Gaigg, Leitung