CD-Einspielungen & Rezensionen





Franz Schubert (1797-1828)
Arien, Romanzen & Ouvertüren

Daniel Behle, Tenor
L’Orfeo Barockorchester
Michi Gaigg

aus: Die Zauberharfe D 644, Claudine von Villa Bella D 239,
Die Freunde von Salamanka D 326, Adrast D 137,
Lazarus D 689, Alfonso und Estrella D 732,
Fierrabras D 796, Das Zauberglöckchen D 723

(deutsche harmonia mundi / Sony Music 2017)

Wenn jemand geeignet ist, Schubert als Opernkomponist überzeugend zu rehabilitieren, dann diese Interpreten!
(Bayern Klassik, CD-Tipp, Ursula Adamski-Störmer, 2. Juni 2017)

Es ist Behles bislang wichtigste – und auch schönste CD. […] Auch das Orfeo-Barockorchester – neben dem Concentus Musicus das wichtigste Alte Musik-Ensemble in Österreich – ist vortrefflich.
(Kulturradio rbb, Höchstbewertung: 5 von 5 k, Kai Luehrs-Kaiser, 6. Juni 2017)

Meilenstein.
So hat seit Harnoncourt niemand mehr Schubert gespielt: Aufsässig, rhythmusbetont, akzentuiert, dabei aber durchdrungen von einer warmen Klanglichkeit, die auch ganz rund und weich sein kann, mit einer Spielkultur, die schmeichelt, wenn sie will, und die – angeführt von den ausgezeichneten Holzbläsern – immer wieder für aparte Klangmischungen sorgt. […]
Aufhorchen lässt auf ihrer neuen Schubert-CD jetzt aber nicht nur das Klangbild, sondern zwei weitere Element: Zum einen das Repertoire […] und zum zweiten lässt eine Stimme aufhorchen […]: Daniel Behle.
(Musik & Theater, Reinmar Wagner, Juli 2017)

Die soeben erschienene Arien-CD […] lässt jetzt musikalisch spüren, dass in Schubert auch als Bühnenkomponist Genuines steckt. Vorausgesetzt freilich, dass man mit derartigem stilistischen Feingefühl und Geschmack vorgeht wie Behle, dessen leichte, wunderbar bewegliche Stimme nachgerade ideal zur kompositorischen Diktion passt. […] Zur Stimme kommt ein gleichgestimmtes, pulsierend musizierendes Orchester, das L’Orfeo Barockorchester aus Oberösterreich unter der animierenden Leitung von Michi Gaigg, das mittlerweile in der Liga der Besten seines Fachs leicht mithalten kann. Fabelhaft.
(Salzburger Nachrichten, Karl Harb, 4. Juli 2017)

Hier kommen nun Michi Gaigg und die brillant qualifizierten Mitwirkenden ihres L’Orfeo Barockorchesters sinn- und gewinnstiftend ins Spiel: Die prägnanten Timbres zeitgenössischer Instrumente beleben einen wahren Paradiesgarten klanglicher Reize. Zupackender, aber nicht weniger differenziert gehen sie zu Werk in den ebenfalls eingespielten Ouvertüren aus der „Zauberharfe“ und aus „Alfonso und Estrella“, deren sinfonische Qualitäten im Spannungsfeld klassischer Tradition und romantischer Innovation hervorhebend. Alles in allem eine großartige Zugangsmöglichkeit zu einem unterbewerteten Bereich in Schuberts Schaffen.
(Rondo – Das Klassik & Jazz Magazin, Michael Wersin 10. Juni 2017)

Ein starkes Plädoyer für Schuberts Opernmusik.
(Abendzeitung, 1. Juli 2017)

An der Qualität von Schuberts Musik ist freilich nicht zu rütteln. Daniel Behle beweist es mit einer Arien-CD, deren Qualitätshöhe vom L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg fulminant mitbestimmt wird.
(Orpheus, 1. Juli 2017)

Schubert-Raritäten, erstklassig gesungen und gespielt
[…] Freunde von Schuberts Musik sowie Liebhaber schöner Stimmen und großer Musikalität werden mit dieser in allen Hinsichten außergewöhnlichen und heiteren CD sehr glücklich werden.
Pizzicato, Höchstbewertung: Supersonic, Alain Steffen, 10. Juli 2017



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Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Kantaten für Solo-Sopran

Dorothee Mields
L’Orfeo Barockorchester
Michi Gaigg

Kantate „Ich bin in mir vergnügt“ BWV 204
Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ BWV 199 (Weimar 1714)
Aria „Alles mit Gott und nichts ohn‘ ihn“ BWV 1127 (Strophen 1, 4, 8 & 12)

(Carus/SWR2 2015)

Schönheit des Seufzens und Klagens.
Packend […], ausdrucksvoll […], berührend.
(Crescendo, Februar/März 2016)

Die wunderbare Dorothee Mields: […] Sicher geführt ist dieser Sopran in allen Registern, hell leuchtend, schlank, voller Wärme und deklamatorischer Kraft, von anrührender Verhaltenheit. Das ist charismatisches Singen. Und das ist delikates Musizieren: Das L’Orfeo Barockorchester lässt sich davon anstecken und fächert Bachs sinnlichen Orchestersatz beseelt in seinen feinen Nuancen auf. Mit und unter den Texten tut sich so eine Sehnsucht auf, die größer ist und universaler als alles, was Worte fassen können. Ja, nur einer konnte das so. Bach forever.
(Bayern Klassik, CD-Tipp, Andreas Grabner, 23. Februar 2016)

Dorothee Mields und das L’Orfeo Barockorchester unter Leitung von Michi Gaigg […] machen – um es einmal zu untertreiben – einfach nur gute Musik.
(Fono Forum, Stern des Monats, Matthias Hengelbrock, März 2016)

Hochklassig.
(klassik.com, 15. Jänner 2016)

The lightness and fluidity of these performances, technically impeccable without revealing any of the considerable effort behind that perfection, make one hope that more Bach sacred works will be on the group’s studio docket.
(The Washington Post, Charles T. Downey, 6. Mai 2016)

Die Oboen erhalten in dieser Auswahl ebenso schöne Gelegenheit, sich auszuzeichnen, wie Soloflöte und die obligate Viola; und das Continuo besticht durch eine zuverlässige Gelassenheit […].
(Musik und Theater, Reinmar Wagner, Jänner/Februar 2016)



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Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Streichersinfonien Vol. 1

Sinfonie I-VI
L’Orfeo Barockorchester
Dirigentin: Michi Gaigg

unter Verwendung eines Hammerflügels Wiener Bauart ca. 1815 als Generalbass

(cpo 2015)

Buy this and start saving for the next installment!
(Early Music Review, 1. November 2015)

Das L’Orfeo Barockorchester macht alles anders.
Streichersinfonien von Felix Mendelssohn Bartholdy wurden schon unzählige Male eingespielt, aufgenommen und auf CD gepresst. Aber noch nie hat man sie so gehört wie vom L’Orfeo Barockorchester. […]

Frisch und originell
[…] Wenn ein Ensemble und seine Leiterin so zusammenwachsen, dann klingt die Musik wie aus einem Guss. Das Orchester wird für seine Frische, Lebhaftigkeit und Originalität gelobt und mit dieser Neueinspielung der Mendelssohnschen Streichersinfonien haben die Musiker ihre gehobene Position innerhalb der Alte-Musik-Szene wieder einmal bewiesen. […]
(Hessischer Rundfunk, CD-Tipp, 7. Oktober 2015)

[…] die Ensembleleiterin Michi Gaigg lässt hier, mit vielen Ergänzungen, etwa Crescendi und Decrescendi, sehr phantasievoll phrasieren und entlockt ihrem Ensemble wunderbare streicherisch-farbliche Effekte. Somit entpuppen sich die Studien als sehr kurzweilige Jugendwerke – man kann sich auf die zweite Folge freuen.
(Klassik Heute, mit der Höchstwertung von 10 Punkten in allen Kategorien, 4. Dezember 2015)

Eine Aufnahme, die schon bald in das radio klassik Repertoire wandern wird. Auch wenn Thomas Fey oder Roy Goodman gute Arbeit geleistet haben. Diese Intensität schafft erstmals Michi Gaigg. Mendelssohn wird erwachsen.
(radio klassik Stephansdom, CD des Tages, 30. Oktober 2015)

[…] Im Bereich der künstlerischen Sprache lässt Gaigg die Poesie der Interpretation mit einer Energie und einer bemerkenswerten Flexibilität zusammenfallen. Die elegante Version des L’Orfeo Barockorchesters ist reich an Ausdruck und Nuance, beispielhaft sind die Kontraste und hell die Ausführung. […]
(Sonograma Magazine, Carme Miró, 29. November 2015)

Weiters empfohlen von
WDR3, ORF Ö1 (CD der WOCHE, Klassik-Treffpunkt), Pizzicato und Kleine Zeitung (Höchstbewertung).




Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Joshua

Oratorium in drei Akten HWV 64 (1747)
Libretto: Thomas Morell

Gerlinde Sämann, Achsah (Sopran)
Martina Daxböck, Angel (Sopran)
Wiebke Lehmkuhl, Othniel (Mezzosopran)
Daniel Johannsen, Joshua (Tenor)
Josef Wagner, Caleb (Bass)

Domkantorei St. Pölten
cappella nova graz
L’Orfeo Barockorchester
Dirigent: Otto Kargl

Live-Aufnahme vom Eröffnungskonzert des Festivals Musica Sacra
am 7. September 2014

(ORF Radio Österreich 1 2014 ∙ 2 CDs)




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Jean-Féry Rebel (1666-1747)
Les Élémens, Simphonie nouvelle (1737/38)
Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
Suite aus Castor et Pollux (1737)
(Neuveröffentlichung ∙ cpo 2014)

Pressestimmen zur Erstveröffentlichung 2008:

The Orfeo Baroque Orchestra give a vibrant performance of the Rameau. Gaigg is a decisive leader who encourages her colleagues to brandish their bows and clip the dotted notes with breathtaking panache […] percussionist Rogerio Gonçalves provides wonderful rhythmic counterpoint. […] strikingly idiosyncratic performances.
(Gramophone Magazine, Februar 2009)

„Les Élémens“ von Rebel durfte bereits mehrere Einspielungen erfahren: als erster gab sich 1973 das Orchester des ORTF unter André Jarve die Ehre, dann folgten Christopher Hogwood (1980), Marc Minkowski (1993), Reinhard Goebel (1995) […]
Michi Gaigg reiht sich mit ihrem L’Orfeo Barockorchester in diese illustre Schar mit Entschlossenheit und animierten Tempi ein, alle Herbheiten und klanglichen Metamorphosen der Partitur auslotend. Sie markiert deutliche Akzente, kostet Pausen aus, um nach und nach aus dem Chaos ein geordnetes Universum zu schaffen. Die von Rebel sehr differenziert instrumentierte Suite mit Tanzsätzen und Fantasiestücken, findet hier eine Interpretation vom Feinsten: die erste Loure, „La Terre et l’Eau“ überzeugt durch die ausgewogene Polarität von Gewicht und Leichtigkeit. Eine besondere Stärke des Orchesters ist die erstaunliche, starke Energiegeladenheit und eine volle und großzügige Klangentfaltung. Michi Gaigg versteht es aber auch äußerst subtil zu phrasieren und ganz außergewöhnlich vielfältige Klangfarben zu zaubern.
Die Orchesterausschnitte aus der Oper „Castor et Pollux“ (von Rameau zeitgleich mit Rebels Werk komponiert) zeugen zur großen Freude des Hörers von denselben Qualitäten.“
(Diapason, Catherine Cessac, 11/2008 – Fünf Stimmgabeln)

Wer diese CD unvorbereitet in den Player schiebt – ist ja nur Barockmusik, der wird einen Schock erleiden: Jean-Féry Rebel beginnt seine Ballettmusik mit einem diatonischen Cluster – jeder Ton der harmonischen d-moll-Skala erklingt gleichzeitig –, und das L’Orfeo Barockorchester lässt sich nicht dabei lumpen, diesen Aspekt auszukosten. Denn Rebels Darstellung der Elemente beginnt, gute sechzig Jahre vor Haydns Schöpfung mit der Darstellung von „Le Cahos“ [sic!]. Klangfarblich bunt und musikalisch effektvoll bleibt die Élémens-Suite auch im Folgenden, und auch bei Rameaus Castor et Pollux zeigt das junge österreichische Ensemble, wie beherzt und doch voller Finessen es aufspielen kann.
(Partituren, Wolfgang Fuhrmann, September/Oktober 2008)






Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Miriways

Singspiel in drei Akten nach einem Libretto von
Johann Samuel Müller

Markus Volpert, Miriways ∙ Ulrike Hofbauer, Sophi
Julie Martin du Theil, Bemira ∙ Gabriele Hierdeis, Nisibis
Stefan Zenkl, Murzah ∙ Ida Aldrian, Samischa
Susanne Drexl, Zemir ∙ Ilja Werger, Ein Gesandter & Scandor

L’Orfeo Barockorchester
Dirigentin: Michi Gaigg
Live-Mitschnitt der szenischen Produktion im Rahmen der 21. Magdeburger Telemann-Festtage am Theater Magdeburg 2012
(cpo 2014 ∙ 2 CDs)

[…] dass diese Live-Einspielung nicht nur außerordentlich kurzweilig ist, sondern auch wärmsten empfohlen werden kann.
(Fono Forum, Reinmar Emans, Mai 2014)

[…] „Miriways“ ist ein Glücksfall: inhaltlich relevant, musikalisch farbig und spannend. Mit virtuosen Hornpartien, satztechnisch dicht, fantasievoll liegt die Musik auf der Inspirationshöhe der „Brandenburgischen Konzerte“ […].
Im Live-Mitschnitt der Telemann-Festtage 2012 erfreut Michi Gaiggs vitaler Zugriff, die prickelnde Süffigkeit ihres L’Orfeo Barockorchesters. Sonderbravo für die Hornisten Olivier Picon und Sebastian Fischer. […]
(Opernwelt, Boris Kehrmann, Mai 2014)

[…] Michi Gaigg, die über eine intuitive Begabung verfügt, fängt mit ihrer brillianten Intelligenz die Strukturen der Szenen ein und koordiniert sicher die schwierigsten Passagen des Werkes- und davon gibt es einige.
Die Leiterin des L´Orfeo Barockorchesters ist mit großer Verführungskraft zur Referenz in Sachen Rückgewinnung und Neubewertung der musikalischen Entfaltung von Telemanns Werk geworden. […]
(Sonograma Magazine, Carme Miró, 29. April 2014)

Musically impressing revival of a beautiful Telemann score, with good singers and, above all, a magnificent orchestral ensemble.
(Pizzicato, Remy Franck, 25. Februar 2014)

Ein unentdecktes Meisterwerk
[…] Dass ausgerechnet diese Musik hier so lange unentdeckt blieb, ist wirklich untröstlich, vor allem weil sie so unglaublich außergewöhnlich und einfallsreich ist. Allein schon wegen dieser atemberaubenden Koloraturen für Corno da caccia, die in der Ouvertüre das Werke für ordentlich Wirbel sorgen und damit die Grundstimmung der ganzen Geschichte vorgeben. […]
Fazit: Mehr als hörenswert!
[…] Michi Gaigg hat ein tolles Sängerensemble zusammengestellt. Die Frauenstimmen sind stilprägend. […] Kurzum: diese Aufnahme ist ein Schmuckstück, von Mich Gaigg und ihrem L’Orfeo Barockorchester aufs Herrlichste poliert!
(hr2 kultur, CD-Tipp, Natascha Pflaumbaum, 5. Februar 2014)

Morgenländischer Charme
[…] Endlich gibt es „Miriways“ auf CD: Und die Oper geht vor Exotismen über. Der barocke Wechsel zwischen Rezitativen und Arien gelang Telemann stringent, rasch noch eine Schalmei hier, Trommeln da. Der morgenländische Charme ist herrlich getroffen. Mit dem österreichischen Bassbariton Markus Volpert ist der Titelheld authentisch besetzt, Damen von Sophi (Ulrike Hofbauer) über Bemira (Julie Martin duTheil) bis Nisibis (Gabriele Hierdeis) sind verführerisch besetzt. Einmal mehr beweist Michi Gaigg mit dem L’Orfeo Barockorchester ihre Vorreiterrolle als Musikentdeckerin.
(Wiener Zeitung, Daniel Wagner, 18. März 2014)

[…] Das aus 21 Musikern bestehende L’Orfeo Barockorchester spielt unter Michi Gaiggs Leitung vom Start weg so fulminant auf, dass Telemanns bis dato unbekannte Oper als Meisterwerk kenntlich wird. Das funkelt und sprüht und vibriert über zweieinhalb Stunden hinweg und entlässt den Hörer nie aus der Spannung. […].
(Klassik-Heute.de, Ekkehard Pluta, 26. März 2014)


ORF/Ö1 CD des Tages

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Betulia liberata

Azione sacra in zwei Teilen KV 118 (74c)
Libretto: Pietro Metastasio

Margot Oitzinger, Giuditta ∙ Christian Zenker, Ozìa
Markus Volpert, Achior ∙ Marelize Gerber, Amital
Ulrike Hofbauer, Cabri ∙ Barbara Kraus, Carmi

L’Orfeo Barockorchester
Dirigentin: Michi Gaigg
(Challenge Classics 2013 ∙ 2 SACDs)

Gaigg resurrects the young Mozart’s Metastasio project
[…] L’Orfeo Barockorchester play with an attractive thrust and graininess, with solos well taken and horns ringing out gloriously […] a vivid and dramatic snapshot of this stage in the wunderkind’s astonishing development.
(Gramophone, David Threasher, Dezember 2013)

Michi Gaigg ist längst nicht mehr nur als eine der besten Schülerinnen von Nikolaus Harnoncourt zu bezeichnen. Sie ist mit dem Profil ihres L’Orfeo Barockorchesters zu einer kongenialen Nachfolgerin des Concentus-Musicus-Meisters gereift, die längst eigene Wege beschritten hat, was sich auf der vorliegenden CD hören lässt. […]
Diese Gesamtaufnahme von Mozarts Oratorium ist ein Erlebnis: Dramatik wird mit Noblesse und Perfektion vereint. Durch und durch ist bei den Instrumentalisten die Kenntnis der über das Barock weit hinaus tradierten Affektenlehre wie der Mannheimer Schule spürbar. Ebenfalls bleibt das etwa von Francesco Algarotti geforderte Chiaroscuro keine bloße Theorie. Woher diese Musiksprache kommt und wohin sie gehen will, lässt dieserart neugierige Interpretation nachvollziehbar werden. […] Diese Einspielung ist eine Bereicherung im Mozart-Repertoire.
(Das Orchester, Iris Hildegard Winkler, 01/2014)

[…] Wunderbar hungrig stürzt sich das Orchester auf jede Dissonanz, jedes Staccato, jede Concitato-Passage. […] Wann hat man das letzte Mal eine so aufregend vibrierende Generalpause gehört wie in der Overtura?
(Neue Zürcher Zeitung, Felix Michel, 8. Oktober 2013)

[…] Es ist ein großer Verdienst von Michi Gaigg und ihrem l’Orfeo Barockorchester, dieses gemeinhin als langweilig und konventionell angesehenes Frühwerk auf eine Weise zum Leben erweckt zu haben, die uns vielversprechende musikalische Kühnheit und versteckte Reichtümer enthüllt. Eine berührende Neuerscheinung!
(ResMusica, Pierre Degott, 29. Jänner 2014)

Im instrumentalen, wie im vokalen Bereich wird beiderseits Vorzügliches geleistet. Was verblüfft, ist die Synchronizität der Klanggestaltung. […] In allen Vortragsmanieren sind Sängerinnen und Sänger feinstens aufeinander abgestimmt. […] Eine rundum gelungene Neueinspielung!
(ORF Radio Ö1, CD des Tages, Renate Burtscher, 4. Februar 2014)

[…] Wer Michi Gaigg und das L’Orfeo Barockorchester bei den Telemann-Festtagen Magdeburg erlebt hat, weiß, mit welchem Drive und Enthusiasmus sie die Musik des 18. Jahrhunderts mit vitaler Frische zu erfüllen vermag. So auch hier: Gleich die dreiteilige Ouvertüre, die die Belagerung von Bethulien schildert, schlägt den Hörer unmittelbar in den Bann. Das einfühlsame Dirigat lässt den Sängern Raum zu intensiver Gestaltung ihrer Rollen, sodass die jugendliche Unbefangenheit mit der Mozart diesen weitgehend undramatischen Text komponiert hat, auf wundersame Weise zur Geltung kommt. […]
(Opernglas, J. Gahre, Juli 2013)

[…] Mit Mitteln der Dynamik und Agogik gelingt es den Interpreten, ein Höchstmaß an Expressivität zu erreichen. Im Falle dieses Oratoriums scheint es empfehlenswert, (noch) jenen plakativen Affektausdruck interpretatorisch zu entfalten, der genuin in der Musik des Barock verwurzelt ist. Im instrumentalen wie im vokalen Bereich wird gleichsam Vorzügliches geleistet. Dabei ist vor allem zu bemerken, dass im Hinblick auf die Klanggestaltung absolut synchron gearbeitet wird. Das Ideal ist der „gerade“ Ton, der durch unterschiedliche Vortragsmanieren belebt wird, wobei Vibrato gezielt zur Steigerung der Emphase eingesetzt wird. Hier erlebt man (was leider viel zu selten zu hören ist) den klanglichen Abgleich zwischen einem adäquat und perfekt gespielten historischen Instrumentarium und SängerInnen, die mit diesem Ideal interpretatorisch überzeugend korrespondieren. […]
(kulturradio rbb, Bernhard Morbach, 12. September 2013)

[…] Michi Gaigg versteht es, mit dem fulminant aufspielenden L’Orfeo Barockorchester aus dem anspruchsvollen, aber statischen Oratorium theatralische Funken zu schlagen. […]
(Opernwelt, Ekkehard Pluta, November 2013)

[…] Die transparente Artikulation des Instrumentalensembles, die gut gesetzten Akzente sowie die deutliche Phrasierung, die trotzdem die Leuchtkraft der Vokalpartien keineswegs in den Schatten stellen, machen diese Interpretation zu einer Referenz von W. A. Mozarts zweitem Oratorium.
(Sonograma Magazine, Carme Miró, 29. November 2013)

Eine mustergültige Mozart-Interpretation
[…] Die Namen der Sängerinnen und Sänger sollte man sich unbedingt merken – ein vollkommeneres Ensemble in Stilempfinden und stimmlicher Perfektion wird es wohl nirgends geben […]. Der Hörer wird umfangen von atemberaubenden, auf unvorstellbar langem Atem präzise ausgeführten, der Klarheit von Perlenschnüren vergleichbaren und dennoch belebt deklamierten Koloraturen, von virtuosen Verzierungen und Trillern, von hingetupften Seccorezitativen, in denen ganz selten einmal wortbezogener Ausdruck zugelassen wird, und von einem zauberhaft inspirierten Drive mit teilweise herzhaften, auch melodischen Akzenten des unbeschwert lebendig spielenden L’Orfeo Barockorchesters unter Leitung von Michi Gaigg: Die lichte Welt der Klassik kündigt sich an, das Händelsche Barock bleibt allgegenwärtig – noch. […]
(Thüringische Landeszeitung, CD-Tipps, Hans-Jürgen Thiers,
16. November 2013)




Gramophone Editor's Choice choix-de-france-musique
radiostephansdom
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
“Hoffnung des Wiedersehens” –
Arien, Operneinlagen, weltliche Kantaten
Dorothee Mields, Sopran
Martin Jopp, Violine
Carin van Heerden, Oboe d’amore
L’Orfeo Barockorchester
Leitung: Michi Gaigg
(deutsche harmonia mundi / Sony Music 2012)

BBC Music Magazine – Choral & Song Choice für „Hoffnung des Wiedersehens“
Telemann touches the sublime
The crystal clear quality of Dorothee Mields’s singing has already graced many albums of German mid- to late-Baroque music. Her vocal quality, secure intonation and tasteful use of ornamentation characterise performances that are further enhanced by her sensibility to music and text like.
This attractive disc is no mere litany of arias extracted from larger works, but a thoughtfully constructed programme in which two instrumental concertos and a secular cantata are interspersed with shorter vocal items. The concertos are for violin and oboe d’amore respectively, and appeal for their rhythmic vitality and idiomatic writing. Telemann was a competent performer on both instruments and he knew very well how to draw on their strengths. Soloists Martin Jopp (violin) and Carin van Heerden (oboe d’amore) are fluent advocates for infrequently encountered pieces and they are given lively support by L’Orfeo Barockorchester under Michi Gaigg’s direction. […] A delight from start to finish.
(BBC Music Magazine, Nicholas Anderson, August 2013)

Telemann mit Feingefühl
Gemeinsames Telemann-Album des Linzer L’Orfeo Barockorchester und der Sopranistin mit dem Editor’s Choice ausgezeichnet:
[…] ein intelligent konzipiertes Programm in fließender Balance zwischen wechselnden musikalischen Stimmungen, Farben, Tonarten und Gattungen wird von L’Orfeo feinfühlig unter Michi Gaiggs meisterhafter Leitung dargeboten. […] Eine geeignetere Sopranstimme für Deutsche Barockmusik als diejenige Mields‘ mag man sich kaum vorzustellen. Ihr makelloser Ton, bewusster Umgang mit instrumentalen Zwischenspielen, der Poesie und ihre wohlgestalteten Phrasen bereiten nichts als ungetrübte Freude.
(Gramophone: The Classical Music Magazine, David Vickers, Juni 2013)

Dorothee Mields […] fait merveille dans l’aria „Mein Vergnügen wird sich fügen“ en dialogue avec la flûte. Sa candeur mutine, qu’un soupçon de lumière – ou de fragilité sublime – hisserait au niveau d’illustres devancières comme Barbara Schlick ou Agnès Mellon, s’allie idéalement au phrasé inspiré de Michi Gaigg et ses musiciens. Ils cisèlent des miniatures affûtées, déliées, couleurs tendres et discours ferme. Seuls, ils offrent aussi deux concertos gouleyants, joyeusement millimétrés.
(Diapason, Sophie Roughol, Mars 2013, 5 de Diapason)

Verführerisch
[…] Die CD wirkt wie ein farbenprächtiger Blumenstrauß; die Interpretationen sind außerordentlich geschmackvoll und bieten
mit grandiosem Klangcharme knapp 70 Minuten wahrer künstlerischer Attraktion. Vorsicht, das könnte süchtig machen!
(Concerto – Das Magazin für Alte Musik, Olaf Krone, Juli/August 2013)

Man darf darin schwelgen.
(Thüringische Landeszeitung, Wolfgang Hirsch, 12. Januar 2013)

[…] wenn Dorothee Mields singt, ist das ein Fest für die Ohren!
(SWR2 Alte Musik, Doris Blaich, 8. November 2012)

[…] Dorothee Mields‘ einzigartig flexibler und geschmeidiger Sopran mischt sich hervorragend mit den unterschiedlichsten instrumentalen Timbres. Bei aller Wandlungsfähigkeit trachtet die Sopranistin gleichzeitig immer danach, die ganz persönliche Charakteristik ihres Singens nicht aus dem Auge zu verlieren, wobei ihr neben anderem der präzise Umgang mit der Sprache hilft. Wenn auch der Barockgesang in der Generation nach Emma Kirkby immer wieder dem stilistisch völlig unscharfen Einerlei eines selbstverliebten Bartolismus zustrebt: Sängerpersönlichkeiten wie Dorothee Mields würdigen und verlebendigen durch ihr Tun die Errungenschaften einer verantwortungsvollen Beschäftigung mit der Materie. […]
Eine CD, die zur weiteren Profilierung von Georg Philipp Telemanns „Ruf“ ihren gewichtigen Teil beitragen wird.
(Rondo-Magazin, Michael Wersin, 10. November 2012)

Glockenklar und beseelt
[…] Besonders bestechend finde ich die Natürlichkeit der Sängerin. Dorothee Mields kann es sich leisten, nicht zu forcieren oder opernhaft daherzukommen, denn bei ihr stimmt alles: Sie besitzt eine brillante Technik, die Stimme sitzt makellos und die Registerwechsel hat sie so im Griff, dass sie nahezu knabenhaft singen kann, also Vibrato-arm, aber nicht eng, leicht, duftig und sehr virtuos. Ihre schlanke Stimme klingt glockenklar, aber auch innig. Sie verzaubert mit ihrem Gesang, lässt die Musik besonders wertvoll erscheinen und bereichert sie mit ihrer Interpretation.
Vorzügliches Orchester
Das Orchester unter der Leiterin Michi Gaigg geht vorzüglich auf ihre Klangsprache ein. Es spielt genauso klar und duftig und genauso so beseelt.
(kulturradio rbb, Astrid Belschner, 19. November 2012 –
bestmögliche Bewertung: kkkkk)

[…] Dorothee Mields besticht hier einmal mehr nicht nur durch ihre hervorragende Intonation, ihr handwerkliches und stilistisches Können, sondern vor allem eben auch durch das Ausdeuten. der vom Temperament her doch sehr unterschiedlichen Partien. Dazu gesellt sich ein einmal mehr glänzend aufgelegtes L’Orfeo Barockorchester, das durch hohe Präzision, feine Nuancierungen in der Balance und ein beherztes Aufspielen beeindruckt. Eine CD, die zeigt, dass in Sachen Telemann noch längst nicht alles gesagt ist.
(MDR Figaro, das Kulturradio, Empfehlungen von André Sittner,
26. November 2012)

Wähnen und Wahn des Verliebten
Fulminant begleitet wird sie [Dorothee Mields] dabei vom L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung der Geigerin Michi Gaigg – einer Schülerin von Nikolaus Harnoncourt, Ingrid Seifert und Sigiswald Kuijken. Seit über 15 Jahren hat sich das in Linz gegründete Orchester einen glänzenden Ruf erspielt. Das österreichische Ensemble gehört mit zu den führenden Orchestern der historisch informierten Aufführungspraxis, das in der langen Zeit von seiner Spielfreude nichts eingebüßt hat: im Gegenteil. Gerade Telemanns Instrumentalstücke auf der CD haben einen Pepp und ein Feuer, wie es einem Album mit drängenden Liebesliedern entspricht. Und dann folgen wieder sehr sanfte, dezent hingetupfte Begleitungen zu manchen Arien. Das ganze Spannungsfeld zwischen Wähnen und Wahn des Verliebten findet sich hier.
(Bayerischer Rundfunk, CD-Tipps (Leporello), Dirk Kruse, 28. Nov. 2012)

Was für ein Vergnügen, diese neue Telemann-CD von der impulsiven Telemann-Anwältin Michi Gaigg. Suchtgefahr!
(Radio Stephansdom, CD des Tages 12. Dezember 2012)



dradiokultur
CD der Woche

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CD der Woche

ORF/Ö1 CD des Tages

empfohlen von:drs2

kulturradio rbb

radiostephansdom

Franz Schubert (1797-1828)
Ouvertüren D 470, 556, 590, 591, 648
Sinfonie Nr. 5 D 485
L’Orfeo Barockorchester
Leitung: Michi Gaigg
(deutsche harmonia mundi / Sony Music 2012)

Ein einzigartiges Projekt […]
Michi Gaigg sucht mit ihrem Barockorchester nie den einfachen Weg, es muss eine Herausforderung sein. Und so ist auch die Schubert-CD ein Schritt ins Ungewisse, was das nahezu unbekannte Repertoire betrifft, aber auch was die Ausführung betrifft. Aber es lohnt sich. Wie viel Ironie, augenzwinkernde Theatralik und echte Dramatik in diesen Ouvertüren stecken, zeigt sich erst, wenn man Schubert gegen den Strich bürstet bzw. im instrumentalen Originalton hört. Eines steht fest: Nach dieser CD hört man Schubert ein bisschen anders.
(Deutschlandradio Kultur, CD der Woche, Haino Rindler, 18. Juni 2012)

Klare Konturen
Das gab es so noch nie zu hören: Zum einen haben Gaigg und ihr L’Orfeo Barockorchester Schuberts B-Dur-Ouvertüre zum ersten Mal auf historischen Instrumenten eingespielt. Und zum zweiten hat der Anfang des Werks wahrscheinlich noch nie so „sprechend“, so fein rhetorisch ausdifferenziert geklungen. Gaigg interpretiert Schubert ganz aus dem Geist der historischen Aufführungspraxis heraus. […]
Dramatisch und kontrastreich
Klein ist die Orchesterbesetzung in Schuberts fünfter Sinfonie B-Dur, groß die Wirkung, die Gaigg mit ihrer Interpretation des Stückes erzielt: Keine heitere Idylle, gemalt mit pastoralen Pastellfarben, tischt sie dem Hörer auf. Vielmehr kehrt sie die dramatischen, manchmal geradezu nervösen Seiten des Werkes hervor. Dazu bedient sie sich recht scharfer Kontraste, die sich auch in ihrer Interpretation der Konzertouvertüren wiederfinden.
Gaigg hat Schuberts Orchestermusik klar durch die barocke Brille betrachtet, herausgekommen ist aber kein rücksichtslos „barockisierter“ Schubert, sondern ein sehr ansprechender Schubert, der mal richtig schroff und laut werden kann, dessen Musik aber auch genug Raum für kammermusikalisch-intime Momente bietet. Unbedingt hörenswert!
(NDR kultur, CD der Woche, Jan Ritterstaedt, 20. Juni 2012)

Schubert ist Alte Musik.
[…] wie klingt denn da der erste Satz der 5. Symphonie? Gleich der Beginn weich, geschmeidig im Metrum; auf ganze Takte empfunden. Dann kräftig, impulsiv, viel dramatischer als man diese als recht harmlos verschriene Symphonie in Erinnerung hat. […] In dieser Wiedergabe werden semantische Verbindungen von Schubert zur Barockmusik ziemlich deutlich. Und das alte Instrumentarium, welches das Orchester verwendet, lässt auch manche neue Klangbalance zu. Besonders in den Bläserstimmen wird dies gut und deutlich hörbar. […]
Weiters enthält diese CD etliche Ouvertüren Schuberts […] die kennen zu lernen allemal lohnend ist. Das stilistisch vielleicht interessanteste Werk […] komponiert 1819, mit großer Blechbläserbesetzung und in mancher Hinsicht auf Schuberts späte Sinfonien hinweisend: […] die Ouverture in e-moll D648.
(ORF Ö1, CD des Tages, Gustav Danzinger, 29. Juni 2012)

[…] mich beeindruckt, wie sie mit ihrem ganz eigenen Stil zu interpretieren mich auch Schubert anders hören lässt. Das ist ein starkes Hell-Dunkel, also weder glattgebügelt auf nette Oberfläche noch tiefgründelnd, dass einem schwer ums Herz wird und in den schnellen Sätzen ist sie eh voll im Element.
(DRS 2, Musikmagazin, Lislot Frei, 30. Juni 2012)

[…] Gaigg und ihr Orchester gehen das Werk tänzerisch an, ohne es je auf die leichte Schulter zu nehmen. Scharfe Kontraste und dramatische Momente sind ebenso erlaubt wie die intimen Augenblicke in Schuberts Musik. Romantik im barocken Gewand, die durchaus eine Entdeckung wert ist.
(Falter, Miriam Damev, 4. Juli 2012)

Scharfe Akzente und donnernde Tutti
[…] Aber so, wie das L’Orfeo Barockorchester sie [Schubert: Sinfonie Nr. 5] spielt, hört man sie selten: Schlank, direkt und: auf historischen Instrumenten. Das ist vor allem für vier der fünf Ouvertüren neu. In akribischer Kleinarbeit hat die Orchesterleiterin Michi Gaigg die originalen Manuskripte untersucht und sie für ihr Ensemble eingerichtet. Diese Sorgfalt hört man der Aufnahme an. Scharfe Akzente und fast schon donnernde Tutti durchbrechen immer wieder die leichten Melodien.

Michi Gaigg verschafft uns mit diesem Album einen glasklaren Blick auf den jungen Schubert.
(Kulturradio rbb, CD der Woche, Ulrike Klobes, 9. Juli 2012)

Ein Schock für alle philharmonisch verwöhnten Schubert-Ohren. Schroff, aber sehr, sehr farbenreich. Völlig ohne romantische Patina – entstaubt.
(Radio Stephansdom, CD des Tages, 17. Juli 2012)

Wurzeln und Wege
[…] Mit viel Feuer und Energie begibt sich das Orchester [in Schuberts 5. Sinfonie] auf eine rasante Fahrt zwischen hoch auffahrenden Tuttiwellen und lieblichen Solo-Einwürfen. Der permanente Wechsel zwischen klassisch-heiteren Momenten und düsteren Abgründen romantischer Wesensart ist selten derart konsequent ausgekostet worden. Ironische Brechungen und scharfkantige Konturierungen inklusive. Das historische Instrumentarium sorgt dabei für ein holzfarbenes Timbre, aber auch für eine transparente Verteilung der Gewichtung. Nach dem sehnsuchtsvollen Andante und dem zackig tänzerisch genommenen Menuetto setzten die Musiker sodann das Allegro Vivace unter Starkstrom: Kratzbürstig-freche Einwürfe wechseln sich mit dramatischem Furor ab. Der Weg führt ganz klar von Mozarts Geist in Klangwelten bzw. Abgründe von beethovenscher Prägung.
[…] Noch eigenständiger und experimenteller kommt die e-moll-Ouvertüre daher. Mit opulent besetztem Orchester (vier Hörner, zwei Trompeten, drei Posaunen) wird hier ein wahrer Farbenrausch entfaltet, den das L´Orfeo Barockorchester sorgsam auskostet und zum blühen bringt.
Insgesamt eine erfrischend neuartige Schubert-Erfahrung, die man nicht missen möchte.
(www.musikansich.de, Sven Kerkhoff)

Originalcharme
[…] Und die Qualitäten des einst von Dirigentin Michi Gaigg gegründeten Ensembles der historisch informierten und fundierten Interpretationskunst leuchten auf: Keine Phrase beiläufig, jede Pointe markant und bewusst in Einsatz gebracht, klangliche Lebendigkeit und Vielfalt an musikalischen Schattierungen. Alles lebt, hat eine hohe Unmittelbarkeit und dabei auch Eleganz. […]
(Ö1 Pasticcio-Preis in Kooperation mit dem Standard)

Die Dramatik beim Wort genommen
An Schuberts 5. Sinfonie in B-Dur D 485 haben sich schon andere Ensembles auf Originalinstrumenten versucht. […] Michi Gaigg benötigt nur halb soviel Ausführende, um zu verblüffender, ja geradezu überrumpelnder Sehweise zu gelangen. Steht Schuberts Werk, von seiner Entstehungszeit September 1816 gesehen, zwar eigentlich noch am Ende seiner wesentlich vom lyrischen Lied geprägten Phase, so gelingt es dem phänomenal musizierendem L’Orfeo Barockorchester, der dem Werk unterschwellig innewohnenden Dramatik gerecht zu werden. Diese wird in den meisten Wiedergaben ja leider negiert. Das gilt nicht nur für das nachweisbar durch Mozarts G-Moll-Gegenstück KV 550 inspirierte Menuett.
Geschärft ausgespielte Akzente, harsch ausgehörte, absolut plausible Klangfarben belegen, wie es wohl trotz aller scheinbarer lieblicher Kostümierung, schon damals in Schuberts Unterbewusstsein ausgesehen haben mag. So kühn war beispielweise die Modulation des Seitenthemas im Andante noch nie zu vernehmen. Hut ab vor derart konsequenter Deutung!
Zusätzlichen Reiz bietet die CD durch fünf Konzertouvertüren, die in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft zur „Fünften“ entstanden sind. […] (Drehpunkt Kultur, Horst Reischenböck, 31. Juli 2012)

[…] wenn das L’Orfeo Barockorchester spielt, dann sprudelt es nur so vor Vergnügen […] eine CD mit viel Entdeckungspotenzial! (SWR2 Treffpunkt Klassik, Ulla Zierau, 8. August 2012)

[…] vier der fünf Konzert-Ouvertüren erklingen hier zum ersten Mal im „historisch orientierten“ Klang, also eher trocken und herb und deutlich abgehoben von aller biedermeierlichen Gemütlichkeit, und man wundert sich, warum diese großartigen Pretiosen so lange darben mussten. Die beiden Ouvertüren in D-Dur (D 556) oder e-Moll (D 648) strotzen geradezu vor innovativen Ideen. Die zeitgleich komponierte 5. Sinfonie, die vielleicht schönste Hommage Schuberts an Mozart, bildet den musikalischen Höhepunkt des extravaganten Programms.
(Crescendo Ausg. 05/12, Attila Csampai, 5. September 2012)

[…] jede Art von lieblicher Verharmlosung straft diese zupackende, impulsive, dramatische Interpretation [von Schuberts 5. Sinfonie] Lügen […] so klein besetzt und so atemberaubend musiziert!
(Ö1 – Apropos Musik, Renate Burtscher, 10. Oktober 2012)

Prächtig kommen sie daher […], aber auch musikantisch und melancholisch und sogar mit dunklen, schwarzen Tönen verschattet.
Da ist der ungestüme junge Schubert drin […]. Da ist aber auch schon der nachdenkliche, grüblerische Schubert zu spüren, der Klangmagier und Zweifler. Herrlich geschmeidig, locker und durchsichtig musiziert von einem Orchester, das sich in 15 Jahren eine schöne Souveränität erarbeitet hat und jetzt auf einem Weg ist, auf dem die Begeisterung bleibt und zugleich die Ausdruckskraft zunimmt.
(DRS2, CD-Tipp, Florian Hauser, 8. Oktober 2012)

Diejenigen, die immer noch die Wirksamkeit dieses Repertoires mit historischem Instrumentarium bezweifeln, sollen sich den farbigen und charaktervollen Schmelzklang der Bläser auf dieser CD anhören. Noch selten hat man das Wechselspiel zwischen Flöte und Oboe so verzaubernd süß vernommen wie am Anfang der Durchführung im ersten Satz der B-Dur Sinfonie. […] Gaiggs Herangehensweise in diesem Satz, wie im ganzen Werk, ist […] bewundernswert geradlinig, jedoch ohne auf Eleganz und Charme zu verzichten.
Das Tempo des zweiten Satzes ist meiner Meinung nach perfekt getroffen. Die Balance zwischen Bläser und Streicher ist ideal und in den stürmischen Zwischenspiele gibt es genügend Kraft und Gewicht […] Das Trio des Menuetts kommt unwiderstehlich beschwingt daher – vielleicht können nur österreichische Musiker so spielen?
(Early Music Review, Brian Robins, Oktober 2012)

Für Connaisseurs.
(OÖ Nachrichten, Klassik-Kopfhörer (Was ist los), Michael Wruss, 23. November 2012 – 6 von 6 Sternen)

Frisch und harsch musiziert das L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg Frühwerke Franz Schuberts. […] es spürt mit Elan und rhythmischem Biss Dramatik und Theatralik auf, die man beim Lyriker Schubert kaum erwartet hat.
(Kleine Zeitung, Ernst Naredi-Rainer, 26. November 2012 – 5 von 5 Sternen)

[…] Überhaupt ist es dieses alles grundierende Feuer, das uns in den Interpretationen Michi Gaiggs und ihres Orchesters zu einer neuen Sicht auf Schubert führt. […] Bitte mehr davon!
(Concerto, Olaf Krone, Nov./Dez. 2012)

[…] eine Interpretation mit Ecken und Kanten. Bezeichnend ist das Menuett (Sinfonie Nr. 5): hier macht der elegant-tänzerische Gestus Platz für bissige Akzente. Eine mitreißende und aufschlussreiche Produktion.
(Toccata – Alte Musik aktuell, Johan van Ven, Jan./Feb. 2013)



radiostephansdom
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Complete Violin Concertos Vol. 4
Ouvertürenkonzerte TWV 55:G6, E3 & g7
Elizabeth Wallfisch
(cpo 2006/2012)

[…] Die aus Australien stammende Spezialistin für Barock-Violine Elizabeth Wallfisch bietet an der Spitze des österreichischen L’Orfeo Barockorchesters eine ungemein lebendige Wiedergabe – brillant in den Soli, wendig im Tutti, nach historisierender Manier stellenweise etwas spröde im vibratoarmen Klang und kleingliedrig in der Artikulation, aber immer tänzerisch beschwingt – womit sie genau den Nerv dieser „galanten“ Musik trifft und einmal mehr unterstreicht, welch einfallsreicher und handwerklich souveräner Komponist der zu seinen Lebzeiten weit über Deutschland hinaus gefeierte Telemann war, der heute ganz zu Unrecht völlig im Schatten von Bach und Händel steht.
(www.klassik-heute.com, Sixtus König, Juli 2012)

Drei von Telemanns Ouvertürenkonzerten als vierte Folge der Gesamteinspielung von Violinkonzerten des Meisters: Elizabeth Wallfisch und das L’Orfeo Barockorchester unterstreichen ihre Expertise. […]
Die zwölf Instrumentalisten des L’Orfeo Barockorchester mit Michi Gaigg am ersten Pult verfolgen einen homogenen, fast spielerisch leichten Ansatz, der die sich aus diesem Kontext lösende Solovioline selbstverständlich trägt, manchmal gar sinnfällig hervorzubringen scheint. Auf Grund der exzellenten Könnerschaft aller Akteure verschwindet die in dieser Konstellation ohnehin nur scheinbare Differenz zwischen Ensemble und Solistin fast vollständig. […]
Elizabeth Wallfisch und das L’Orfeo Barockorchester stellen Telemann auch in der vierten Folge ihrer Gesamteinspielung der Violinkonzerte als ebenso geistvollen wie innovativen Tonsetzer vor, der leichthändig mit Formen, Gestaltungsprinzipien und ästhetischen Ideen umging, ohne dabei je leichtfertig zu sein. Genau dieses untrügliche Gespür für einen sicheren Tritt auf den Bruchstellen musikalischer Entwicklung zeichnet Telemann generell aus und ist wichtiger Teil des Charmes dieser neuen Platte.
(www.klassik.com, Matthias Lange, 16. Juni 2012)



mdr figaro hr2 CD-Tipp kulturradio rbb
Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
Orchestersuiten aus:
Zais, ballet héroique (1748) &
Hippolyte et Aricie, tragédie en musique (1733, 1742, 1757)
L’Orfeo Barockorchester
Leitung: Michi Gaigg
(Capriccio / Crystal Classics 2011)

Detailversessen
[…] Diese Musik ist ein Terrain, auf dem sich die Qualitäten des L’Orfeo Barockorchesters optimal darstellen lassen. Die Ouvertüren und zahlreichen Tanzsätze der beiden Suiten mit ihrem für die damalige Zeit üppigen Klangfarbenreichtum werden vom dem in Linz beheimateten Ensemble kongenial zum Klingen gebracht.
Inzwischen ist ja auch L’Orfeo weit über die Barockzeit hinaus bis zu Schubert vorgedrungen, und so verbinden sich in ihrem Spiel barocke Akzentuierungen und markante Tanzrhythmik mit einem hohen Maß an Klangsinnlichkeit, wobei Letztere insbesondere Sätzen wie der das Chaos vorstellenden Ouvertüre zur Zaïs-Suite zugutekommt. Nicht nur ist Rameau in dieser Musik seiner Zeit voraus, seine Interpreten folgen ihm auf diesem Weg. Höfische Eleganz, nahezu folkloristische Bodenständigkeit und eine gute Portion kompositorischer Vision und Finesse geben sich in diesen Suiten ein Stelldichein, und das L’Orfeo Barockorchester unter der kenntnisreichen Leitung von Michi Gaigg beleutet alle diese Facetten mit gleicher Intensität.
(Fono Forum, Arnd Richter, Juli 2011)

[…] Michi Gaigg und ihre „orpheischen“ Mitstreiter gehen in beiden Suiten mit einem tänzerischen Elan, einer rhythmischen Präzision und Klarheit zu Werke, dass man sofort angesteckt wird von ihrer Spielfreude und gar nicht genug bekommen kann von diesen raffinierten, kurzweiligen Orchesterminiaturen, die uns die ganze Pracht und das Lebensgefühl einer längst vergangenen höfischen Kunstform nahebringen. Das lichte, transparente und detailreiche Klangbild passt sehr gut zur „Klarheit“ der Musik.
(Attila Csampai, HIFISTATEMENT netmagazine, 15. Juni 2011 / stereoplay 26. Mai 2011)

Emanzipation der Bläser
Mit Jean-Philippe Rameau begann die Geschichte der Symphonie: Jordi Savall und Michi Gaigg mit zwei neuen CD-Produktionen seiner Instrumentalmusik.

[…] Obwohl Paul Bekker in seinem zum Klassiker gewordenen Buch „Das Orchester“ von 1936 dessen Geschichte erst mit Joseph Haydn beginnen ließ, kam er nicht umhin, einzuräumen, dass Rameau schon um 1750 die Orchesterbesetzung verwendete, „mit der Beethoven fünfzig Jahre später arbeitete“. […] Rameau geht es um den Klang in all seinen Mischungen als Mittel der Differenzierung musikalischer Gedanken und um architektonische Gliederung durch Farbwechsel. Das ist symphonische Arbeit avant la lettre und Intelligenz ohne Worte. Man wundert sich da ganz und gar nicht mehr, dass Mozart seine wichtigsten Impulse zur Emanzipation der Bläser im Orchestersatz aus dem Paris-Aufenthalt von 1777 und 1778 bezog, wo auch seine verschollene Sinfonia concertante für Flöte, Oboe, Horn und Fagott entstand. Bereits Rameau hatte die Bläser davon befreit, die Streicher nur zu verstärken oder ihnen lediglich kurze Glanzlichter aufzusetzen.
Im Klangbild unterscheiden sich Savall und Gaigg stark. Während Savall durch reich ausdifferenzierte Mittelstimmen einen erdig-warmen Ton erzeugt, zielt die Österreicherin mit stark betonten Flöten und Violinen in die Höhe. […] Michi Gaigg liebt es strenger, silbriger, höfischer. Aber auch sie trifft die Zwischentöne, etwa in der „Ritournelle“ aus „Hippolyte et Aricie“. Dieses Fugato verdreht, wie später mancher Kanon von Schumann, Grazie und Tapsigkeit so ineinander, dass sie unentwirrbar sind, aber dem Herzen nahe.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Brachmann, 8 September 2011)

[…] auch auf Michi Gaiggs neuer CD gehen historisch informierte Lesart, leidenschaftlicher Ausdruck und rhythmischer Schwung eine ideale Symbiose ein.
(RBB Kulturradio – CD der Woche, Jan Ritterstaedt, 6. Juni 2011)

Musik ohne Effekthaschereien
[…] 1748 hat Rameau dieses Ballett [Zais] geschrieben, […] hat sorgfältig Klangkontraste gesetzt, die das L’Orfeo Barockorchester mit seinem kräftig zupackenden Musizierstil auskostet […].
(hr2 kultur CD-Tipp, Christiane Schiemann, 24. Mai 2011)

„Diese Oper enthält genügend Musik, um daraus zehn zu schaffen.“, soll ein Zeitgenosse über Jean-Philippe Rameaus erstes Bühnenwerk „Hippolyte et Aricie“ gesagt haben, das der Komponist immerhin erst mit 50 Jahren vorgelegt hat. Der Übernacht-Erfolg war für den aus einer Organistenfamilie stammenden Rameau genauso überraschend wie gewinnbringend. Das Bühnenwerk enthält herabschwebende Götter, Szenen aus der Unterwelt oder aus bösen Träumen und Stürme. Um Rameaus ballettlastige Musikdramen auch musikalischen Ohren von heute zu präsentieren, dazu bedarf es Frische, einer umwerfenden Spielleidenschaft, klanglichen Farbenreichtums und tänzerischer Leichtigkeit. Michi Gaigg und ihr L’Orfeo Barockorchester beweisen mit dieser Einspielung der Orchestersuiten von „Hippolyte et Aricie“ und „Zais“, dass sie genau die Richtigen dafür sind.
(MDR Figaro, CD-Empfehlungen, Beatrice Schwartner, 16. Mai 2011)

[…] Hier spielt das Linzer Barockorchester L’Orfeo unter seiner Primaria Michi Gaigg aber auch wieder edelst und verliebt in die vielen Details, die die meisterliche Musik unter der glänzenden Oberfläche verbirgt. 15 Jahre besteht das Ensemble nun, hat so ziemlich alles an Preisen eingeheimst, was es gibt, und zeigt sich kein bisschen saturiert. Rameau mit seinen Orchestersuiten, die zum Tanz einluden oder Schauspiele dekorierten, klingen frisch wie selten. Und wenn’s gewittert oder gar Furien wüten, erschauert man in wohlingem Amüsement.
(Aachener Nachrichten, Armin Kaumanns, 7. Mai 2011)

Klang- und Körperbetont
Eine Rameau-Kreation mit deutsch-italienischem Zungenschlag! Das österreichische L’Orfeo Barockorchester hat unter der Leitung seiner ersten Violinistin Michi Gaigg eine rhythmische pointierte und kraftvoll artikulierte Einspielung zweier Opernsuiten vorgelegt. […]
Vor allem der packende Zugriff der kräftig besetzten, virtuos aufspielenden Streicher verleiht den Sätzen Energie und Schwung; auch in den langsamen Stücken spürt man die Spannung. Typisch französisch: Ober- und Unterstimmen dominieren. Der brillante, körperhafte Ansatz des Ensembles betont diese Gewichtung noch, ohne dass es aufdringlich wirken würde. […]
(Musikanisch.de, Georg Henkel, Mai 2011)



radiostephansdom mdr figaro
Christoph Willibald Gluck (1714-1787)
Five Symphonies
L’Orfeo Barockorchester
Leitung: Michi Gaigg
(cpo 2011)

Gaigg and the orchestra deliver the symphonies with bright timbres and vivacious playing, and the historically informed techniques and sounds of a period ensemble are faithfully produced. CPO’s exceptional reproduction makes everything crisp and clear within a suitably resonant space. (www.allmusic.com, Blair Sanderson)

Glück mit Gluck
[…] Die Musiker von L’Orfeo wissen auch diesmal wieder mit ihrem Spiel, ihren effektvollen dynamischen Abstufungen, ihren frischen Tempi und dem historisch informierten Sound mitzureißen. Besonders die Holzbläser, allen voran die beiden Hörner, können in diesen Stücken mit ihrer Tongebung und Artikulation glänzen. Der Klang der wenig mehr als einem Dutzend Streicher ist in den schnelleren Passagen kristallklar, lebendig und durchsichtig, in den ‚Andante‘-Abschnitten von schlichtweg schöner, runder Klangentfaltung. Deutlich charakteristisch für das Klangbild von L’Orfeo ist das prägnante Cembalo-Continuo Eugène Michelangelis. Der rhythmische Duktus der Sinfonien ist für L’Orfeo auf natürliche Weise immer wieder das vorantreibende Element, ohne dabei in Überpräsenz zu verfallen. Der Charakter dieser CPO-Einspielung, die man gerne wiederholt auflegt, steht in einer Reihe jener unverbrauchten Musikwiederentdeckungen des 18. Jahrhunderts, die durch ihre Frische, ihre teils überschäumende Musizierfreude und die Erkenntnis zu überzeuge wissen, dass es fernab des etablierten Repertoires noch viel Lohnendes zu entdecken gibt.
(klassik.com, Frank Fechter, 24. Juni 2011)

Gluck oder nicht Gluck, das ist keine Frage
– und das gilt nicht nur für den Sammler von klassischen Raritäten. Bei nicht allen der fünf Symphonien ist Christoph Willibald Glucks Urheberschaft zweifelsfrei gesichert, aber man kann sich denken, dass er nicht ungerne zum Urheber erklärt worden wäre, hätte er diese Aufnahme des L’Orfeo Barockorchester unter der anscheinend hoch motivierend wirkenden Michi Gaigg gehört.
Die MusikerInnen lieben Gluck und Gluck liebt sie zurück. Kantig und akzentuiert, aber auch voller Freude an der Kantilene und mit einem Herz für Details präsentiert sich das oberösterreichsche Ausnahmeensemble auf seiner aktuellen CD.
(Ö1 bis zwei – Radio Ö1 CD des Tages, Helmut Jasbar, 10. Juni 2011)

[…] Herzhaft widerlegt Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo Barockorchester das Urteil des renommierten deutschen Musikhistorikers Ludwig Finscher, Christoph Willibald Gluck sei als Instrumentalkomponist „ziemlich angepasst, kaum originell, geschweige denn revolutionär.” […]
Die kompositorische Qualität, der Abwechslungsreichtum und die emotionale Tiefe der hier aufgenommenen Werke sprechen jedenfalls für sich und widerlegen klar die These von der mangelnden Originalität. Über alle Zweifel erhaben ist jedenfalls die herausragende interpretatorische Qualität. Das L’Orfeo Barockorchester musiziert mit feurigem Temperament, differenzierter Dynamik, prägnanter Artikulation und erheblicher Virtuosität […].
(Kleine Zeitung, Ernst Naredi-Rainer, 6. Juli 2011)

Das L’Orfeo Barockorchester erweckt seine [Glucks] Instrumentalmusik zu neuem Leben. Stilsicher, fein artikuliert, ausgewogen in der Balance und mit Entdeckerfreude. Besonders schön ist die Fuge aus der Sinfonie in F-Dur.
(Radio Stephansdom – CD der Woche 26/2011, Maila von Haussen, 25. Juni 2011)

[…] Die Aufnahme dieser Westentaschensinfonik, mag sie nun in einzelnen Fällen gesichert oder ungesichert sein, ist editorisch so hübsch geraten wie musikalisch. Wieder einmal sitzt das Barockorchester L’Orfeo der temperamentvollen Oberösterreicherin Michi Gaigg auf der Stuhlkante, sind die akzentuierten Sprungfedern aufs feinste gespannt und allerlei „Kurtzweiligkeiten“ garantiert […].
(Klassik Heute, Rasmus van Rijn, 25. Mai 2011)

There’s some question as to whether or not all of these works are by Gluck, but it doesn’t matter. The music is unfailingly enjoyable, the performances vigorous and full of life […] L’Orfeo plays on period instruments with results that are well above average. The winds, horns especially, are pretty terrific, and they have some impressive solo licks. The string ensemble is clean and the tone generally attractive […] This is an important addition to the Gluck discography and definitely worth the collector’s attention.
(Classics Today, David Hurwitz, 9. Mai 2011)

ndr-kultur-cd-tipp hr2 CD-Tipp
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe
Oper in drei Akten TWVW 21:18
Orasia – Dorothee Mields, Sopran
Orpheus – Markus Volpert, Bariton
Eurydice – Ulrike Hofbauer, Sopran
Eurimedes – Christian Zenker, Tenor
Ismene – Barbara Kraus, Sopran
Pluto – Reinhard Mayr, Bass
Cephisa / Priesterin – Marelize Gerber, Sopran
Ascalax / 2. Nymphe – Julie Comparini, Alt
L’Orfeo Barockorchester
Dirigentin: Michi Gaigg
(deutsche harmonia mundi / Sony Music 2011 ∙ 2 CDs)

Beständige Liebe
[…] Bereits 1994 hat René Jacobs dieses Werk in Berlin aufgeführt und anschließend bei Harmonia mundi France aufgenomnen.
Im Vergleich zu dieser mit vielen Extras aufgebrezelten Version wirkt
Michi Gaiggs Neueinspielung wesentlich organischer. Zwar holt Jacobs aus der Akademie für Alte Musik Berlin rnehr an Klangeffekten heraus als Gaigg aus dem L’Orfeo Barockorchester, doch bleibt zu fragen, ob diese Effekte bei Jacobs nicht manchmal etwas aufgesetzt wirken. Bei
Gaigg überzeugen jedenfalls der natürliche Fluss der Arien und die runde Gestaltung der musikalischen Gesten. Vor allem aber hat sie mit Dorothee Mields (Orasia) und Markus Volpert (Orpheus) die besseren Protagoirsten, die mit weniger Vibrato und stimmlicher Wucht, dafür aber mit mehr Geschmeidigkeit und feinerer Affektgestaltung agieren als ihre Kollegen bei Jacobs. In den Nebenrollen ergibt sich ungefähr ein Patt, außer bei Ascalax, der hier mit derAltistin Julie Comparini deutlich besser besetzt ist als dort mit einem Kontratenor. Die Chöre werden hier solistisch aufgeführt, während Jacobs – historisch fragwürdig – einen großen Chor einsetzt. Fazit: Punkt, Satz und Sieg für Gaigg.
(Fono Forum, Matthias Hengelbrock, Juni 2011)

Orpheus singt multilingual
[…] Lebendig, frisch und duftig in den lyrischen Passagen spielen Orchester und Dirigentin ihre Stärken aus. Unter den Sängern bestechen vor allem Ulrike Hofbauers Eurydice und Dorothee Mields, die als Königin Orasia Orpheus übel mitspielt, ihn (erfolglos) zur Liebe zwingen will und schließlich den Bacchantinnen zum Fraß vorwirft. Ein schöner Barockschatz, als gelungenes Geburtstagsgeschenk für ein famoses Originalklangensemble.
(Die Bühne, Stefan Musil, Juni 2011)

Michi Gaigg und ihr L’Orfeo Barockorchester ernten für ihre neue Gesamtaufnahme dieser erst im späten 20. Jahrhundert wiederentdeckten Telemann Oper begeisterte Kritiken. Die Weltersteinspielung von 1998 stammt immerhin von René Jacobs mit der Akademie der Alten Musik Berlin. Ein Vergleich der beiden Aufnahmen ist ungeheuer interessant, im Detail gibt es viele kleine Unterschiede, aber vor allem die Klangauffassung ist grundverschieden. Das etwas raue, differenziertere, in vieler Hinsicht interessantere Klangbild bei Michi Gaigg steht dem volleren, sonoren Schönklang bei René Jacobs gegenüber. Die Sopranistin Dorothée Mields berührt und begeistert als Orasia in drei Sprachen und sämtlichen Gefühlsnuancen zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
(Ö1 bis zwei – Radio Ö1 CD des Tages, Mirjam Jessa, 27. Mai 2011)

Direktheit
[…] Doch was ist das nun für ein Klang, der das L’Orfeo Barockorchester so unverwechselbar macht? Hört man die jüngste Aufnahme, Georg Philipp Telemanns „Orpheus-Oper“, dann fällt schon in den ersten Takten die direkte, beinahe etwas raue Tongebung auf, die das Geräuschhafte der Darmsaiten und der alten Blasinstrumente als schmückende Farbe im Gesamtklang versteht. Gleichzeitig ist alles frisch und geradeheraus formuliert, pointiert in der rhythmischen Gewichtung, ausgewogen in der Balance der Stimmen mit dem kräftigen Bass-Fundament, den transparenten Mittelstimmen und den warmen, nie oben herausstechenden Violinen.
Bei aller Leichtigkeit bleibt der Klang doch stets geerdet. Michi Gaigg, die hier – wie immer häufiger – die Geige gegen den Taktstock eingetauscht hat, scheint jede Musik von der tänzerischen Bewegung her zu denken. Auch im Laufe der Oper, dieser etwas anderen „Oprheus“-Geschichte, in der Orasia – wunderbar besetzt mit dem klaren Sopran von Dorothee Mields – aus Liebe zu Orpheus veranlasst, Euridice zu töten, erweist sich der Klang des Orchesters als überaus farbenreich, in der Großzügigkeit des französischen inspirierten Entrées zum zweiten Akt etwa oder in der explosiven Artikulation der Pluto-Szene […].
(Neue Zürcher Zeitung, Jenny Berg, 6. Mai 2011)

[…] Das klein besetzte L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg macht seinem Namensgeber alle Ehre und begleitet subtil, stilsicher und aufmerksam.
Telemanns „Orpheus“ ist kein repräsentatives Mammutwerk, wie man es beispielsweise von Händel gewohnt ist. Es ist eine intime Oper, die überwiegend leise, dafür aber umso intensivere Töne anschlägt. Das sorgfältig ausgewählte Sängerensemble erweist sich als echter Glücksgriff: Keine Schwächen, nur unterschiedliche Stärken werden deutlich. Eine absolut empfehlenswerte Einspielung!
(Jan Ritterstaedt, NDR kultur, 4. März 2011)

Als René Jacobs 1998 die Weltersteinspielung von Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe vorlegte, brach eine Lanze für Telemann als Opernkomponist und fixierte nebenbei die Messlatte für folgende Interpretationen in schier unerreichbarer Höhe. Nach 13 Jahren ist nun bei der deutschen harmonia mundi eine neue Gesamtaufnahme des 1726 komponierten Werkes erschienen, die Jacobs Einspielung auf Eigenhöhe begegnet, ohne sie direkt herauszufordern.
Präzise und natürlich musiziert, setzt sie nicht auf Stars, sondern ein bewährtes Ensemble frischer Stimmen. Für eine schillernde barocke Farbpalette ohne grelle Akzente sorgt das L’Orfeo Barockorchester. […]
(hr2 kultur – Der CD-Tipp, Andreas Schubert, 23. März 2011)

„[…] Mit kraftvoll gravitätisch daherschreitenden Akkorden wird die Oper vom L’Orfeo Barockorchester in historischer Besetzung unter der Leitung von Michi Gaigg eröffnet. […] Vortrefflich werden die Gesangsnummern nicht nur begleitet, sondern als selbstständig illustrierender Orchestersatz pointiert herausgestellt. […] Eine gelungene, wohl ausgewogene Einspielung.“
(Das Opernglas, G. Schunk, 4/2011)

[…] Dem Chor kann man wirklich beipflichten – Georg Philipp Telemanns Orpheus ist wie ein „angenehmer Aufenthalt. Für 2 Stunden führt die Barockoper den Hörer durch alle Höhen und Tiefen der Gefühle, was sie zu einem kurzweiligen Erlebnis macht – besonders wenn sie so eindringlich gespielt wird wie von Michi Gaigg und dem L’Orfeo Barockorchester. […] Gaigg geht auf die verschiedenen Stile ein, ohne sie hart gegeneinander abzusetzen. So entwickelt sie einen harmonischen Handlungsverlauf bei dem das Französische ins Deutsche und das Deutsche ins Italienische fließt. […] Johann Mattheson, der namhafte Musikschriftsteller aus dem 18. Jahrhundert, hat Telemanns Orpheus einst als „elenden Mischmasch“ bezeichnet. Aus heutiger Sicht ist das Urteil schwer nachzuvollziehen. Die neue Aufnahme zeigt, dass gerade die Vielfalt diese so reichhaltig macht. Aus den bekannten Vertonungen sticht sie dadurch heraus und ist eine wahre Alternative. Sowohl auf CD als auch auf der Bühne.
(WDR3 TonArt, Christian Schnitzler, 23. März 2011)

Prise de Son d’Exception
(Mai 2010)

hr2 CD-Tipp kulturradio rbb
radiostephansdom
Joseph Haydn (1732-1809)
Die wüste Insel
Spätfassung der azione teatrale L’isola disabitata Hob. XXVIII:9
Ulrike Hofbauer (Constanze)
Barbara Kraus (Silvia)
Christian Zenker (Fernando)
Reinhard Mayr (Enrico)
L’Orfeo Barockorchester
Dirigentin: Michi Gaigg
(deutsche harmonia mundi / Sony Music 2010)

„Eine lohnende Entdeckung, diese Insel!“ (Radio Stephansdom, 29. Mai 2010)

„Das große Ausdrucksspektrum und die fein aufeinander abgestimmte Klangbalance des Ensembles sind gleich aus der einleitenden Sinfonia herauszuhören: Der spannungsgeladenen langsamen Einleitung folgt ein mit natürlichem Verve musizierter Allegro-Satz. Die hier demonstrierte technische Präzision und die erfrischend unprätentiöse Intensität der musikalischen Interpretation kennzeichnen die gesamte Einspielung. […] Die vorbildliche Textverständlichkeit aller vier Gesangssolisten macht gerade diese Passagen der Komposi­tion zu einem besonderen Hörerlebnis […].“ (Das Opernglas, 04/2010)

„Michi Gaigg … findet einen stimmigen Zugang zu diesem Werk, weiß, wie man noch mehr Funkenaus einer ohnehin schon Funken sprühenden Musik schlägt. Dass die Dirigentin ein Gespür für das rechte Erzähltempo hat, machen die Accompagnati kiar, in denen musikalische Gestik und Handlung eine gute Symbiose eingehen.
Freilich wird die „Insel“ hier nicht als große Oper, sondern als leichtes Divertissement präsentiert. Aber so falsch ist das ja nicht. Gaiggs „Singepersonal“ ist jung, nähert sich der Musik unverkrampft und schauspielert recht munter.“ (Fono Forum, Andreas Friesenhagen, 04/2010)

Haydn für das Heute gespielt
„[…] Wie unter Hochdruck stehen die Nummern, und der affektgeladene Schluss sucht in der Klassik Seinesgleichen.
Diese Vorzüge dieses Werks treten in der fulminanten Aufführung des L’Orfeo Barockorchesters unter Leitung von Michi Gaigg deutlich zutage. Auch gesungen wird von Ulrike Hofbauer, Barbara Kraus, Christian Zenker und Reinhard Mayr geradezu vorbildlich.“ (Wiener Zeitung, 18. Februar 2010)

„Mit der Wüsten Insel präsentiert die Dirigentin Michi Gaigg mit den vier Gesangssolisten und dem L’Orfeo Barockorchester eine konzentrierte Aufnahme voller Spielfreude. Im Vergleich zu früheren Einspielungen der italienischen Fassung ist ihre Version zwar klanglich leichter – ja manchmal etwas spröde – dafür an vielen Stellen aber auch effektvoller, z.B. als die junge Silvia sich zum ersten Mal verliebt.
Barbara Kraus ist hervorragend in der Rolle der erblühenden Silvia, wunderbar erfüllt sie die einfach gehaltenen Arien mit Leben und Gefühl. […]“ (Christian Schnitzler, WDR 3 Tonart, 3. Februar 2010)“Unbedingt anhören: Packend wie ein gutes Hörbuch“ (André Scheurer, Radio Swiss Classic, 13. Februar 2010 / kulturtipp 4/10)

„Die österreichischen Sänger und das L’Orfeo Barockorchester treffen genau den Tonfall, der die Gefühlsumschwünge nicht lächerlich, sondern menschlich erscheinen lassen.“ (Dirk Hühner, kulturradio rbb, CD der Woche, 22.-27. Februar 2010)

„[…] Da mögen sich das makellos schlank agierende Gesangsquartett und das quicklebendige L’Orfeo Barockorchester noch so glutvoll ins Zeug legen: Irgendwann lechzt man dann doch nach den Arien. Die allerdings haben es in sich. Was Haydn hier (wie in der rabiaten Sturm-und-Drang-Ouvertüre und dem um 1800 nachkomponierten Happy-End-Quartett) an aufwühlenden und anrührenden, melodienseligen und harmonisch gewagten Einfällen zum Besten gibt, das zählt auch zum Besten, was er in seinem abgelegenen Fürstencamp ausbaldowerte“ (Rondo, Christoph Braun, 27. Februar 2010)

radiostephansdom mdr figaro
br_klassik
Josef Myslivecek (1737-1781)
Sämtliche Bläseroktette und -quintette
L’Orfeo Bläserensemble
Carin van Heerden, Leitung und 1. Oboe
(cpo 2010)

Außerordentlich klangschön – blendend aufgelegte Musiker – schlüssige Interpretationen
[…] Die sechs Quintette sind […] wundervoll verspielte Miniaturen, die von den Musikern mit strahlendem Ton eindringlich geformt werden, bis hin zu den humorvollen Stimmungen des koboldhaften Fagotts. – Das sind echte Repertoireentdeckungen!
(Olaf Krone, Concerto, April/Mai 2011)

Opernhafte Lebendigkeit
Die drei Oktette und sechs Quintette, die auf der CD versammelt sind, demonstrieren Mysliveceks ausgeprägten Sinn für Bläser-Idiomatik, seine stupende Fähigkeit, effektvoll für Blasinstrumente zu komponieren. Und die Orfeo-Bläser setzen dies kongenial um. Die kristallklar klingenden Oboen, die Wärme des Klarinettentons, atemberaubend agile Hörner und herrlich sonor tönende Fagotte – dies alles verbindet sich zu einer sprechenden Vielstimmigkeit, die in ihrer opernhaften Lebendigkeit auch den erfahrenen Bühnenkomponisten Myslivecek erahnen lässt. (BR-Klassik, Tafel-Confect – Die Kostprobe, 11. April 2010)

Böhmische Leckerbissen
„Mit federnder Leichtigkeit und stets lebendig dahin fließendem Puls formen die Musiker die einzelnen Werke zu miniaturhaften Charakterstücken, die den Opernkomponisten an keiner Stelle verleugnen. […] der scheinbar stets heitere und gelöste Grundton aller hier versammelten Werke lässt immer wieder Raum für virtuose Zwischenspiele aller beteiligten Instrumente. Dadurch wird der musikalische Ablauf immer wieder neu belebt und durchmischt, was dem L’Orfeo Bläserensemble aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten in sehr guter Abstimmung aufeinander mühelos gelingt. Es handelt sich um quirlige, von ansteckender Spielfreude getragene Musik von großer Kurzweiligkeit.“ (Frederik Wittenberg, klassik.com, 2. April 2010)“Das Bläser-Ensemble des L’Orfeo Barockorchesters unter der Leitung der Oboistin Carin van Heerden serviert die unterhaltsamen Meisterwerke virtuos, spritzig und voll Charme, aber auch mit Empfindsamkeit und feinem Klangsinn. Was Mozart über die Sonaten äußerte, gilt auch für diese Werke Mysliveceks: Sie sind sehr effektvoll und sollten jedermann gefallen […]“ (Klassik Heute, Sixtus König, 26. Februar 2010)

Im Bläser-Originalklang
„[…] Erstaunlich, was die beiden Inventionshörner leisten (vor allem in den Quintetten für zwei Oboen, zwei Hörner und Fagott), einprägsam der geschmeidige Ton der beiden Klarinetten in der größeren Besetzung. Und Carin van Heerden dialogisiert lustvoll und geschmeidig mit ihrem Kollegen an der zweiten Oboe […] 66 Minuten beste „Unterhaltungsmusik“ von einem unbestrittenen Meister der Melodieerfindung.“ (DrehPunktKultur, Reinhard Kriechbaum, 29. Januar 2010)

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ECHO-Klassik 2009:
Nachwuchs-Künstlerin des Jahres – Gesang
Nuria Rial

mit Joseph Haydn, Arie per un’amante
(deutsche harmonia mundi)

Joseph Haydn (1732-1809)
Arie per un’amante –
Sämtliche Einlagearien für Sopran und Orchester
mit Nuria Rial, Sopran & Margot Oitzinger, Mezzosopran
(deutsche harmonia mundi / Sony Music 2009)

„L’Orfeo Barockorchester est l’un des ensembles baroques les mieux sonnants jamais entendu: finesse absolue des timbres sans aucune enflure du son ou fragmentation de la phrase […]“ (Rémy Stricker, Opéra)

Musikalisches Leuchten
„Die außergewöhnliche Qualität der Interpretinnen und des Orchesters unter der wie immer herausragenden Michi Gaigg tut das Ihrige, um uns ungetrübten Hörgenuß zu spenden: mit Anmut, konsequenter Stilgenauigkeit und natürlich jenem feinen Humor, der für Haydns Werk so wichtig ist.
Eine Aufnahme, der man die Freude an Haydns Verschmitztheiten und Koketterien anhört.“
(Helmut Jasbar, ORF Radio Ö1, 12/09)

Liebreizend
„Nuria Rial singt […] mit wohllautender Leichtigkeit und einem derart silberzarten Soprantimbre, dass das Zuhören eine pure Lust ist. Vokale Brillanz und glockenreine Virtuosität, verspielter Charme und ein Anflug von Koketterie, neckische Nebentöne und verliebte Augenaufschläge – alles liegt in dieser Stimme drin und verleiht der Musik einen einnehmenden Reiz.
Das Orfeo-Barockorchester begleitet mit pointierter Artikulation und einer spürbaren Lust an den typisch Haydn’schen Überraschungsmomenten, sei es in dynamischer oder harmonischer Hinsicht, und entfesselt gleich in dem zu Beginn dargebotenen Sinfoniesatz einen wahren Sturm an Leidenschaften. Hervorragend auch das Klangbild und vorbildlich die Balance zwischen Singstimme und begleitendem Orchester.“ (Werner Pfister, Fono Forum, Juli / August 2009)

Haydns Liebesseufzer
„Pfiffige, fordernde, selbstbewusste und selbstbewusst wankelmütige Frauen lässt die CD vor uns erscheinen. Dies ist der opernerfahrenen, leichten, völlig unakademisch „natürlichen“ Stimme Nuria Rials zu verdanken, die sich die Soli mit der Mezzosopranistin Margot Oitzinger teilt. Grossen Anteil an dem verschmitzten Spaß hat auch das Orchester, das seine Begleitaufgaben mit Charakter und Witz wahrnimmt. In der nervösen Unruhe einer Opernouvertüre eröffnet L’Orfeo die Rezital-CD mit einem Sinfoniesatz Haydns. Die deutliche Zeichnung, das Auskosten der Dissonanzen, bewusste und dabei keineswegs brave Dialoge, ein Reichtum an Farben und dynamischen Abstufungen machen die so ausgeklügelte wie lebenspralle Darstellung zu einem Vergnügen.“ (KlassikInfo.de)

Natürliche Anmut
Arie per un amante nennt sich diese CD, und sie könnte es werden für mehr als nur einen amante / Liebenden Haydnscher Arien und schöner Stimmen wie der von Nuria Rial (Sopran) und Margot Oitzinger (Mezzosopran). Schmissig setzt das L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg mit Haydns Sinfonia in G an und straft all jene Lügen, die Haydn und seine Musik abschätzig als die eines behäbigen Papas betrachten. Er war es keinesfalls – weder als Komponist, als Mensch noch als Mann. „Gegen die Reize anderer Frauenzimmer“ (als der, der chronisch übellaunigen Ehefrau) war er nicht immun. Wohl deshalb sind seiner Feder so wunderbare Arien für Frauenstimmen entsprungen, wie jene, die er seiner langjährigen Geliebten Luigia Polzelli widmete. Rial und Oitzinger bringen alles mit, was man für dieses Repertoire braucht: natürliche Anmut, Stilempfinden und dieses Quentchen Humor, ohne die Haydns Musik nicht auskommt.“ (Teresa Pieschacón Raphael, 10 Jahre crescendo das klassikmagazin, Juni / Juli / August 2009)

„[…] Die zweite überragende (und literarisch durchaus unerwartete) Haydn-Botschaft erreicht den Musikfreund aus dem Umfeld der Geigerin und Orchesterleiterin Michi Gaigg. Mit 12 ,,Arie per un‘ amante“ aus dem Komplex Hob. XXIVb, mit einer Arie Hob. XXXII/1b und mit dem ersten Satz aus der G-Dur-Sinfonie Nr: 81 beleuchtet ihr L’0rfeo Barockorchester eine Welt der ariosen, der sinfonischen Haydn-Humanität, wie sie so umsichtig gepflegt, im Leisen wie im kultiviert Dramatischen so kontrastbewusst ausgekundschaftet kaum je so plastisch zu erleben war. Hinzu kommt, dass mit der Sopranistin Nuria Rial eine Sängerin von stimmlichem Liebreiz, aber auch von textlich-phraseologischer Wendigkeit die schöne Hauptlast des vokalen Programmes trägt. (Peter Cossé, The Record Geijutsu (Japan) 07/09; Klassik Heute – Hörführer, 11. Juni 2009; OÖ Musikzeitschrift 06/09)

L’art pour l’art
[…] Oitzinger hinterlässt in puncto Klarheit des Vortrags und Gestaltungslust einen blendenden Eindruck; so bewältigt sie beispielsweise die raschen Farb- und Registerwechsel in „La moglie quando è buona“ mühelos. Auch Nuria Rial verleiht dieser Musik eine Frische, die noch unbegreiflicher macht, warum Haydns für die Bühne gedachte Vokalmusik nach wie vor stiefmütterlich behandelt wird. […]
Das L’Orfeo Barockorchester spielt vom vorangestellten Vivace-Satz aus Haydns 81. Sinfonie bis zum letzten Takt in „Son pietosa“ mit herrlicher Wachheit. Da werden Details genau ausgeleuchtet, erzeugen die Streicher einen mal sehnigen, mal elegisch milden, mal vital strotzenden Klang, da beginnt Haydns Rhythmik auf einmal unauffällig zu federn, da werden Phrasen durch edle Flötentöne wunderbar gerundet. Auch das Oboensolo in „D’una sposa meschinella“ lässt keine Wünsche offen, wenn es von dezenter Melancholie zu Beginn auf allegrohafte Unheilsverkündigung umschaltet. (Christoph Vratz, Opernwelt 05/09)

„Schweben mit Haydn“ (Mario Gerteis, Musik & Theater, Mai 2009)

„Das L’Orfeo Barockorchester unter Leitung seiner Mitbegründerin Michi Gaigg begleitet farbenprächtig, punktgenau und trifft stets die richtige Mischung aus kantabler Lieblichkeit und schroffen Akzenten (unerhört furios das als „Ouvertüre“ dargebotene Vivace aus der Sinfonie Nr. 81 G-Dur). […] Eine wirklich zauberhafte CD, deren Kauf niemand bereuen sollte.“ (klassik.com, Andreas Schubert, 11. April 2009)

Joseph Haydn in Vollendung
„Welch unglaubliches Gefühl hat doch diese Michi Gaigg für die von ihr dirigierte Musik. Diese Arien etwa, die Haydn für seine Geliebte Luigia Polzelli komponiert hat: Da wird nichts absichtlich gegen den Strich gebürstet. Nur die Partitur sehr genau gelesen. Und mit einer Frische und Eleganz erfüllt, die atemberaubend ist.
Dazu kommt die blutjunge Sopranistin Nuria Rial, die nicht nur makellos intoniert, sondern auch über ein leuchtendes Timbre verfügt, das geradezu süchtig macht. Eine Aufnahme, wie sie nicht besser sein kann!“ (Wiener Zeitung, 26. März 2009)

Ein Glücksfall
„Nuria Rial, die schon für ihre beiden anderen Aufnahmen bei der Deutschen Harmonia Mundi, Händels „Riccardo Primo“ und „Duetti amorosi“, höchstes Lob der Fachpresse erhalten hat, ist längst mehr als ein Geheimtipp der Alten-Musik-Szene und singt auch hier mit hellem, klaren Timbre, Anmut und Wahrhaftigkeit, so, dass die formal nach einfachem Strickmuster gearbeiteten Arien zu leben beginnen und man sich nicht satt hört.
Zur zartstimmigen Sopranistin setzt die feurigere Margot Oitzinger den willkommenen Kontrapunkt, das L’Orfeo Barockorchester begleitet mit Elan und Gefühl – und mit einem Mal wird klar, warum Joseph Haydn auf seine Vokalmusik so stolz war.“ (Chris Tengel, Ö1 Apropos Oper, 26. März 2009)

„[…] die liebevollste Aufnahme zum Haydn-Jahr.“ (Stephan Bartels, Brigitte, 11. März 2009)

„Nuria Rial widmet sich den Einlagearien, die Haydn für die Opern anderer Komponisten, welche er bei Hofe aufzuführen hatte, schrieb. Sie tut dies mit den oben genannten Qualitäten durchaus reizvoll und charmant (sanfte Portamenti eingeschlossen), selten mal ein ganz klein wenig unsauber. Was Nuria Rial, die Zarte, an Feuer schuldig bleiben muss, das steuert zu diesem Programm Margot Oitzinger bei: Sie präsentiert mit ihrer angenehm dunklen, aber dennoch schlank geführten und vibratoarmen Stimme einige Einlagearien für Mezzosopran. Beide Sängerinnen werden vorzüglich begleitet vom L’Orfeo Barockorchester und Michi Gaigg, das flexibel genug ist, sich bei Nuria Rials Arien eher in sanfter Zurückhaltung zu üben und mit Margot Oitzinger kräftigere Akzente zu setzen.“ (Michael Wersin, Rondo 3/2009)

selection-musicora

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
3 Ouvertürensuiten für Blockflöte (2 Oboen), Streicher und B.c.
Carin van Heerden, Solistin und Leitung
(cpo 2006/2008)

Frische Brise
„[…] Carin van Heerden gleitet virtuos tänzerisch durch die technisch höchst anspruchsvollen Soli und präsentiert gemeinsam mit den Orchestermusikern einen frisch-lebendigen Musizierstil, der unmittelbar packt und mitreißt. Man spürt förmlich die Freude und Begeisterung – wie eine frische Brise bei Hamburgs Ebb’ und Flut.“ (Michael Wruss, OÖ Nachrichten, Klassik-Köpfhörer, 28. November 2008)

„Sehr schwungvolle, rhythmisch klug phrasierte Telemann-Musik, gespielt mit Hingabe und Begeisterung.“ (Pizzicato (Luxemburg), 1/2009)

„[…] In ihrer Stilkenntnis und hingebungsvollen, affektbetonenden Musizierhaltung wirkt die hier zu bewundernde Telemann-Lesart geradezu belebend. Bei aller historischen „Korrektheit“ und staunenswerten Versiertheit im Herausarbeiten verschiedener Instrumentenkombinationen kommt sie erfreulicherweise auch noch völlig undogmatisch daher. […] Kommt dann noch eine in allen Belangen überlegene Blockflötenvirtuosin wie Carin van Heerden dazu, so ist das Glück nahezu vollkommen. […] wie luftig und duftig Carin van Heerden und das von ihr geleitete Ensemble diese Musik voller französischer und italienischer Stilelemente ausarbeiten, davor kann man sich nur verneigen.“ (Christof Jetzschke, Klassik Heute, 1/2009 – 10 von 10 Punkten für Künstlerische Qualität, Klangqualität und Gesamteindruck)

Mustergültig
„Wer diese Produktion mit der gebürtigen Südafrikanerin Carin van Heerden als Solistin an der Flöte/Oboe und Dirigentin des renommierten L´Orfeo Barockorchesters hört, wird zustimmen: So, genau so muss Telemann klingen. Hier bekommt seine vielfach von volkstümlichen Klängen inspirierte Musik den richtigen Drive und zugleich die nötige Noblesse. […]“ (Sven Kerkhoff, Musikansich.de, 1/2009)

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Jean-Féry Rebel (1666-1747) Les Élémens, Symphonie de danse (1737/38)
Jean-Philippe Rameau (1683-1764) Suite aus Castor et Pollux (1737/54)
(Phoenix Edition 2007/2008 ∙ SACD – leider vergriffen!)

„The Orfeo Baroque Orchestra give a vibrant performance of the Rameau. Gaigg is a decisive leader who encourages her colleagues to brandish their bows and clip the dotted notes with breathtaking panache […] percussionist Rogerio Gonçalves provides wonderful rhythmic counterpoint. […] strikingly idiosyncratic performances.“ (Gramophone Magazine, Februar 2009)

„[…] So leichtfüßig, locker, ganz ohne „schulmeisterliche“ Haltung gehen derzeit nur wenige Ensembles mit solcher Musik um. Es ist Satz um Satz eine Freude, wie flink und alert da phrasiert wird, wie leicht der Ton ist, wie selbstverständlich die Musiker mit rhythmischen Pointen umgehen.“ (Reinhard Kriechbaum, Concerto Februar/März 2009)

„Les Élémens“ von Rebel durfte bereits mehrere Einspielungen erfahren: als erster gab sich 1973 das Orchester des ORTF unter André Jarve die Ehre, dann folgten Christopher Hogwood (1980), Marc Minkowski (1993), Reinhard Goebel (1995) […]
Michi Gaigg reiht sich mit ihrem L’Orfeo Barockorchester in diese illustre Schar mit Entschlossenheit und animierten Tempi ein, alle Herbheiten und klanglichen Metamorphosen der Partitur auslotend. Sie markiert deutliche Akzente, kostet Pausen aus, um nach und nach aus dem Chaos ein geordnetes Universum zu schaffen. Die von Rebel sehr differenziert instrumentierte Suite mit Tanzsätzen und Fantasiestücken, findet hier eine Interpretation vom Feinsten: die erste Loure, „La Terre et l’Eau“ überzeugt durch die ausgewogene Polarität von Gewicht und Leichtigkeit. Eine besondere Stärke des Orchesters ist die erstaunliche, starke Energiegeladenheit und eine volle und großzügige Klangentfaltung. Michi Gaigg versteht es aber auch äußerst subtil zu phrasieren und ganz außergewöhnlich vielfältige Klangfarben zu zaubern.
Die Orchesterausschnitte aus der Oper „Castor et Pollux“ (von Rameau zeitgleich mit Rebels Werk komponiert) zeugen zur großen Freude des Hörers von denselben Qualitäten.“ (Catherine Cessac, Diapason 11/2008 – Fünf Stimmgabeln)

„Im Anfang war das Chaos, und es muss fürchterlich geklungen haben. Jean-Féry Rebel setzte es 1737 ganz bildlich in Musik, indem er zum Auftakt seiner symphonie de danse „Les Élémens“ alle Töne gleichzeitig anspielen lässt – ehe er sie, wie die Elemente, „bestimmt von unabänderlichen Gesetzen ihren Platz einnehmen lässt, so ihnen nach der Ordnung der Natur vorgeschrieben“. Was für ein Effekt – der bis heute nichts von seiner Kraft eingebüßt hat. Das L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg kombiniert dieses musikalische Spektakel des französischen Spätbarock mit einer Suite aus Rameaus „Castor et Pollux“. Toll!“ (Carsten Fastner, Falter, 26. Juni 2008)

„Michi Gaigg und ihr L’Orfeo Barockorchester liebäugelten schon lange mit französischer Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Mit Klängen, die bei uns sicherlich noch nicht festgefahrenes Repertoire darstellen. Nun präsentiert das oö. Vorzeigeensemble seine Auseinandersetzung mit Jean-Fery Rebels „Les Eléments“ und Rameaus Suite aus „Castor et Pollux“. Und die ist mehr als gelungen. Impulsives Musizieren, phantasievolles Phrasieren, akribisches Herausarbeiten unterschiedlichster Affekte bringen diese faszinierende Musik frei ausschwingend auf den Punkt.“ 6 Sterne (von 6) (Michael Wruss, Klassik-Kopfhörer, OÖ Nachrichten, 10. August 2008)

„Wer diese CD unvorbereitet in den Player schiebt – ist ja nur Barockmusik, der wird einen Schock erleiden: Jean-Féry Rebel beginnt seine Ballettmusik mit einem diatonischen Cluster – jeder Ton der harmonischen d-moll-Skala erklingt gleichzeitig –, und das L’Orfeo Barockorchester lässt sich nicht dabei lumpen, diesen Aspekt auszukosten. Denn Rebels Darstellung der Elemente beginnt, gute sechzig Jahre vor Haydns Schöpfung mit der Darstellung von „Le Cahos“ [sic!]. Klangfarblich bunt und musikalisch effektvoll bleibt die Élémens-Suite auch im Folgenden, und auch bei Rameaus Castor et Pollux zeigt das junge österreichische Ensemble, wie beherzt und doch voller Finessen es aufspielen kann.“ (Wolfgang Fuhrmann, Partituren, September/Oktober 2008)

„[…] eine geradezu ideale Produktion, um Neulinge für die französische Musik zu begeistern, denn Schwung, prächtige Klangentfaltung und Enthusiasmus der Musiker wirken außerordentlich ansteckend […].“ (Christophe Huss, Classics Today France, 2. Oktober 2008)

hr2 CD-Tipp
Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656-1746)
Le Journal du Printemps op. 1 Augsburg 1695
(cpo 2005/2007)

„[…] auf ihrem unermüdlichen Zug durch die Gefilde der barocken Suite […] macht diesem Ensemble ja im Moment keiner etwas vor […]“ (Reinhard Kriechbaum, DrehPunktKultur, 28. Oktober 2009)

„Versailles am Oberrhein … Prunkstücke und zugleich längste Sätze sind stets die einleitenden Ouvertüren, ganz im französischen Stil verfasst. L’Orfeo spart dabei nicht mit heroischen Punktierungen und rasanten Fugentempi. … Das L’Orfeo Barockorchester mit seiner Konzertmeisterin Michi Gaigg spielt durchgängig auf hohem künstlerischen Niveau, wobei insbesondere der Streicherklang hervorgehoben werden soll. Fischers Journal stellt in dieser abwechslungsreichen und frischen Interpretation eine große Bereicherung auf dem Weg von Lully zu den Ouvertüren-Suiten Telemanns und Bachs dar.“ (Bernhard Schrammek, Concerto – Das Magazin für Alte Musik, Februar/März 2008)

„… Glücklicherweise ist die Interpretation erste Sahne und lässt sie keine Wünsche offen. Der unterschiedliche Charakter der einzelnen Sätze ist immer gut getroffen. Aus historischer Sicht eine wichtige Neuerscheinung, die musikalisch in jeder Hinsicht überzeugt.“ (Johan van Veen, Toccata – Alte Musik aktuell, März/April 2008)

„… Hier haben wir 26 Musiker auf historischen Instrumenten – sieben davon sind Bläser – und ein dezenter Perkussionsspieler (sogar mit Kastagnetten). Ein homogenes Ensemble, fein und stilsicher … ein unerschöpflicher Quell der Freude und ein höchst bedeutsamer Beitrag zum Plattenmarkt.“ (American Record Guide 1-2/2008)

„… L’ensemble L’Orfeo ne traite pas à la légère une musique qui pourrait se contenter de codes et de modes de jeu. Sur le plan dynamique, la phalange menée par Michi Gaigg trouve d’ingénieuses solutions pour vivifier une inspiration parfois conventionnelle – ou du moins perçue comme telle dans cet exercice artificiel et „moderne“ qui consiste à donner les huit suites à la queue-leu-leu. Une belle relecture du „style mêlé“ cher à toute L’Europe baroque, pour une réjouissante réponse au „style convenu“ qui menace quelques-uns de nos meilleurs orchestres.“ (Philippe Ramin, Diapason, 1/2008 – Fünf Stimmgabeln)“L’Orfeo Barockorchester offre une sonorité chaude et ample et bénéficie d’une remarquable prise de son. La façon dont le trio des hautbois se mêle aux cordes sans s’y fondre totalement est particulièrement savoureuse. Une belle surprise, et une contribution importante à l’histoire de la musique orchestrale allemande.“ (Philippe Gervais, La Scena musicale, 12/2007)

„Einfühlsam … Formal noch an Lully orientiert, gehen sie [die Orchestersuiten] inhaltlich deutlich über das Vorbild hinaus, was die Themenverarbeitung und Linienführung betrifft. Mit ihrer kenntnisreichen und zugleich einfühlsamen Interpretation erweist Michi Gaigg sich als eine rundum überzeugende Anwältin dieser Musik. Ihr gelingt es vorzüglich, sowohl die unterhaltsamen Aspekte der Tänze als auch die reiche Atmosphäre der Ouvertüren und Passacaillen zur Geltung zu bringen.“ (Matthias Hengelbrock, Fono Forum, 11/2007 – Musik *****)

„Michi Gaigg in französischer Manier … Von der Prinzipalin Michi Gaigg vom Pult der ersten Violinen (frz.: Dessus) aus geleitet, bringt das Orfeo Barockorchester Suiten im französischen Stil vom badischen Kapellmeister J.C.F. Fischer zum Tanzen. Der Orchesterapparat ist historisch informiert aufgestellt, die prachtvolle Musik, Le Journal du Printemps, gedruckt 1695, wird abwechslungsreich und lebendig interpretiert. Entdeckenswert.“ (Heinz Rögl, Die Bühne, 10/2007)

„… Schwungvoll und farbenprächtig musiziert vom L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg. Eine Entdeckung.“ (Judith Schmitzberger, Kurier, 23. September 2007)

„… Präzise und höchst beschwingt gespielt vom Orfeo Barockorchster unter der Leitung von Michi Gaigg. … Seit vielen Jahren zählt sie mit ihrem Orchester zu den führenden Spezialisten für die Musik der Barockzeit. … die wohlgeratene Neuaufnahme unter Michi Gaigg wird bestimmt nicht nur den Freunden des musikalischen Hochbarocks willkommen sein.“ (hr2 CD-Tipp, 9/2007)

„Krieg und Liebe: Es muss doch Frühling werden! All jenen, denen die heraufziehende Jahreszeit das Gemüt verdunkelt, sei zu „Le Journal du Printemps“ geraten, dem Frühjahrs-Tagebuch, das Johann Caspar Ferdinand Fischer, „Hochfürstlicher marggräfl. Baadischer Capellmeister“, im Jahre 1695 als Opus 1 vorgelegt hat. Es handelt sich um eine Sammlung von acht Orchestersuiten, nach französischem Vorbild an die orchestralen Verhältnisse des Hauses Baden-Baden angepasst. Um die Geschmäcker noch mehr zu vermischen, geben die Dirigentin Michi Gaigg und ihr L’Orfeo-Barockorchester sieben Suiten in österreichischem Tonfall wieder: nicht so kratzbürstig-keck wie die meisten nördlicheren Barockensembles, dafür mit weichem Klang und samtpfötiger Rhythmik. Und natürlich finden sich im holden Frühling die Paare allenthalben zum Tanz, in Gavotte und Bourrée, Courante und Sarabande, in der „Air des Combattans“ aber wird auch zur Schlacht gerufen. Manchmal liegen Liebe und Krieg nicht weit auseinander.“ (Wolfgang Fuhrmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Oktober 2007)

„Michi Gaigg und das L’Orfeo Barockorchester haben sich Fischers keineswegs provinziell anmutender Musik mit Feuereifer gewidmet. Die Aufnahme zeichnet sich durch Temperament und Frische aus […]. Einen sehr positiven Eindruck hinterlassen die zahlreichen schönen Holzbläsersoli, seien es die beiden flûtes douces in der Plainte der zweiten Suite oder später weitere Soli von Oboe und Fagott. […] Wie immer bei cpo klanglich bestens eingefangen und mit einem informativen Beiheft versehen, ist diese Aufnahme jedem Liebhaber von Barockmusik wärmstens zu empfehlen.“ (Heinz Braun, Klassik heute, 10/2007)

„Le ‚Orfeo Barockorchester‘, sous l’impulsion de son premier violon Michi Gaigg, nous livre ici une interprétation haute en couleurs, pleine de verve et de vitalité. Côté technique, cette production ne laisse rien à désirer et comble le mélomane le plus exigeant.“ (Pierre Schwickerath, Pizzicato (Luxemburg), 11/2007 – Supersonic Award)

selection-musicora
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Complete Violin Concertos Vol. 2
Elizabeth Wallfisch
(cpo 2004/2006)

„Elizabeth Wallfisch und das L’Orfeo Barockorchester widmen sich Telemann mit einer Hingabe und einer Verve […] so dass die CD wie überhaupt dieses ganze Gesamteinspielungsprojekt jedem Freund der Barockmusik unbedingt zum Sammeln empfohlen werden kann.“ (klassik heute 01/2007)

„Eigentlich ist so ein Klangerlebnis ja ein Paradoxon: Höchste technische Präzision und extrem klare Konturen auf der einen Seite. Samtweiche Klangfülle, tief emotionales Melos sowie süffige, tänzerische Leichtigkeit auf der anderen.“ (Oberösterreichische Nachrichten 04/2007)

„[Elizabeth Wallfisch] gibt der Musik Telemanns Atem und Leben und wird dabei brillant und temperamentvoll vom L’Orfeo Barockorchester unterstützt. Die Musiker, bei denen Michi Gaigg wie immer am ersten Pult sitzt, aber die Leitung für diese Aufnahme wieder an Wallfisch abgegeben hat, fegen wie ein Sturmwind durch schnelle Sätze und gestalten die die langsamen Sätze unnachahmlich gefühlvoll, manchmal geradezu meditativ versunken, wobei Wallfischs Violinstimme wie ein Hauch über allem schwebt.“ (Concerto – Das Magazin für Alte Musik August/September 2007)

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Mödlinger Tänze – Kontretänze – Deutsche Tänze – Menuette
(cpo 2004/2006)

„[Beethovens] Tänze tragen in ihrem schwungvollen, mitreißenden Charakter eine auffällig persönliche Note und nicht ohne Grund begegnen uns einige davon in den „großen“ Werken des Meisters wieder. Das L´Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg gibt auf Originalinstrumenten diesen Werken ihren unwiderstehlichen Charme zurück. Eine Entdeckung!“ (cpo 5/2006)

„Angespornt von Michi Gaigg serviert das Ensemble die munteren Kleinigkeiten schwungvoll und witzig mit viel Lust am Akzentuieren kleiner Beethovenscher Widerborstigkeiten.“ (klassik heute 6/2006)

„Die Mödlinger Tänze sind eine jener Werkfolgen, in denen sich das Nebeneinander und die Entwicklung in der Tanzmusik der Epoche besonders sinnenreich spüren lässt. Schnell gedrehte Walzer und vergleichsweise „artige“ Menuette, die Beethoven freilich nicht als althergebrachte Tanzmeistermusik desavouierte. Ein jedes hat seinen eigenen Charme, seinen eigenen Drive – in Michi Gaiggs unaufdringlich-spielerischen Wiedergaben scheint diese Bewegung immer aus dem Pulsschlag der Musik selbst zu kommen.“ (DrehPunktKultur 7/2006)

„Hintersinnig, frech, witzig, vif und ein klein wenig unverschämt spielt Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo Barockorchester Tänze des jungen Beethoven und unterwandert die genretypische Behäbigkeit dieser „Unterhaltungsmusik“ mit liebevoll ironischer Zuspitzung, genauso wie einst der Komponist aus Bonn.“ (Falter 8/2006)

„Michi Gaigg animiert das Ensemble zu gelöstem, unforciertem Spiel. Historische Instrumente garantieren ein Klangbild von schlackenloser Transparenz. Die Gangart ist flott, aber nicht hastig. Die Tempi werden sinnvoll entwickelt. Wie Sforzati zwanglos in die Kontinuität der Phrasen eingebunden, Dissonanzen süffig ausgekostet werden, ohne die haydnnahe Verbindlichkeit dieser Musik zu gefährden – das zeigt die hohe Kunst dieses Ensembles. Auch für Heiterkeit ist gesorgt, zumal durch die deftigen Einwürfe des überaus gewitzten Fagotts.“ (klassik.com 11/2006)“ … Als Alternative: 40 Tänze von Beethoven mit dem L’Orfeo Barockorchester. Dessen Leiterin Michi Gaigg schwört auf Originalklang und seine Vitalität, vermag damit auch zu überzeugen.“ (Karl Löbl, „Österreich“ 12/2006)

„Hymnische Kritiken begleiten die Auftritte und CD-Einspielungen des L’Orfeo Barockorchesters unter seiner mitunter auch geigenden Dirigentin Michi Gaigg. Ihre Interpretation von Beethovens „Mödlinger Tänzen“ vereint satten Klang, herrliches Musizieren und duftige Beschwingtheit, bestens geeignet für Fans des „klassischen“ Hörens.“ (Oberösterreichische Nachrichten 12/2006)

Internationale Barocktage Stift Melk 2006
BONUS TRACK W.A. Mozart „Exultate, jubilate“ KV 165
Nuria Rial, Sopran
(ORF Edition Alte Musik 2006/2007 ∙ SACD LIVE)
Internationale Barocktage Stift Melk 2004
Werke von Händel, Aufschnaiter und Muffat
Nuria Rial, Sopran
(ORF Edition Alte Musik 2004)
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hr2 CD-Tippselection-musicora
Josef Myslivecek (1737-1781)
Symphonies & Overtures
(cpo 2003/2004 ∙ 2 CDs)

„Die „Atmosphäre“ des Bühnenstücks wird vorweggenommen, was das L’Orfeo Barockorchester neben kämpferischen Tönen auch zu subtilen Stimmungsschilderungen verlockt. Ein Tip zum Einhören: die festlichen Klänge des L’Olimpiade-Vorspiels.“ (klassik heute 11/2004)

„Mit der Einspielung von Sinfonien und Ouvertüren des Böhmen Josef Myslivecek leistet das famose L’Orfeo Barockorchester seinen unwiderstehlichen Beitrag zur Auferstehung des Mozart-Zeitgenossen aus des finsteren Grüften des Vergessens. Klanglich und satztechnisch voller Raffinesse präsentieren sich diese Werke in der vitalen Einspielung als süchtig machende Musikpralines.“ (WDR 3, 12/2004)

„… bleibt noch zu sagen, dass das L’Orfeo Barockorchester in seiner gewohnt kraftvollen und impulsiven Spielweise den Werken ihr verlorengegangenes Feuer, Energie und Leben zurückgibt.“ (Diverdi (Madrid) 1/2005)

„Das L’Orfeo Barockorchester spielt mit aufregender Klarheit. Nehmen Sie beispielsweise die kräftigen und schwungvollen Hörner im Finale der Nr. 3 in F-Dur, lebendig und gespickt mit starken Akzenten! … Das Ensemble mit Originalinstrumenten spielt mit Fantasie und Sorgfalt. Dieser wertvollen CD liegt ein informatives Heft bei. Die klare Akustik wirkt weder zu kalt noch zu hallig.“ (www.musicweb-international.com 1/2005)

„Wenn Orchestermusik des späten 18. Jahrhunderts Ihr Ding ist, sehen Sie zu, dass Sie das hier nicht verpassen.“ (Early Music Review 2/2005)“… kaum zu glauben, diese Ähnlichkeit! Sogar jedem musikalschen Amateur wird es auffallen: die Musik auf dieser Doppel-CD atmet die Seele Mozarts. Wobei es in Wahrheit ja umgekehrt der Fall ist. Schließlich war der Komponist Josef Myslivecek bereits 19 Jahre alt, als W.A. Mozart das Licht der Welt erblickte … das L’Orfeo Barockorchester mit gewohnter Spiel-Lust und Virtuosität … ein weiteres akustisches Kleinod des mehrfach preisbedachten Orchesters …“ (Oberösterreichische Nachrichten 3. Februar 2005)

„… Michi Gaigg und ihr Orchester verfolgen interpretatorisch einen Weg des kontrastreichen, frischen, plastisch durchformuliereten und formal anschaulichen Musizierens …“ (Salzburger Nachrichten 19. März 2005)

„… un album savoureux, qui nous met l’eau a la bouche …“ (Diapason (Paris) 04/2005 – 5 Stimmgabeln)

„Diese Aufnahme ist wirklich erstklassig. CPO bietet einen klaren Klang und ein umfassendes Beiheft.“ (American Record Guide 6/2005)

„Der Ensembleleiterin Michi Gaigg ist es gelungen, sich in den sehr persönlichen Stil des Komponisten einzufühlen. Sie versteht es perfekt, in packender Darstellung den Operndramatiker Myslivecek hervorzukehren, weiß aber auch seinen lyrischen Seiten einfühlsam die Stärken abzugewinnen … Da ist ihr eindeutig eine musikalische Großtat gelungen.“ (Concerto – Das Magazin für Alte Musik Juni/Juli 2005)

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Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Complete Violin Concertos Vol. 1
Elizabeth Wallfisch
(cpo 2002/2004)

„Das L’Orfeo Barockorchester unterstützt Wallfisch einfühlsam. Die CD verspricht viel Gutes für die verbleibende Aufnahmen in dieser Reihe. Der Aufnahmeklang ist optimal.“ (International Record Review 9/2004)

„Die CD-Reihe wird ein neues kleines Juwel in der cpo-Krone sein.“ (klassik.com 9/2004)

„Elizabeth Wallfisch und ihre Mitstreiter verstehen es überaus glücklich den Charme und die menschliche Wärme in Telemanns Musik zu erwecken. Zudem loten sie seine Geläufigkeit in allen damaligen Musikstilen undendlich facettenreich aus. … Das L’Orfeo Barockorchester geleitet die blendend aufgelegte Solistin mit traumwandlerischer Sicherheit und durch alle Tiefen und Untiefen der Partitur, Wallfisch wiederum zeigt ihre ganze Klasse in Arpeggioketten, Skalengängen, Sechzehnteltriolen und polyphonem mehrstimmigen Spiel. – Welch ein vielfarbiger Mikrokosmos bereits in den ersten 10 Minuten! … Die nächsten Folgen des Projekts darf man mit großer Spannung erwarten und sich bis dahin an dieser vorzüglichen Produktion erfreuen.“ (Concerto – Das Magazin für Alte Musik Oktober/November 2004)

Leopold Mozart (1719-1787)
Symphonies
(cpo 2002/2003)

„Wer Leopold Mozart nur als den ehrgeizigen, hochmütigen und belehrenden Vater seines Sohnes kennt, der wird spätestens bei der Bekanntschaft mit dieser CD alle Vorurteile fallen lassen. Denn das L’Orfeo Barockorchester beschert seinen Hörern eine gute Stunde der vergnüglichsten musikalischen Kurzweil, fein phrasiert mit temperamentvoller Virtuosität, mit ursprünglichem Sinn für das Komödiantische und ohne Scheu vor der Burleske …“ (Klassik heute 2/2004 – mit der Höchstwertung von 10 Punkten in allen Kategorien: Künstlerische Qualität, Klangqualität, Gesamteindruck)

„In gelungener Balance zwischen derbem Zupacken und klangschönem Musizieren klingen die Werke sehr vital und einfallsreich. Herrlich weich vermögen die vier Hörner in der Jagdsinfonie zu spielen, aber auch gemäß der Anweisung des Komponisten da und dort kräftig zu schmettern. Geradezu apart klingt die Bauernhochzeit mit Dudelsack, Hackbrett und Drehleier … Die frische, durchsichtige und virtuose Wiedergabe durch das L’Orfeo Barockorchester nimmt für sich ein.“ (klassik.com 5/2004)

„Gaigg und das Orchester spielen wirklich umwerfend. Die CPO-Aufnahme ist erstklassig und das Beiheft hervorragend. Der Klang ist ausgezeichnet.“ (American Record Guide 6/2004)

„Insgesamt ein wunderbar launiges Stück, brillant dargeboten und angenehm unakademisch in seinem besonderem alpinen Kolorit, für den einzelne Musiker mit übermütigen Rufen, Juchzern und Pfiffen sorgen.“ (Concerto – Das Magazin für Alte Musik 6/2004)

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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
The Concert Arias for Tenor
Christoph Prégardien
(cpo 2001/2002)

„… Das helle Timbre, der Fluss seines [Christoph Prégardiens] Legatos sind wirklich bewundernswürdig; Farbigkeit wie auch Wahrhaftigkeit der musikalischen Gestik unübertrefflich. … Dazu trägt maßgeblich auch die akkompagnierende Violinistin Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo Barockorchester bei … ein scharfgeschneidertes und leidenschaftliches Mozartspiel.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung 1/2003)

„Der lyrische Tenor Christoph Prégardien packt mittels Text dramatisch zu. Das L’Orfeo Barockorchester kultiviert dazu den etwas spröden, aber warmen Darmsaiten-Klang.“ (radiomagazin 2/2003)

„Interpretation und Klang mit der höchsten Auszeichnung bewertet.“ (Fono Forum 3/2003)

„Prégardien singt die Musik mit gewohnter Hingabe und Stilgefühl. Die Phrasierung strahlt Eleganz und Wärme aus. Das L’Orfeo Barockorchester ist ein waches und aufmerksames Ensemble das hervorragend begleitet. Hohe Aufnahmequalität sowie ein detailliertes Beiheft.“ (International Record Review 4/2003)

„Eine superbe Mozart-Arien-Aufnahme.“ (Salzburger Nachrichten 4/2003)“Die Leistung aller Beteiligten und Ausführenden verdient großes Lob, denn dies ist eine ausgesprochen überzeugende Einspielung geworden.“ (Toccata 07/ Sept-Oct 2003)

„Zur kleinen Sensation der Aufnahme geraten aber auch die beiden Instrumentalwerke … Die erste Sinfonie, die Wolfgang noch als Kind schrieb, ist in solcher Form und Intensität wohl noch nie auf Tonträger gebannt worden. Michi Gaigg ergänzt die angegebene Instrumentation korrekterweise um ein Fagott und verleiht dem etwas rätselhaften Mittelsatz, einem Andante in c-Moll, damit eine völlig neue Prägung. Denn das Holzblasinstrument im Bass bringt eine Art beängstigendes Klopfen in die Musik, das heutige Hörer an die Szene des Komturs im Don Giovanni gemahnt. Ein genialer Kniff, der dank eines Berichts von Wolfgangs Schwester Nannerl sogar autobiograpisch interpretiert werden kann … Michi Gaiggs gelungene Interpretation verführt geradezu zu solchen Spekulationen. Umso faszinierter kann man der Musik in dieser hervorragenden Interpretation folgen.“ (Concerto – Das Magazin für Alte Musik 6/2004)

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Anton Fils (1733-1760)
Symphonies
(cpo 2000/2002)

„… Die Musiker des L’Orfeo Barockorchesters agieren mit Stilgefühl, Eleganz und Liebe zur Sache. … Dem Zuhörer werden auf dieser CD 70 abwechslungsreiche Minuten geboten, die er der Phantasie des Komponisten und dem Einfühlungsvermögen der Interpreten gleichermaßen zu danken hat …“(Klassik heute 7/2002)

„Das L’Orfeo Barockorchester geht diese Stücke mit großer Verve an und sitzt dabei auf der Stuhlkante: Wichtiger als ein ästhetischer Streicherklang ist ihm offenbar das feurige Temperament und das starke Selbstbewusstsein dieser Musik zum Ausdruck zu bringen.“ (Fono Forum)

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Johann Christian Bach (1735-1782)
Salve Regina
Emma Kirkby, Sopran
Markus Schäfer, Tenor
(cpo 1999/2001)

„… Johann Christian Bach konvertierte mit 20 Jahren in Mailand zum Katholizismus, eine Sünde, die man ihm in der protestantischen Heimat nicht so leicht vergeben konnte. Ein Ergebnis dessen ist jenes hinreißende „Salve Regina“, das das L’Orfeo Barockorchester und Emma Kirkby erstmals eingespielt haben. Hätte seine Verwandtschaft diese CD gekannt, dem Abtrünnigen wäre umgehend vergeben worden.“ (Falter 20/2001)

„… eines der derzeit besten Barockorchester …“ (SWR 2 6/2001)

„… alle drei Werke werden hier mit schlankem Ton, nuancierter Artikulation und uneitler Virtuosität so gelungen interpretiert, dass nunmehr ein überzeugendes Plädoyer für den Katholiken Johann Christian Bach vorliegt.“ (Klassik heute, 7/2001)

Classics Today
Ignaz Holzbauer (1711-1783)
Five Symphonies
(cpo 1998/1999)

„… die Sinfonien von Ignaz Holzbauer, einem der bedeutensten „Mannheimer“, bestechen durch spielerischen Elan und originellen Ideen … Michi Gaigg differenziert gekonnt und mit nötigen Elan, das L’Orfeo Barockorchester läuft zu Höchstform auf.“ (Fono Forum 3/2000)

„… diese fünf Sinfonien sind es wert, öfter gespielt zu werden, zumal, wenn sie so glutvoll dargeboten werden wie von Michi Gaigg und dem L’Orfeo Barockorchester: Kompromißlose Phrasierungen, phantastische dynamische Schattierungen, das macht diese auch klanglich tadellose CD spannend bis zum letzten Ton der Es-Dur Sinfonie.“ (Klassik heute 4/2000)

„… Das L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg zeigt auch dem heutigen Hörer, was den Ruhm des Mannheimer Orchesters einst ausmachte …“ (Salzburger Nachrichten 4/2000)

„… Hier wird weder dem Komponisten noch den Musikern etwas geschenkt. Diese kompromisslose Gangart führt zu einer der erfreulichsten Aufnahmen des vergangenen Gedenkjahres zum 200. Todestag Kurfürst Carl Theodors von der Pfalz …“ (Concerto – Das Magazin für Alte Musik 5/2000)

„Michi Gaigg entlockt den Sinfonien Geschmacksnoten mit starken und pikanten Akzenten. Dieser Holzbauer wird Sie nicht enttäuschen. Wärmstens empfohlen.“ (Fanfare 5/2000)“Lebhaft phrasierende Gestaltung und Variabilität der Klangfarben – bis hin zur gelegentlichen Verwendung eines Hackbretts (Salterio) als Continuo-Instrument!“ (Salzburger Nachrichten 4/2003)

Georg Christoph Wagenseil (1715-1777)
Five Symphonies
(cpo 1997/1999)

„… [Wagenseils] Musik kann sich aber hören lassen, zumal wenn sie so hinreißend gespielt wird, wie vom L’Orfeo Barockorchester …“ (SR 2 Kultur 6/99)

„Lebendige und messerscharfe Wiedergabe, eine CD zum weiterempfehlen.“ (The Telegraph 6/99)

„Beautifully played.“ (BBC Music Magazine 7/99)

„Excellent band, excellent sound.“ (Fanfare 12/99)

Stern des Monats
Benedict Anton Aufschnaiter (1665-1742)
Serenaden aus Concors discordia op. 2 Nürnberg 1695
(cpo 1996/1997)

„Im vorliegenden Fall ist den Produzenten ein großer Coup gelungen: So gute und originelle Barockmusik gab es schon lange nicht mehr auf dem Plattenmarkt zu entdecken. Der kompositorischen Qualität werden Michi Gaigg und das L’Orfeo Barockorchester in höchstem Masse gerecht … interpretatorisches Selbstbewusstsein und Hingabe an die Musiker stehen hier in einem optimalen Verhältnis …“ (Klassik heute 1/98)

„Attraktiv-vielseitige Hofmusik, die französische Suiten- und italienische Concerto grosso Elemente aufnimmt und in erstaunlicher Kunstfertigkeit miteinander verbindet. Packend musiziert!“ (Fono Forum 2/98)

„… L’interpretation de L’Orfeo Barockorchester est d’un grand raffinement …“ (Diapason de musique 7/98)

„… lebendige Aufführungspraxis, die den Geruch papierner Forschungsarbeit längst hinter sich gelassen hat … musikantisch inspirierte Wiedergabe des exzellenten L’Orfeo Ensembles …“ (Das Orchester 1/99)