L’Orfeo Barockorchester

Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört das L’Orfeo Barockorchester zu den markantesten Stimmen in der Alten Musik. Für die Neue Zürcher Zeitung besitzt das international besetzte Ensemble rund um die Orchestergründerin und Dirigentin Michi Gaigg jenen „individuellen Charakter abseits globalisierter Einheitsklanglichkeit“, der auf ein fruchtbares Zusammenwirken unterschiedlicher musikalischer Wurzeln zurückzuführen ist. Lebendigkeit des Musizierens, Kontinuität und ein Ensemblegeist, der auch große Lust auf Neues in sich trägt, sind die Basis, auf der Michi Gaigg ihre als farbenreich, klangsinnlich wie temperamentvoll beschriebene Handschrift entwickelt.

Seine umfangreiche Diskografie (36 CDs!), darunter einige Opern- und Ersteinspielungen, wurde mehrfach ausgezeichnet:
u. a. von Diapason, Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone, Fono Forum, Pizzicato („Supersonic Award“), ORF Radio Österreich 1 („Pasticcio-Preis“) und mit dem Deutschen Musikpreis „Echo Klassik“.

L’Orfeo begeistert auch als Opernorchester, wie zuletzt mit Joseph Haydns „Türkenoper“ L’incontro improvviso und dem Mozart-Album „From Zero to Hero“ mit Tenor Daniel Behle. Ebenso zählen Raritäten und Meisterwerke der Bühnenkunst von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann, Jean-Philippe Rameau, Georg Anton Benda, Christoph Willibald Gluck sowie eine Trilogie früher Operneinakter von Gioachino Rossini (darunter La scala di seta) zum Repertoire.
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Auch als Schubert-Interpret lässt das L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg mit der Aufführung aller Sinfonien (einschließlich der dazugehörigen sinfonischen Fragmente) aufhorchen (Schubertiade Hohenems, CD-Release für 2021 geplant) und sorgt gleichfalls mit seinen Interpretationen von Felix Mendelssohn Bartholdys Streichersinfonien für neue Hörerfahrungen.

Bisherige Stationen: Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Beethovenfest Bonn, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Schwetzinger SWR Festspiele, Internationale Barocktage Stift Melk, Internationale Haydn Festspiele Eisenstadt, Schubertiade Hohenems & Schwarzenberg, Tage Alter Musik Regensburg, EXPO 2015 Mailand, Festival Bach de Lausanne, Kölner Fest für Alte Musik, Int. Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg, Mozartfest Würzburg, Palau de la Música Catalana Barcelona, Festkonzert Vatikan (Sixtinische Kapelle), Tourneen nach Frankreich, Spanien, Südafrika und Namibia, Brucknerhaus Linz, Theater an der Wien, Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus u. v. m.
Im Oktober 2019 feierte das L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg sein erfolgreiches Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg.

Education: Euridice Barockorchester der Anton Bruckner Privatuniversität, eine Initiative des L’Orfeo Barockorchesters – Mitglieder von L’Orfeo coachen die Probenarbeit der Studierenden in verschiedenen Instrumentalgruppen und wirken bei den Aufführungen mit.

Aktuelle CD-Veröffentlichung 2019:

Diskografie ab 1997:

  • Georg Christoph Wagenseil: Sinfonien (cpo)
  • Benedict Anton Aufschnaiter: Serenaden aus Concors discordia op. 2 (cpo)
  • Ignaz Holzbauer, Sinfonien (cpo)
  • J. Chr. Bach: Geistliche Konzerte mit Emma Kirkby (Sopran) und Markus Schäfer (Tenor) (cpo)
  • Anton Fils, Sinfonien (cpo)
  • W. A. Mozart: Konzertarien für Tenor mit Christoph Prégardien (cpo)
  • Leopold Mozart, Sinfonien (cpo)
  • G. Ph. Telemann: Sämtliche Violinkonzerte Vol. 1, 2 & 4 mit Elizabeth Wallfisch (cpo)
  • Josef Myslivecek: Sinfonien und Ouvertüren (cpo)
  • Ludwig van Beethoven: Mödlinger Tänze – Kontretänze – Deutsche Tänze – Menuette (cpo)
  • Johann Caspar Ferdinand Fischer: Le Journal du Printemps op. 1 (cpo)
  • Jean-Féry Rebel: Les Élémens – Jean-Philippe Rameau: Suite aus Castor et Pollux (Phoenix Edition)
  • G. Ph. Telemann: 3 Orchestersuiten, mit Carin van Heerden (Blockflöte & Leitung) (cpo)
  • J. Haydn: Arie per un‘ amante mit Nuria Rial & Margot Oitzinger (dhm / Sony Music)
  • J. Myslivecek: Sämtliche Bläseroktette & -quintette, mit dem L’Orfeo Bläserensemble (cpo)
  • J. Haydn: Die wüste Insel – Spätfassung der Azione teatrale L’isola disabitata Hob. XXVIII:9 (dhm / Sony Music))
  • G. Ph. Telemann: Orpheus oder „Die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ TWV: 21:18 (dhm / Sony Music)
  • Christoph Willibald Gluck: Sinfonien (cpo)
  • Jean-Philippe Rameau: Suiten aus Zais & Hippolyte et Aricie (Crystal Classics / Delta Music)
  • Franz Schubert, Ouvertüren D 470, 556, 590 & 591 („Im italienischen Stil“), 648, Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485 (dhm / Sony Music)
  • „Hoffnung des Wiedersehens“: Operneinlagen, weltliche Kantaten sowie eine Reihe ersteingespielter Arien von Telemann, mit Dorothee Mields, Sopran (dhm / Sony Music)
  • W. A. Mozart: Betulia liberata, Azione sacra in due parti, KV 118 (Challenge Classics)
  • G. Ph. Telemann: Miriways, Singspiel in drei Akten, TVWV: 21:24
    (LIVE-Mitschnitt, cpo in Koop. mit Deutschlandradio Kultur)
  • Neuveröffentlichung: J.-F. Rebel: Les Élémens & J.-Ph. Rameau: Suite aus Castor et Pollux (cpo)
  • Felix Mendelssohns sinfonisches Frühwerk, Vol. 1 (cpo)
  • Johann Sebastian Bach: Kantaten für Solo-Sopran mit Dorothee Mields (Carus-Verlag)
  • Franz Schubert: Arien, Romanzen & Ouvertüren mit Tenor Daniel Behle, zahlreiche Ersteinspielungen (dhm/Sony Music)
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersinfonien Vol. 2 (cpo)
  • Johann Sebastian Bach: Cembalokonzerte arrangiert für 2-8 Marimbas und Orchester mit dem Wave Quartet (Sony Classical)