L’Orfeo Barockorchester

Seit zwei Jahrzehnten gehört das L’Orfeo Barockorchester zu den markantesten Stimmen in der Alten Musik. Für die Neue Zürcher Zeitung besitzt das international besetzte Ensemble rund um die Orchestergründerin und Dirigentin Michi Gaigg jenen „individuellen Charakter abseits globalisierter Einheitsklanglichkeit“, der auf ein fruchtbares Zusammenwirken unterschiedlicher musikalischer Wurzeln zurückzuführen ist. Lebendigkeit des Musizierens, Kontinuität und ein Ensemblegeist, der auch große Lust auf Neues in sich trägt, sind die Basis, auf der Michi Gaigg ihre als farbenreich, klangsinnlich wie temperamentvoll beschriebene Handschrift entwickelt.

Seine umfangreiche Diskographie, darunter einige Opern- und Ersteinspielungen, wurde mehrfach ausgezeichnet:
u. a. von Diapason, Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone, Fono Forum, Pizzicato („Supersonic Award“), ORF Radio Österreich 1 („Pasticcio-Preis“) und mit dem Deutschen Musikpreis „Echo Klassik“.

L’Orfeo begeistert auch als Opernorchester, wie zuletzt mit dem Singspiel Die verstellte Gärtnerin oder der Azione sacra Betulia liberata von W. A. Mozart und Pigmalion & Anacréon , zwei Actes de ballet von Jean-Philippe Rameau. Christoph Willibald Glucks und Georg Philipp Telemanns Vertonungen des Orpheus-Mythos kamen ebenso auf die Bühne wie des letzteren im Persien des 18. Jahrhunderts angesiedelte Miriways, Joseph Haydns Die wüste Insel, das Mozart-Singspiel Zaide, Georg Anton Bendas Romeo und Julie und eine Trilogie früher Operneinakter von Gioachino Rossini (darunter La scala di seta). Weiters realisierte L’Orfeo mit Götz-Friedrich-Preisträger Benjamin Schad das spartenübergreifende Bühnenprojekt „Die Kunst des Monsieur de Jélyotte“ – Suiten und Arien für Pierre Jélyotte von Jean-Philippe Rameau, zeitgenössischen Tanz inklusive.

Stationen in letzter Zeit: Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Beethovenfest Bonn, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Schwetzinger SWR Festspiele, Intern. Barocktage Stift Melk, Intern. Haydn Festspiele Eisenstadt, Schubertiade Schwarzenberg, Tage Alter Musik Regensburg, EXPO 2015 Mailand, Festival Bach de Lausanne, Kölner Fest für Alte Musik, Palau de la Música Catalana Barcelona, Festkonzert Vatikan (Sixtinische Kapelle), Tourneen nach Frankreich, Spanien, Südafrika und Namibia, Brucknerhaus Linz, Theater an der Wien, Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus u. v. m.

Education: Euridice Barockorchester der Anton Bruckner Privatuniversität, eine Initiative des L’Orfeo Barockorchesters – Mitglieder von L’Orfeo coachen die Probenarbeit der Studierenden in verschiedenen Instrumentalgruppen und wirken bei den Aufführungen mit.

Aktuelle CD-Veröffentlichung 2017:

  • Franz Schubert: Arien, Romanzen & Ouvertüren mit Tenor Daniel Behle, zahlreiche Ersteinspielungen (dhm/Sony Music)
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    Diskographie ab 1997:

    • Georg Christoph Wagenseil: Sinfonien (cpo)
    • Benedict Anton Aufschnaiter: Serenaden aus Concors discordia op. 2 (cpo)
    • Ignaz Holzbauer, Sinfonien (cpo)
    • J. Chr. Bach: Geistliche Konzerte mit Emma Kirkby (Sopran) und Markus Schäfer (Tenor) (cpo)
    • Anton Fils, Sinfonien (cpo)
    • W. A. Mozart: Konzertarien für Tenor mit Christoph Prégardien (cpo)
    • Leopold Mozart, Sinfonien (cpo)
    • G. Ph. Telemann: Sämtliche Violinkonzerte Vol. 1, 2 & 4 mit Elizabeth Wallfisch (cpo)
    • Josef Myslivecek: Sinfonien und Ouvertüren (cpo)
    • Ludwig van Beethoven: Mödlinger Tänze – Kontretänze – Deutsche Tänze – Menuette (cpo)
    • Johann Caspar Ferdinand Fischer: Le Journal du Printemps op. 1 (cpo)
    • Jean-Féry Rebel: Les Élémens – Jean-Philippe Rameau: Suite aus Castor et Pollux (Phoenix Edition)
    • G. Ph. Telemann: 3 Orchestersuiten, mit Carin van Heerden (Blockflöte & Leitung) (cpo)
    • J. Haydn: Arie per un‘ amante mit Nuria Rial & Margot Oitzinger (dhm / Sony Music)
    • J. Myslivecek: Sämtliche Bläseroktette & -quintette, mit dem L’Orfeo Bläserensemble (cpo)
    • J. Haydn: Die wüste Insel – Spätfassung der Azione teatrale L’isola disabitata Hob. XXVIII:9 (dhm / Sony Music))
    • G. Ph. Telemann: Orpheus oder „Die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ TWV: 21:18 (dhm / Sony Music)
    • Christoph Willibald Gluck: Sinfonien (cpo)
    • Jean-Philippe Rameau: Suiten aus Zais & Hippolyte et Aricie (Crystal Classics / Delta Music)
    • Franz Schubert, Ouvertüren D 470, 556, 590 & 591 („Im italienischen Stil“), 648, Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485 (dhm / Sony Music)
    • „Hoffnung des Wiedersehens“: Operneinlagen, weltliche Kantaten sowie eine Reihe ersteingespielter Arien von Telemann, mit Dorothee Mields, Sopran (dhm / Sony Music)
    • W. A. Mozart: Betulia liberata, Azione sacra in due parti, KV 118 (Challenge Classics)
    • G. Ph. Telemann: Miriways, Singspiel in drei Akten, TVWV: 21:24
      (LIVE-Mitschnitt, cpo in Koop. mit Deutschlandradio Kultur)
    • Neuveröffentlichung: J.-F. Rebel: Les Élémens & J.-Ph. Rameau: Suite aus Castor et Pollux (cpo)
    • Felix Mendelssohns sinfonisches Frühwerk, Vol. 1 (cpo)
    • Johann Sebastian Bach: Kantaten für Solo-Sopran mit Dorothee Mields (Carus-Verlag)