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Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
Orchestersuiten aus:
Zais, ballet héroique (1748) &
Hippolyte et Aricie, tragédie en musique (1733, 1742, 1757)
L’Orfeo Barockorchester
Leitung: Michi Gaigg
(Capriccio / Crystal Classics, 2011)
Detailversessen
[...] Diese Musik ist ein Terrain, auf dem sich die Qualitäten des L’Orfeo Barockorchesters optimal darstellen lassen. Die Ouvertüren und zahlreichen Tanzsätze der beiden Suiten mit ihrem für die damalige Zeit üppigen Klangfarbenreichtum werden vom dem in Linz beheimateten Ensemble kongenial zum Klingen gebracht.
Inzwischen ist ja auch L’Orfeo weit über die Barockzeit hinaus bis zu Schubert vorgedrungen, und so verbinden sich in ihrem Spiel barocke Akzentuierungen und markante Tanzrhythmik mit einem hohen Maß an Klangsinnlichkeit, wobei Letztere insbesondere Sätzen wie der das Chaos vorstellenden Ouvertüre zur Zaïs-Suite zugutekommt. Nicht nur ist Rameau in dieser Musik seiner Zeit voraus, seine Interpreten folgen ihm auf diesem Weg. Höfische Eleganz, nahezu folkloristische Bodenständigkeit und eine gute Portion kompositorischer Vision und Finesse geben sich in diesen Suiten ein Stelldichein, und das L’Orfeo Barockorchester unter der kenntnisreichen Leitung von Michi Gaigg beleutet alle diese Facetten mit gleicher Intensität.
(Fono Forum, Arnd Richter, Juli 2011)
[...] Michi Gaigg und ihre „orpheischen“ Mitstreiter gehen in beiden Suiten mit einem tänzerischen Elan, einer rhythmischen Präzision und Klarheit zu Werke, dass man sofort angesteckt wird von ihrer Spielfreude und gar nicht genug bekommen kann von diesen raffinierten, kurzweiligen Orchesterminiaturen, die uns die ganze Pracht und das Lebensgefühl einer längst vergangenen höfischen Kunstform nahebringen. Das lichte, transparente und detailreiche Klangbild passt sehr gut zur „Klarheit“ der Musik.
(Attila Csampai, HIFISTATEMENT netmagazine, 15. Juni 2011 / stereoplay 26. Mai 2011)
Emanzipation der Bläser
Mit Jean-Philippe Rameau begann die Geschichte der Symphonie: Jordi Savall und Michi Gaigg mit zwei neuen CD-Produktionen seiner Instrumentalmusik.
[…] Obwohl Paul Bekker in seinem zum Klassiker gewordenen Buch “Das Orchester” von 1936 dessen Geschichte erst mit Joseph Haydn beginnen ließ, kam er nicht umhin, einzuräumen, dass Rameau schon um 1750 die Orchesterbesetzung verwendete, “mit der Beethoven fünfzig Jahre später arbeitete”. […] Rameau geht es um den Klang in all seinen Mischungen als Mittel der Differenzierung musikalischer Gedanken und um architektonische Gliederung durch Farbwechsel. Das ist symphonische Arbeit avant la lettre und Intelligenz ohne Worte. Man wundert sich da ganz und gar nicht mehr, dass Mozart seine wichtigsten Impulse zur Emanzipation der Bläser im Orchestersatz aus dem Paris-Aufenthalt von 1777 und 1778 bezog, wo auch seine verschollene Sinfonia concertante für Flöte, Oboe, Horn und Fagott entstand. Bereits Rameau hatte die Bläser davon befreit, die Streicher nur zu verstärken oder ihnen lediglich kurze Glanzlichter aufzusetzen.
Im Klangbild unterscheiden sich Savall und Gaigg stark. Während Savall durch reich ausdifferenzierte Mittelstimmen einen erdig-warmen Ton erzeugt, zielt die Österreicherin mit stark betonten Flöten und Violinen in die Höhe. […] Michi Gaigg liebt es strenger, silbriger, höfischer. Aber auch sie trifft die Zwischentöne, etwa in der “Ritournelle” aus “Hippolyte et Aricie”. Dieses Fugato verdreht, wie später mancher Kanon von Schumann, Grazie und Tapsigkeit so ineinander, dass sie unentwirrbar sind, aber dem Herzen nahe.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Brachmann, 8 September 2011)
[…] auch auf Michi Gaiggs neuer CD gehen historisch informierte Lesart, leidenschaftlicher Ausdruck und rhythmischer Schwung eine ideale Symbiose ein.
(RBB Kulturradio - CD der Woche, Jan Ritterstaedt, 6. Juni 2011)
Musik ohne Effekthaschereien
[...] 1748 hat Rameau dieses Ballett [Zais] geschrieben, [...] hat sorgfältig Klangkontraste gesetzt, die das L’Orfeo Barockorchester mit seinem kräftig zupackenden Musizierstil auskostet [...].
(hr2 kultur CD-Tipp, Christiane Schiemann, 24. Mai 2011)
„Diese Oper enthält genügend Musik, um daraus zehn zu schaffen.“, soll ein Zeitgenosse über Jean-Philippe Rameaus erstes Bühnenwerk „Hippolyte et Aricie“ gesagt haben, das der Komponist immerhin erst mit 50 Jahren vorgelegt hat. Der Übernacht-Erfolg war für den aus einer Organistenfamilie stammenden Rameau genauso überraschend wie gewinnbringend. Das Bühnenwerk enthält herabschwebende Götter, Szenen aus der Unterwelt oder aus bösen Träumen und Stürme. Um Rameaus ballettlastige Musikdramen auch musikalischen Ohren von heute zu präsentieren, dazu bedarf es Frische, einer umwerfenden Spielleidenschaft, klanglichen Farbenreichtums und tänzerischer Leichtigkeit. Michi Gaigg und ihr L’Orfeo Barockorchester beweisen mit dieser Einspielung der Orchestersuiten von „Hippolyte et Aricie“ und „Zais“, dass sie genau die Richtigen dafür sind.
(MDR Figaro, CD-Empfehlungen, Beatrice Schwartner, 16. Mai 2011)
[…] Hier spielt das Linzer Barockorchester L’Orfeo unter seiner Primaria Michi Gaigg aber auch wieder edelst und verliebt in die vielen Details, die die meisterliche Musik unter der glänzenden Oberfläche verbirgt. 15 Jahre besteht das Ensemble nun, hat so ziemlich alles an Preisen eingeheimst, was es gibt, und zeigt sich kein bisschen saturiert. Rameau mit seinen Orchestersuiten, die zum Tanz einluden oder Schauspiele dekorierten, klingen frisch wie selten. Und wenn’s gewittert oder gar Furien wüten, erschauert man in wohlingem Amüsement.
(Aachener Nachrichten, Armin Kaumanns, 7. Mai 2011)
Klang- und Körperbetont
Eine Rameau-Kreation mit deutsch-italienischem Zungenschlag! Das österreichische L’Orfeo Barockorchester hat unter der Leitung seiner ersten Violinistin Michi Gaigg eine rhythmische pointierte und kraftvoll artikulierte Einspielung zweier Opernsuiten vorgelegt. […]
Vor allem der packende Zugriff der kräftig besetzten, virtuos aufspielenden Streicher verleiht den Sätzen Energie und Schwung; auch in den langsamen Stücken spürt man die Spannung. Typisch französisch: Ober- und Unterstimmen dominieren. Der brillante, körperhafte Ansatz des Ensembles betont diese Gewichtung noch, ohne dass es aufdringlich wirken würde. […]
(Musikanisch.de, Georg Henkel, Mai 2011) |
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Christoph Willibald Gluck (1714-1787)
Five Symphonies
L’Orfeo Barockorchester
Leitung: Michi Gaigg
(cpo, 2011)
Glück mit Gluck
[...] Die Musiker von L’Orfeo wissen auch diesmal wieder mit ihrem Spiel, ihren effektvollen dynamischen Abstufungen, ihren frischen Tempi und dem historisch informierten Sound mitzureißen. Besonders die Holzbläser, allen voran die beiden Hörner, können in diesen Stücken mit ihrer Tongebung und Artikulation glänzen. Der Klang der wenig mehr als einem Dutzend Streicher ist in den schnelleren Passagen kristallklar, lebendig und durchsichtig, in den ‘Andante’-Abschnitten von schlichtweg schöner, runder Klangentfaltung. Deutlich charakteristisch für das Klangbild von L’Orfeo ist das prägnante Cembalo-Continuo Eugène Michelangelis. Der rhythmische Duktus der Sinfonien ist für L’Orfeo auf natürliche Weise immer wieder das vorantreibende Element, ohne dabei in Überpräsenz zu verfallen. Der Charakter dieser CPO-Einspielung, die man gerne wiederholt auflegt, steht in einer Reihe jener unverbrauchten Musikwiederentdeckungen des 18. Jahrhunderts, die durch ihre Frische, ihre teils überschäumende Musizierfreude und die Erkenntnis zu überzeuge wissen, dass es fernab des etablierten Repertoires noch viel Lohnendes zu entdecken gibt.
(klassik.com, Frank Fechter, 24. Juni 2011)
Gluck oder nicht Gluck, das ist keine Frage
- und das gilt nicht nur für den Sammler von klassischen Raritäten. Bei nicht allen der fünf Symphonien ist Christoph Willibald Glucks Urheberschaft zweifelsfrei gesichert, aber man kann sich denken, dass er nicht ungerne zum Urheber erklärt worden wäre, hätte er diese Aufnahme des L’Orfeo Barockorchester unter der anscheinend hoch motivierend wirkenden Michi Gaigg gehört.
Die MusikerInnen lieben Gluck und Gluck liebt sie zurück. Kantig und akzentuiert, aber auch voller Freude an der Kantilene und mit einem Herz für Details präsentiert sich das oberösterreichsche Ausnahmeensemble auf seiner aktuellen CD.
(Ö1 bis zwei - Radio Ö1 CD des Tages, Helmut Jasbar, 10. Juni 2011)
[…] Herzhaft widerlegt Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo Barockorchester das Urteil des renommierten deutschen Musikhistorikers Ludwig Finscher, Christoph Willibald Gluck sei als Instrumentalkomponist „ziemlich angepasst, kaum originell, geschweige denn revolutionär.” […]
Die kompositorische Qualität, der Abwechslungsreichtum und die emotionale Tiefe der hier aufgenommenen Werke sprechen jedenfalls für sich und widerlegen klar die These von der mangelnden Originalität. Über alle Zweifel erhaben ist jedenfalls die herausragende interpretatorische Qualität. Das L’Orfeo Barockorchester musiziert mit feurigem Temperament, differenzierter Dynamik, prägnanter Artikulation und erheblicher Virtuosität […].
(Kleine Zeitung, Ernst Naredi-Rainer, 6. Juli 2011)
Das L’Orfeo Barockorchester erweckt seine [Glucks] Instrumentalmusik zu neuem Leben. Stilsicher, fein artikuliert, ausgewogen in der Balance und mit Entdeckerfreude. Besonders schön ist die Fuge aus der Sinfonie in F-Dur.
(Radio Stephansdom - CD der Woche 26/2011, Maila von Haussen, 25. Juni 2011)
[...] Die Aufnahme dieser Westentaschensinfonik, mag sie nun in einzelnen Fällen gesichert oder ungesichert sein, ist editorisch so hübsch geraten wie musikalisch. Wieder einmal sitzt das Barockorchester L’Orfeo der temperamentvollen Oberösterreicherin Michi Gaigg auf der Stuhlkante, sind die akzentuierten Sprungfedern aufs feinste gespannt und allerlei „Kurtzweiligkeiten” garantiert [...].
(Klassik Heute, Rasmus van Rijn, 25. Mai 2011)
There’s some question as to whether or not all of these works are by Gluck, but it doesn’t matter. The music is unfailingly enjoyable, the performances vigorous and full of life [...] L’Orfeo plays on period instruments with results that are well above average. The winds, horns especially, are pretty terrific, and they have some impressive solo licks. The string ensemble is clean and the tone generally attractive [...] This is an important addition to the Gluck discography and definitely worth the collector’s attention.
(Classics Today, David Hurwitz, 9. Mai 2011) |
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Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe
Oper in drei Akten TWVW 21:18
Orasia - Dorothee Mields, Sopran
Orpheus - Markus Volpert, Bariton
Eurydice - Ulrike Hofbauer, Sopran
Eurimedes - Christian Zenker, Tenor
Ismene - Barbara Kraus, Sopran
Pluto - Reinhard Mayr, Bass
Cephisa / Priesterin - Marelize Gerber, Sopran
Ascalax / 2. Nymphe - Julie Comparini, Alt
L’Orfeo Barockorchester
Dirigentin: Michi Gaigg
(deutsche harmonia mundi / Sony Music, 2011)
Beständige Liebe
[...] Bereits 1994 hat René Jacobs dieses Werk in Berlin aufgeführt und anschließend bei Harmonia mundi France aufgenomnen.
Im Vergleich zu dieser mit vielen Extras aufgebrezelten Version wirkt
Michi Gaiggs Neueinspielung wesentlich organischer. Zwar holt Jacobs aus der Akademie für Alte Musik Berlin rnehr an Klangeffekten heraus als Gaigg aus dem L’Orfeo Barockorchester, doch bleibt zu fragen, ob diese Effekte bei Jacobs nicht manchmal etwas aufgesetzt wirken. Bei
Gaigg überzeugen jedenfalls der natürliche Fluss der Arien und die runde Gestaltung der musikalischen Gesten. Vor allem aber hat sie mit Dorothee Mields (Orasia) und Markus Volpert (Orpheus) die besseren Protagoirsten, die mit weniger Vibrato und stimmlicher Wucht, dafür aber mit mehr Geschmeidigkeit und feinerer Affektgestaltung agieren als ihre Kollegen bei Jacobs. In den Nebenrollen ergibt sich ungefähr ein Patt, außer bei Ascalax, der hier mit derAltistin Julie Comparini deutlich besser besetzt ist als dort mit einem Kontratenor. Die Chöre werden hier solistisch aufgeführt, während Jacobs - historisch fragwürdig - einen großen Chor einsetzt. Fazit: Punkt, Satz und Sieg für Gaigg.
(Fono Forum, Matthias Hengelbrock, Juni 2011)
Orpheus singt multilingual
[…] Lebendig, frisch und duftig in den lyrischen Passagen spielen Orchester und Dirigentin ihre Stärken aus. Unter den Sängern bestechen vor allem Ulrike Hofbauers Eurydice und Dorothee Mields, die als Königin Orasia Orpheus übel mitspielt, ihn (erfolglos) zur Liebe zwingen will und schließlich den Bacchantinnen zum Fraß vorwirft. Ein schöner Barockschatz, als gelungenes Geburtstagsgeschenk für ein famoses Originalklangensemble.
(Die Bühne, Stefan Musil, Juni 2011)
Michi Gaigg und ihr L’Orfeo Barockorchester ernten für ihre neue Gesamtaufnahme dieser erst im späten 20. Jahrhundert wiederentdeckten Telemann Oper begeisterte Kritiken. Die Weltersteinspielung von 1998 stammt immerhin von René Jacobs mit der Akademie der Alten Musik Berlin. Ein Vergleich der beiden Aufnahmen ist ungeheuer interessant, im Detail gibt es viele kleine Unterschiede, aber vor allem die Klangauffassung ist grundverschieden. Das etwas raue, differenziertere, in vieler Hinsicht interessantere Klangbild bei Michi Gaigg steht dem volleren, sonoren Schönklang bei René Jacobs gegenüber. Die Sopranistin Dorothée Mields berührt und begeistert als Orasia in drei Sprachen und sämtlichen Gefühlsnuancen zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
(Ö1 bis zwei - Radio Ö1 CD des Tages, Mirjam Jessa, 27. Mai 2011)
Direktheit
[…] Doch was ist das nun für ein Klang, der das L’Orfeo Barockorchester so unverwechselbar macht? Hört man die jüngste Aufnahme, Georg Philipp Telemanns „Orpheus-Oper“, dann fällt schon in den ersten Takten die direkte, beinahe etwas raue Tongebung auf, die das Geräuschhafte der Darmsaiten und der alten Blasinstrumente als schmückende Farbe im Gesamtklang versteht. Gleichzeitig ist alles frisch und geradeheraus formuliert, pointiert in der rhythmischen Gewichtung, ausgewogen in der Balance der Stimmen mit dem kräftigen Bass-Fundament, den transparenten Mittelstimmen und den warmen, nie oben herausstechenden Violinen.
Bei aller Leichtigkeit bleibt der Klang doch stets geerdet. Michi Gaigg, die hier – wie immer häufiger – die Geige gegen den Taktstock eingetauscht hat, scheint jede Musik von der tänzerischen Bewegung her zu denken. Auch im Laufe der Oper, dieser etwas anderen „Oprheus“-Geschichte, in der Orasia – wunderbar besetzt mit dem klaren Sopran von Dorothee Mields – aus Liebe zu Orpheus veranlasst, Euridice zu töten, erweist sich der Klang des Orchesters als überaus farbenreich, in der Großzügigkeit des französischen inspirierten Entrées zum zweiten Akt etwa oder in der explosiven Artikulation der Pluto-Szene […].
(Neue Zürcher Zeitung, Jenny Berg, 6. Mai 2011)
[…] Das klein besetzte L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg macht seinem Namensgeber alle Ehre und begleitet subtil, stilsicher und aufmerksam.
Telemanns „Orpheus“ ist kein repräsentatives Mammutwerk, wie man es beispielsweise von Händel gewohnt ist. Es ist eine intime Oper, die überwiegend leise, dafür aber umso intensivere Töne anschlägt. Das sorgfältig ausgewählte Sängerensemble erweist sich als echter Glücksgriff: Keine Schwächen, nur unterschiedliche Stärken werden deutlich. Eine absolut empfehlenswerte Einspielung!
(Jan Ritterstaedt, NDR kultur, 4. März 2011)
Als René Jacobs 1998 die Weltersteinspielung von Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe vorlegte, brach eine Lanze für Telemann als Opernkomponist und fixierte nebenbei die Messlatte für folgende Interpretationen in schier unerreichbarer Höhe. Nach 13 Jahren ist nun bei der deutschen harmonia mundi eine neue Gesamtaufnahme des 1726 komponierten Werkes erschienen, die Jacobs Einspielung auf Eigenhöhe begegnet, ohne sie direkt herauszufordern.
Präzise und natürlich musiziert, setzt sie nicht auf Stars, sondern ein bewährtes Ensemble frischer Stimmen. Für eine schillernde barocke Farbpalette ohne grelle Akzente sorgt das L’Orfeo Barockorchester. […]
(hr2 kultur - Der CD-Tipp, Andreas Schubert, 23. März 2011)
“[...] Mit kraftvoll gravitätisch daherschreitenden Akkorden wird die Oper vom L’Orfeo Barockorchester in historischer Besetzung unter der Leitung von Michi Gaigg eröffnet. [...] Vortrefflich werden die Gesangsnummern nicht nur begleitet, sondern als selbstständig illustrierender Orchestersatz pointiert herausgestellt. […] Eine gelungene, wohl ausgewogene Einspielung.”
(Das Opernglas, G. Schunk, 4/2011)
[...] Dem Chor kann man wirklich beipflichten - Georg Philipp Telemanns Orpheus ist wie ein “angenehmer Aufenthalt. Für 2 Stunden führt die Barockoper den Hörer durch alle Höhen und Tiefen der Gefühle, was sie zu einem kurzweiligen Erlebnis macht - besonders wenn sie so eindringlich gespielt wird wie von Michi Gaigg und dem L’Orfeo Barockorchester. [...] Gaigg geht auf die verschiedenen Stile ein, ohne sie hart gegeneinander abzusetzen. So entwickelt sie einen harmonischen Handlungsverlauf bei dem das Französische ins Deutsche und das Deutsche ins Italienische fließt. [...] Johann Mattheson, der namhafte Musikschriftsteller aus dem 18. Jahrhundert, hat Telemanns Orpheus einst als “elenden Mischmasch” bezeichnet. Aus heutiger Sicht ist das Urteil schwer nachzuvollziehen. Die neue Aufnahme zeigt, dass gerade die Vielfalt diese so reichhaltig macht. Aus den bekannten Vertonungen sticht sie dadurch heraus und ist eine wahre Alternative. Sowohl auf CD als auch auf der Bühne.
(WDR3 TonArt, Christian Schnitzler, 23. März 2011) |
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Joseph Haydn (1732-1809)
Die wüste Insel
Spätfassung der azione teatrale L’isola disabitata Hob. XXVIII:9
Ulrike Hofbauer (Constanze)
Barbara Kraus (Silvia)
Christian Zenker (Fernando)
Reinhard Mayr (Enrico)
L’Orfeo Barockorchester
Dirigentin: Michi Gaigg
(deutsche harmonia mundi / Sony Music, 2010)
“Eine lohnende Entdeckung, diese Insel!” (Radio Stephansdom, 29. Mai 2010)
“Das große Ausdrucksspektrum und die fein aufeinander abgestimmte Klangbalance des Ensembles sind gleich aus der einleitenden Sinfonia herauszuhören: Der spannungsgeladenen langsamen Einleitung folgt ein mit natürlichem Verve musizierter Allegro-Satz. Die hier demonstrierte technische Präzision und die erfrischend unprätentiöse Intensität der musikalischen Interpretation kennzeichnen die gesamte Einspielung. [...] Die vorbildliche Textverständlichkeit aller vier Gesangssolisten macht gerade diese Passagen der Komposition zu einem besonderen Hörerlebnis [...].” (Das Opernglas, 04/2010)
“Michi Gaigg … findet einen stimmigen Zugang zu diesem Werk, weiß, wie man noch mehr Funkenaus einer ohnehin schon Funken sprühenden Musik schlägt. Dass die Dirigentin ein Gespür für das rechte Erzähltempo hat, machen die Accompagnati kiar, in denen musikalische Gestik und Handlung eine gute Symbiose eingehen.
Freilich wird die “Insel” hier nicht als große Oper, sondern als leichtes Divertissement präsentiert. Aber so falsch ist das ja nicht. Gaiggs “Singepersonal” ist jung, nähert sich der Musik unverkrampft und schauspielert recht munter.” (Fono Forum, Andreas Friesenhagen, 04/2010)
Haydn für das Heute gespielt
“[...] Wie unter Hochdruck stehen die Nummern, und der affektgeladene Schluss sucht in der Klassik Seinesgleichen.
Diese Vorzüge dieses Werks treten in der fulminanten Aufführung des L’Orfeo Barockorchesters unter Leitung von Michi Gaigg deutlich zutage. Auch gesungen wird von Ulrike Hofbauer, Barbara Kraus, Christian Zenker und Reinhard Mayr geradezu vorbildlich.” (Wiener Zeitung, 18. Februar 2010)
“Mit der Wüsten Insel präsentiert die Dirigentin Michi Gaigg mit den vier Gesangssolisten und dem L’Orfeo Barockorchester eine konzentrierte Aufnahme voller Spielfreude. Im Vergleich zu früheren Einspielungen der italienischen Fassung ist ihre Version zwar klanglich leichter - ja manchmal etwas spröde - dafür an vielen Stellen aber auch effektvoller, z.B. als die junge Silvia sich zum ersten Mal verliebt.
Barbara Kraus ist hervorragend in der Rolle der erblühenden Silvia, wunderbar erfüllt sie die einfach gehaltenen Arien mit Leben und Gefühl. […]” (Christian Schnitzler, WDR 3 Tonart, 3. Februar 2010)”Unbedingt anhören: Packend wie ein gutes Hörbuch” (André Scheurer, Radio Swiss Classic, 13. Februar 2010 / kulturtipp 4/10)
“Die österreichischen Sänger und das L’Orfeo Barockorchester treffen genau den Tonfall, der die Gefühlsumschwünge nicht lächerlich, sondern menschlich erscheinen lassen.” (Dirk Hühner, kulturradio rbb, CD der Woche, 22.-27. Februar 2010)
“[...] Da mögen sich das makellos schlank agierende Gesangsquartett und das quicklebendige L’Orfeo Barockorchester noch so glutvoll ins Zeug legen: Irgendwann lechzt man dann doch nach den Arien. Die allerdings haben es in sich. Was Haydn hier (wie in der rabiaten Sturm-und-Drang-Ouvertüre und dem um 1800 nachkomponierten Happy-End-Quartett) an aufwühlenden und anrührenden, melodienseligen und harmonisch gewagten Einfällen zum Besten gibt, das zählt auch zum Besten, was er in seinem abgelegenen Fürstencamp ausbaldowerte” (Rondo, Christoph Braun, 27. Februar 2010) |
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Josef Myslivecek (1737-1781)
Sämtliche Bläseroktette und -quintette
L’Orfeo Bläserensemble
Carin van Heerden, Leitung und 1. Oboe
(cpo, 2010)
Außerordentlich klangschön - blendend aufgelegte Musiker - schlüssige Interpretationen
[...] Die sechs Quintette sind [...] wundervoll verspielte Miniaturen, die von den Musikern mit strahlendem Ton eindringlich geformt werden, bis hin zu den humorvollen Stimmungen des koboldhaften Fagotts. - Das sind echte Repertoireentdeckungen!
(Olaf Krone, Concerto, April/Mai 2011)
Opernhafte Lebendigkeit
Die drei Oktette und sechs Quintette, die auf der CD versammelt sind, demonstrieren Mysliveceks ausgeprägten Sinn für Bläser-Idiomatik, seine stupende Fähigkeit, effektvoll für Blasinstrumente zu komponieren. Und die Orfeo-Bläser setzen dies kongenial um. Die kristallklar klingenden Oboen, die Wärme des Klarinettentons, atemberaubend agile Hörner und herrlich sonor tönende Fagotte - dies alles verbindet sich zu einer sprechenden Vielstimmigkeit, die in ihrer opernhaften Lebendigkeit auch den erfahrenen Bühnenkomponisten Myslivecek erahnen lässt. (BR-Klassik, Tafel-Confect - Die Kostprobe, 11. April 2010)
Böhmische Leckerbissen
“Mit federnder Leichtigkeit und stets lebendig dahin fließendem Puls formen die Musiker die einzelnen Werke zu miniaturhaften Charakterstücken, die den Opernkomponisten an keiner Stelle verleugnen. [...] der scheinbar stets heitere und gelöste Grundton aller hier versammelten Werke lässt immer wieder Raum für virtuose Zwischenspiele aller beteiligten Instrumente. Dadurch wird der musikalische Ablauf immer wieder neu belebt und durchmischt, was dem L’Orfeo Bläserensemble aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten in sehr guter Abstimmung aufeinander mühelos gelingt. Es handelt sich um quirlige, von ansteckender Spielfreude getragene Musik von großer Kurzweiligkeit.” (Frederik Wittenberg, klassik.com, 2. April 2010)”Das Bläser-Ensemble des L’Orfeo Barockorchesters unter der Leitung der Oboistin Carin van Heerden serviert die unterhaltsamen Meisterwerke virtuos, spritzig und voll Charme, aber auch mit Empfindsamkeit und feinem Klangsinn. Was Mozart über die Sonaten äußerte, gilt auch für diese Werke Mysliveceks: Sie sind sehr effektvoll und sollten jedermann gefallen [...]” (Klassik Heute, Sixtus König, 26. Februar 2010)
Im Bläser-Originalklang
“[...] Erstaunlich, was die beiden Inventionshörner leisten (vor allem in den Quintetten für zwei Oboen, zwei Hörner und Fagott), einprägsam der geschmeidige Ton der beiden Klarinetten in der größeren Besetzung. Und Carin van Heerden dialogisiert lustvoll und geschmeidig mit ihrem Kollegen an der zweiten Oboe [...] 66 Minuten beste “Unterhaltungsmusik” von einem unbestrittenen Meister der Melodieerfindung.” (DrehPunktKultur, Reinhard Kriechbaum, 29. Januar 2010) |
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Joseph Haydn (1732-1809)
Arie per un’amante -
Sämtliche Einlagearien für Sopran und Orchester
mit Nuria Rial, Sopran & Margot Oitzinger, Mezzosopran
(deutsche harmonia mundi / Sony Music, 2009)
“L’Orfeo Barockorchester est l’un des ensembles baroques les mieux sonnants jamais entendu: finesse absolue des timbres sans aucune enflure du son ou fragmentation de la phrase [...]” (Rémy Stricker, Opéra)
Musikalisches Leuchten
“Die außergewöhnliche Qualität der Interpretinnen und des Orchesters unter der wie immer herausragenden Michi Gaigg tut das Ihrige, um uns ungetrübten Hörgenuß zu spenden: mit Anmut, konsequenter Stilgenauigkeit und natürlich jenem feinen Humor, der für Haydns Werk so wichtig ist.
Eine Aufnahme, der man die Freude an Haydns Verschmitztheiten und Koketterien anhört.”
(Helmut Jasbar, ORF Radio Ö1, 12/09)
Liebreizend
“Nuria Rial singt [...] mit wohllautender Leichtigkeit und einem derart silberzarten Soprantimbre, dass das Zuhören eine pure Lust ist. Vokale Brillanz und glockenreine Virtuosität, verspielter Charme und ein Anflug von Koketterie, neckische Nebentöne und verliebte Augenaufschläge - alles liegt in dieser Stimme drin und verleiht der Musik einen einnehmenden Reiz.
Das Orfeo-Barockorchester begleitet mit pointierter Artikulation und einer spürbaren Lust an den typisch Haydn’schen Überraschungsmomenten, sei es in dynamischer oder harmonischer Hinsicht, und entfesselt gleich in dem zu Beginn dargebotenen Sinfoniesatz einen wahren Sturm an Leidenschaften. Hervorragend auch das Klangbild und vorbildlich die Balance zwischen Singstimme und begleitendem Orchester.” (Werner Pfister, Fono Forum, Juli / August 2009)
Haydns Liebesseufzer
“Pfiffige, fordernde, selbstbewusste und selbstbewusst wankelmütige Frauen lässt die CD vor uns erscheinen. Dies ist der opernerfahrenen, leichten, völlig unakademisch “natürlichen” Stimme Nuria Rials zu verdanken, die sich die Soli mit der Mezzosopranistin Margot Oitzinger teilt. Grossen Anteil an dem verschmitzten Spaß hat auch das Orchester, das seine Begleitaufgaben mit Charakter und Witz wahrnimmt. In der nervösen Unruhe einer Opernouvertüre eröffnet L’Orfeo die Rezital-CD mit einem Sinfoniesatz Haydns. Die deutliche Zeichnung, das Auskosten der Dissonanzen, bewusste und dabei keineswegs brave Dialoge, ein Reichtum an Farben und dynamischen Abstufungen machen die so ausgeklügelte wie lebenspralle Darstellung zu einem Vergnügen.” (KlassikInfo.de)
Natürliche Anmut
“Arie per un amante nennt sich diese CD, und sie könnte es werden für mehr als nur einen amante / Liebenden Haydnscher Arien und schöner Stimmen wie der von Nuria Rial (Sopran) und Margot Oitzinger (Mezzosopran). Schmissig setzt das L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg mit Haydns Sinfonia in G an und straft all jene Lügen, die Haydn und seine Musik abschätzig als die eines behäbigen Papas betrachten. Er war es keinesfalls – weder als Komponist, als Mensch noch als Mann. “Gegen die Reize anderer Frauenzimmer” (als der, der chronisch übellaunigen Ehefrau) war er nicht immun. Wohl deshalb sind seiner Feder so wunderbare Arien für Frauenstimmen entsprungen, wie jene, die er seiner langjährigen Geliebten Luigia Polzelli widmete. Rial und Oitzinger bringen alles mit, was man für dieses Repertoire braucht: natürliche Anmut, Stilempfinden und dieses Quentchen Humor, ohne die Haydns Musik nicht auskommt.” (Teresa Pieschacón Raphael, 10 Jahre crescendo das klassikmagazin, Juni / Juli / August 2009)
“[...] Die zweite überragende (und literarisch durchaus unerwartete) Haydn-Botschaft erreicht den Musikfreund aus dem Umfeld der Geigerin und Orchesterleiterin Michi Gaigg. Mit 12 ,,Arie per un’ amante” aus dem Komplex Hob. XXIVb, mit einer Arie Hob. XXXII/1b und mit dem ersten Satz aus der G-Dur-Sinfonie Nr: 81 beleuchtet ihr L’0rfeo Barockorchester eine Welt der ariosen, der sinfonischen Haydn-Humanität, wie sie so umsichtig gepflegt, im Leisen wie im kultiviert Dramatischen so kontrastbewusst ausgekundschaftet kaum je so plastisch zu erleben war. Hinzu kommt, dass mit der Sopranistin Nuria Rial eine Sängerin von stimmlichem Liebreiz, aber auch von textlich-phraseologischer Wendigkeit die schöne Hauptlast des vokalen Programmes trägt. (Peter Cossé, The Record Geijutsu (Japan) 07/09; Klassik Heute - Hörführer, 11. Juni 2009; OÖ Musikzeitschrift 06/09)
L’art pour l’art
[...] Oitzinger hinterlässt in puncto Klarheit des Vortrags und Gestaltungslust einen blendenden Eindruck; so bewältigt sie beispielsweise die raschen Farb- und Registerwechsel in „La moglie quando è buona“ mühelos. Auch Nuria Rial verleiht dieser Musik eine Frische, die noch unbegreiflicher macht, warum Haydns für die Bühne gedachte Vokalmusik nach wie vor stiefmütterlich behandelt wird. [...]
Das L’Orfeo Barockorchester spielt vom vorangestellten Vivace-Satz aus Haydns 81. Sinfonie bis zum letzten Takt in „Son pietosa“ mit herrlicher Wachheit. Da werden Details genau ausgeleuchtet, erzeugen die Streicher einen mal sehnigen, mal elegisch milden, mal vital strotzenden Klang, da beginnt Haydns Rhythmik auf einmal unauffällig zu federn, da werden Phrasen durch edle Flötentöne wunderbar gerundet. Auch das Oboensolo in „D’una sposa meschinella“ lässt keine Wünsche offen, wenn es von dezenter Melancholie zu Beginn auf allegrohafte Unheilsverkündigung umschaltet. (Christoph Vratz, Opernwelt 05/09)
“Schweben mit Haydn” (Mario Gerteis, Musik & Theater, Mai 2009)
“Das L’Orfeo Barockorchester unter Leitung seiner Mitbegründerin Michi Gaigg begleitet farbenprächtig, punktgenau und trifft stets die richtige Mischung aus kantabler Lieblichkeit und schroffen Akzenten (unerhört furios das als “Ouvertüre” dargebotene Vivace aus der Sinfonie Nr. 81 G-Dur). [...] Eine wirklich zauberhafte CD, deren Kauf niemand bereuen sollte.” (klassik.com, Andreas Schubert, 11. April 2009)
Joseph Haydn in Vollendung
“Welch unglaubliches Gefühl hat doch diese Michi Gaigg für die von ihr dirigierte Musik. Diese Arien etwa, die Haydn für seine Geliebte Luigia Polzelli komponiert hat: Da wird nichts absichtlich gegen den Strich gebürstet. Nur die Partitur sehr genau gelesen. Und mit einer Frische und Eleganz erfüllt, die atemberaubend ist.
Dazu kommt die blutjunge Sopranistin Nuria Rial, die nicht nur makellos intoniert, sondern auch über ein leuchtendes Timbre verfügt, das geradezu süchtig macht. Eine Aufnahme, wie sie nicht besser sein kann!” (Wiener Zeitung, 26. März 2009)
Ein Glücksfall
“Nuria Rial, die schon für ihre beiden anderen Aufnahmen bei der Deutschen Harmonia Mundi, Händels “Riccardo Primo” und “Duetti amorosi”, höchstes Lob der Fachpresse erhalten hat, ist längst mehr als ein Geheimtipp der Alten-Musik-Szene und singt auch hier mit hellem, klaren Timbre, Anmut und Wahrhaftigkeit, so, dass die formal nach einfachem Strickmuster gearbeiteten Arien zu leben beginnen und man sich nicht satt hört.
Zur zartstimmigen Sopranistin setzt die feurigere Margot Oitzinger den willkommenen Kontrapunkt, das L’Orfeo Barockorchester begleitet mit Elan und Gefühl - und mit einem Mal wird klar, warum Joseph Haydn auf seine Vokalmusik so stolz war.” (Chris Tengel, Ö1 Apropos Oper, 26. März 2009)
“[...] die liebevollste Aufnahme zum Haydn-Jahr.” (Stephan Bartels, Brigitte, 11. März 2009)
“Nuria Rial widmet sich den Einlagearien, die Haydn für die Opern anderer Komponisten, welche er bei Hofe aufzuführen hatte, schrieb. Sie tut dies mit den oben genannten Qualitäten durchaus reizvoll und charmant (sanfte Portamenti eingeschlossen), selten mal ein ganz klein wenig unsauber. Was Nuria Rial, die Zarte, an Feuer schuldig bleiben muss, das steuert zu diesem Programm Margot Oitzinger bei: Sie präsentiert mit ihrer angenehm dunklen, aber dennoch schlank geführten und vibratoarmen Stimme einige Einlagearien für Mezzosopran. Beide Sängerinnen werden vorzüglich begleitet vom L’Orfeo Barockorchester und Michi Gaigg, das flexibel genug ist, sich bei Nuria Rials Arien eher in sanfter Zurückhaltung zu üben und mit Margot Oitzinger kräftigere Akzente zu setzen.” (Michael Wersin, Rondo 3/2009) |
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Georg Philipp Telemann (1681-1767)
3 Ouvertürensuiten für Blockflöte (2 Oboen), Streicher und B.c.
Carin van Heerden, Solistin und Leitung
Frische Brise
“[…] Carin van Heerden gleitet virtuos tänzerisch durch die technisch höchst anspruchsvollen Soli und präsentiert gemeinsam mit den Orchestermusikern einen frisch-lebendigen Musizierstil, der unmittelbar packt und mitreißt. Man spürt förmlich die Freude und Begeisterung – wie eine frische Brise bei Hamburgs Ebb’ und Flut.” (Michael Wruss, OÖ Nachrichten, Klassik-Köpfhörer, 28. November 2008)
“Sehr schwungvolle, rhythmisch klug phrasierte Telemann-Musik, gespielt mit Hingabe und Begeisterung.” (Pizzicato (Luxemburg), 1/2009)
“[…] In ihrer Stilkenntnis und hingebungsvollen, affektbetonenden Musizierhaltung wirkt die hier zu bewundernde Telemann-Lesart geradezu belebend. Bei aller historischen „Korrektheit“ und staunenswerten Versiertheit im Herausarbeiten verschiedener Instrumentenkombinationen kommt sie erfreulicherweise auch noch völlig undogmatisch daher. […] Kommt dann noch eine in allen Belangen überlegene Blockflötenvirtuosin wie Carin van Heerden dazu, so ist das Glück nahezu vollkommen. […] wie luftig und duftig Carin van Heerden und das von ihr geleitete Ensemble diese Musik voller französischer und italienischer Stilelemente ausarbeiten, davor kann man sich nur verneigen.” (Christof Jetzschke, Klassik Heute, 1/2009 - 10 von 10 Punkten für Künstlerische Qualität, Klangqualität und Gesamteindruck)
Mustergültig
“Wer diese Produktion mit der gebürtigen Südafrikanerin Carin van Heerden als Solistin an der Flöte/Oboe und Dirigentin des renommierten L´Orfeo Barockorchesters hört, wird zustimmen: So, genau so muss Telemann klingen. Hier bekommt seine vielfach von volkstümlichen Klängen inspirierte Musik den richtigen Drive und zugleich die nötige Noblesse. […]” (Sven Kerkhoff, Musikansich.de, 1/2009) |
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Jean-Féry Rebel (1666-1747) Les Élémens, Symphonie de danse (1737/38)
Jean-Philippe Rameau (1683-1764) Suite aus Castor et Pollux (1737/54)
“[...] So leichtfüßig, locker, ganz ohne “schulmeisterliche” Haltung gehen derzeit nur wenige Ensembles mit solcher Musik um. Es ist Satz um Satz eine Freude, wie flink und alert da phrasiert wird, wie leicht der Ton ist, wie selbstverständlich die Musiker mit rhythmischen Pointen umgehen.” (Reinhard Kriechbaum, Concerto Februar/März 2009)
„Les Élémens“ von Rebel durfte bereits mehrere Einspielungen erfahren: als erster gab sich 1973 das Orchester des ORTF unter André Jarve die Ehre, dann folgten Christopher Hogwood (1980), Marc Minkowski (1993), Reinhard Goebel (1995) [...]
Michi Gaigg reiht sich mit ihrem L’Orfeo Barockorchester in diese illustre Schar mit Entschlossenheit und animierten Tempi ein, alle Herbheiten und klanglichen Metamorphosen der Partitur auslotend. Sie markiert deutliche Akzente, kostet Pausen aus, um nach und nach aus dem Chaos ein geordnetes Universum zu schaffen. Die von Rebel sehr differenziert instrumentierte Suite mit Tanzsätzen und Fantasiestücken, findet hier eine Interpretation vom Feinsten: die erste Loure, „La Terre et l’Eau“ überzeugt durch die ausgewogene Polarität von Gewicht und Leichtigkeit. Eine besondere Stärke des Orchesters ist die erstaunliche, starke Energiegeladenheit und eine volle und großzügige Klangentfaltung. Michi Gaigg versteht es aber auch äußerst subtil zu phrasieren und ganz außergewöhnlich vielfältige Klangfarben zu zaubern.
Die Orchesterausschnitte aus der Oper „Castor et Pollux“ (von Rameau zeitgleich mit Rebels Werk komponiert) zeugen zur großen Freude des Hörers von denselben Qualitäten.” (Catherine Cessac, Diapason 11/2008 - Fünf Stimmgabeln)
“Im Anfang war das Chaos, und es muss fürchterlich geklungen haben. Jean-Féry Rebel setzte es 1737 ganz bildlich in Musik, indem er zum Auftakt seiner symphonie de danse “Les Élémens” alle Töne gleichzeitig anspielen lässt - ehe er sie, wie die Elemente, “bestimmt von unabänderlichen Gesetzen ihren Platz einnehmen lässt, so ihnen nach der Ordnung der Natur vorgeschrieben”. Was für ein Effekt - der bis heute nichts von seiner Kraft eingebüßt hat. Das L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg kombiniert dieses musikalische Spektakel des französischen Spätbarock mit einer Suite aus Rameaus “Castor et Pollux”. Toll!” (Carsten Fastner, Falter, 26. Juni 2008)
“Michi Gaigg und ihr L’Orfeo Barockorchester liebäugelten schon lange mit französischer Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Mit Klängen, die bei uns sicherlich noch nicht festgefahrenes Repertoire darstellen. Nun präsentiert das oö. Vorzeigeensemble seine Auseinandersetzung mit Jean-Fery Rebels „Les Eléments“ und Rameaus Suite aus „Castor et Pollux“. Und die ist mehr als gelungen. Impulsives Musizieren, phantasievolles Phrasieren, akribisches Herausarbeiten unterschiedlichster Affekte bringen diese faszinierende Musik frei ausschwingend auf den Punkt.” 6 Sterne (von 6) (Michael Wruss, Klassik-Kopfhörer, OÖ Nachrichten, 10. August 2008)
“Wer diese CD unvorbereitet in den Player schiebt – ist ja nur Barockmusik, der wird einen Schock erleiden: Jean-Féry Rebel beginnt seine Ballettmusik mit einem diatonischen Cluster – jeder Ton der harmonischen d-moll-Skala erklingt gleichzeitig –, und das L’Orfeo Barockorchester lässt sich nicht dabei lumpen, diesen Aspekt auszukosten. Denn Rebels Darstellung der Elemente beginnt, gute sechzig Jahre vor Haydns Schöpfung mit der Darstellung von „Le Cahos“ [sic!]. Klangfarblich bunt und musikalisch effektvoll bleibt die Élémens-Suite auch im Folgenden, und auch bei Rameaus Castor et Pollux zeigt das junge österreichische Ensemble, wie beherzt und doch voller Finessen es aufspielen kann.” (Wolfgang Fuhrmann, Partituren, September/Oktober 2008)”[...] eine geradezu ideale Produktion, um Neulinge für die französische Musik zu begeistern, denn Schwung, prächtige Klangentfaltung und Enthusiasmus der Musiker wirken außerordentlich ansteckend [...].” (Christophe Huss, Classics Today France, 2. Oktober 2008) |
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Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656-1746)
Le Journal du Printemps op. 1 Augsburg 1695
“[...] auf ihrem unermüdlichen Zug durch die Gefilde der barocken Suite [...] macht diesem Ensemble ja im Moment keiner etwas vor [...]” (Reinhard Kriechbaum, DrehPunktKultur, 28. Oktober 2009)
“Versailles am Oberrhein … Prunkstücke und zugleich längste Sätze sind stets die einleitenden Ouvertüren, ganz im französischen Stil verfasst. L’Orfeo spart dabei nicht mit heroischen Punktierungen und rasanten Fugentempi. … Das L’Orfeo Barockorchester mit seiner Konzertmeisterin Michi Gaigg spielt durchgängig auf hohem künstlerischen Niveau, wobei insbesondere der Streicherklang hervorgehoben werden soll. Fischers Journal stellt in dieser abwechslungsreichen und frischen Interpretation eine große Bereicherung auf dem Weg von Lully zu den Ouvertüren-Suiten Telemanns und Bachs dar.” (Bernhard Schrammek, Concerto - Das Magazin für Alte Musik, Februar/März 2008)
“… Glücklicherweise ist die Interpretation erste Sahne und lässt sie keine Wünsche offen. Der unterschiedliche Charakter der einzelnen Sätze ist immer gut getroffen. Aus historischer Sicht eine wichtige Neuerscheinung, die musikalisch in jeder Hinsicht überzeugt.” (Johan van Veen, Toccata - Alte Musik aktuell, März/April 2008)
“… Hier haben wir 26 Musiker auf historischen Instrumenten - sieben davon sind Bläser - und ein dezenter Perkussionsspieler (sogar mit Kastagnetten). Ein homogenes Ensemble, fein und stilsicher … ein unerschöpflicher Quell der Freude und ein höchst bedeutsamer Beitrag zum Plattenmarkt.” (American Record Guide 1-2/2008)
“… L’ensemble L’Orfeo ne traite pas à la légère une musique qui pourrait se contenter de codes et de modes de jeu. Sur le plan dynamique, la phalange menée par Michi Gaigg trouve d’ingénieuses solutions pour vivifier une inspiration parfois conventionnelle - ou du moins perçue comme telle dans cet exercice artificiel et “moderne” qui consiste à donner les huit suites à la queue-leu-leu. Une belle relecture du “style mêlé” cher à toute L’Europe baroque, pour une réjouissante réponse au “style convenu” qui menace quelques-uns de nos meilleurs orchestres.” (Philippe Ramin, Diapason, 1/2008 - Fünf Stimmgabeln)”L’Orfeo Barockorchester offre une sonorité chaude et ample et bénéficie d’une remarquable prise de son. La façon dont le trio des hautbois se mêle aux cordes sans s’y fondre totalement est particulièrement savoureuse. Une belle surprise, et une contribution importante à l’histoire de la musique orchestrale allemande.” (Philippe Gervais, La Scena musicale, 12/2007)
“Einfühlsam … Formal noch an Lully orientiert, gehen sie [die Orchestersuiten] inhaltlich deutlich über das Vorbild hinaus, was die Themenverarbeitung und Linienführung betrifft. Mit ihrer kenntnisreichen und zugleich einfühlsamen Interpretation erweist Michi Gaigg sich als eine rundum überzeugende Anwältin dieser Musik. Ihr gelingt es vorzüglich, sowohl die unterhaltsamen Aspekte der Tänze als auch die reiche Atmosphäre der Ouvertüren und Passacaillen zur Geltung zu bringen.” (Matthias Hengelbrock, Fono Forum, 11/2007 - Musik *****)
“Michi Gaigg in französischer Manier … Von der Prinzipalin Michi Gaigg vom Pult der ersten Violinen (frz.: Dessus) aus geleitet, bringt das Orfeo Barockorchester Suiten im französischen Stil vom badischen Kapellmeister J.C.F. Fischer zum Tanzen. Der Orchesterapparat ist historisch informiert aufgestellt, die prachtvolle Musik, Le Journal du Printemps, gedruckt 1695, wird abwechslungsreich und lebendig interpretiert. Entdeckenswert.” (Heinz Rögl, Die Bühne, 10/2007)
“… Schwungvoll und farbenprächtig musiziert vom L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg. Eine Entdeckung.” (Judith Schmitzberger, Kurier, 23. September 2007)
“… Präzise und höchst beschwingt gespielt vom Orfeo Barockorchster unter der Leitung von Michi Gaigg. … Seit vielen Jahren zählt sie mit ihrem Orchester zu den führenden Spezialisten für die Musik der Barockzeit. … die wohlgeratene Neuaufnahme unter Michi Gaigg wird bestimmt nicht nur den Freunden des musikalischen Hochbarocks willkommen sein.” (hr2 CD-Tipp, 9/2007)
“Krieg und Liebe: Es muss doch Frühling werden! All jenen, denen die heraufziehende Jahreszeit das Gemüt verdunkelt, sei zu “Le Journal du Printemps” geraten, dem Frühjahrs-Tagebuch, das Johann Caspar Ferdinand Fischer, “Hochfürstlicher marggräfl. Baadischer Capellmeister”, im Jahre 1695 als Opus 1 vorgelegt hat. Es handelt sich um eine Sammlung von acht Orchestersuiten, nach französischem Vorbild an die orchestralen Verhältnisse des Hauses Baden-Baden angepasst. Um die Geschmäcker noch mehr zu vermischen, geben die Dirigentin Michi Gaigg und ihr L’Orfeo-Barockorchester sieben Suiten in österreichischem Tonfall wieder: nicht so kratzbürstig-keck wie die meisten nördlicheren Barockensembles, dafür mit weichem Klang und samtpfötiger Rhythmik. Und natürlich finden sich im holden Frühling die Paare allenthalben zum Tanz, in Gavotte und Bourrée, Courante und Sarabande, in der “Air des Combattans” aber wird auch zur Schlacht gerufen. Manchmal liegen Liebe und Krieg nicht weit auseinander.” (Wolfgang Fuhrmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Oktober 2007)
“Michi Gaigg und das L’Orfeo Barockorchester haben sich Fischers keineswegs provinziell anmutender Musik mit Feuereifer gewidmet. Die Aufnahme zeichnet sich durch Temperament und Frische aus [...]. Einen sehr positiven Eindruck hinterlassen die zahlreichen schönen Holzbläsersoli, seien es die beiden flûtes douces in der Plainte der zweiten Suite oder später weitere Soli von Oboe und Fagott. [...] Wie immer bei cpo klanglich bestens eingefangen und mit einem informativen Beiheft versehen, ist diese Aufnahme jedem Liebhaber von Barockmusik wärmstens zu empfehlen.” (Heinz Braun, Klassik heute, 10/2007)
“Le ‘Orfeo Barockorchester’, sous l’impulsion de son premier violon Michi Gaigg, nous livre ici une interprétation haute en couleurs, pleine de verve et de vitalité. Côté technique, cette production ne laisse rien à désirer et comble le mélomane le plus exigeant.” (Pierre Schwickerath, Pizzicato (Luxemburg), 11/2007 - Supersonic Award) |
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Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Complete Violin Concertos Vol. 2
Elizabeth Wallfisch
“Elizabeth Wallfisch und das L’Orfeo Barockorchester widmen sich Telemann mit einer Hingabe und einer Verve [...] so dass die CD wie überhaupt dieses ganze Gesamteinspielungsprojekt jedem Freund der Barockmusik unbedingt zum Sammeln empfohlen werden kann.” (klassik heute 01/2007)
“Eigentlich ist so ein Klangerlebnis ja ein Paradoxon: Höchste technische Präzision und extrem klare Konturen auf der einen Seite. Samtweiche Klangfülle, tief emotionales Melos sowie süffige, tänzerische Leichtigkeit auf der anderen.” (Oberösterreichische Nachrichten 04/2007)
“[Elizabeth Wallfisch] gibt der Musik Telemanns Atem und Leben und wird dabei brillant und temperamentvoll vom L’Orfeo Barockorchester unterstützt. Die Musiker, bei denen Michi Gaigg wie immer am ersten Pult sitzt, aber die Leitung für diese Aufnahme wieder an Wallfisch abgegeben hat, fegen wie ein Sturmwind durch schnelle Sätze und gestalten die die langsamen Sätze unnachahmlich gefühlvoll, manchmal geradezu meditativ versunken, wobei Wallfischs Violinstimme wie ein Hauch über allem schwebt.” (Concerto - Das Magazin für Alte Musik August/September 2007) |
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Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Mödlinger Tänze - Kontretänze - Deutsche Tänze - Menuette
“[Beethovens] Tänze tragen in ihrem schwungvollen, mitreißenden Charakter eine auffällig persönliche Note und nicht ohne Grund begegnen uns einige davon in den “großen” Werken des Meisters wieder. Das L´Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg gibt auf Originalinstrumenten diesen Werken ihren unwiderstehlichen Charme zurück. Eine Entdeckung!” (cpo 5/2006)
“Angespornt von Michi Gaigg serviert das Ensemble die munteren Kleinigkeiten schwungvoll und witzig mit viel Lust am Akzentuieren kleiner Beethovenscher Widerborstigkeiten.” (klassik heute 6/2006)
“Die Mödlinger Tänze sind eine jener Werkfolgen, in denen sich das Nebeneinander und die Entwicklung in der Tanzmusik der Epoche besonders sinnenreich spüren lässt. Schnell gedrehte Walzer und vergleichsweise “artige” Menuette, die Beethoven freilich nicht als althergebrachte Tanzmeistermusik desavouierte. Ein jedes hat seinen eigenen Charme, seinen eigenen Drive - in Michi Gaiggs unaufdringlich-spielerischen Wiedergaben scheint diese Bewegung immer aus dem Pulsschlag der Musik selbst zu kommen.” (DrehPunktKultur 7/2006)
“Hintersinnig, frech, witzig, vif und ein klein wenig unverschämt spielt Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo Barockorchester Tänze des jungen Beethoven und unterwandert die genretypische Behäbigkeit dieser “Unterhaltungsmusik” mit liebevoll ironischer Zuspitzung, genauso wie einst der Komponist aus Bonn.” (Falter 8/2006)
“Michi Gaigg animiert das Ensemble zu gelöstem, unforciertem Spiel. Historische Instrumente garantieren ein Klangbild von schlackenloser Transparenz. Die Gangart ist flott, aber nicht hastig. Die Tempi werden sinnvoll entwickelt. Wie Sforzati zwanglos in die Kontinuität der Phrasen eingebunden, Dissonanzen süffig ausgekostet werden, ohne die haydnnahe Verbindlichkeit dieser Musik zu gefährden - das zeigt die hohe Kunst dieses Ensembles. Auch für Heiterkeit ist gesorgt, zumal durch die deftigen Einwürfe des überaus gewitzten Fagotts.” (klassik.com 11/2006)” … Als Alternative: 40 Tänze von Beethoven mit dem L’Orfeo Barockorchester. Dessen Leiterin Michi Gaigg schwört auf Originalklang und seine Vitalität, vermag damit auch zu überzeugen.” (Karl Löbl, “Österreich” 12/2006)
“Hymnische Kritiken begleiten die Auftritte und CD-Einspielungen des L’Orfeo Barockorchesters unter seiner mitunter auch geigenden Dirigentin Michi Gaigg. Ihre Interpretation von Beethovens “Mödlinger Tänzen” vereint satten Klang, herrliches Musizieren und duftige Beschwingtheit, bestens geeignet für Fans des “klassischen” Hörens.” (Oberösterreichische Nachrichten 12/2006) |
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Internationale Barocktage Stift Melk 2006 SACD-LIVE
BONUS TRACK W.A. Mozart “Exultate, jubilate” KV 165
Nuria Rial, Sopran |
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Internationale Barocktage Stift Melk 2004 CD-LIVE
Werke von Händel, Aufschnaiter und Muffat
Nuria Rial, Sopran |
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Josef Myslivecek (1737-1781)
Symphonies & Overtures
“Die “Atmosphäre” des Bühnenstücks wird vorweggenommen, was das L’Orfeo Barockorchester neben kämpferischen Tönen auch zu subtilen Stimmungsschilderungen verlockt. Ein Tip zum Einhören: die festlichen Klänge des L’Olimpiade-Vorspiels.” (klassik heute 11/2004)
“Mit der Einspielung von Sinfonien und Ouvertüren des Böhmen Josef Myslivecek leistet das famose L’Orfeo Barockorchester seinen unwiderstehlichen Beitrag zur Auferstehung des Mozart-Zeitgenossen aus des finsteren Grüften des Vergessens. Klanglich und satztechnisch voller Raffinesse präsentieren sich diese Werke in der vitalen Einspielung als süchtig machende Musikpralines.” (WDR 3, 12/2004)
“… bleibt noch zu sagen, dass das L’Orfeo Barockorchester in seiner gewohnt kraftvollen und impulsiven Spielweise den Werken ihr verlorengegangenes Feuer, Energie und Leben zurückgibt.” (Diverdi (Madrid) 1/2005)
“Das L’Orfeo Barockorchester spielt mit aufregender Klarheit. Nehmen Sie beispielsweise die kräftigen und schwungvollen Hörner im Finale der Nr. 3 in F-Dur, lebendig und gespickt mit starken Akzenten! … Das Ensemble mit Originalinstrumenten spielt mit Fantasie und Sorgfalt. Dieser wertvollen CD liegt ein informatives Heft bei. Die klare Akustik wirkt weder zu kalt noch zu hallig.” (www.musicweb-international.com 1/2005)
“Wenn Orchestermusik des späten 18. Jahrhunderts Ihr Ding ist, sehen Sie zu, dass Sie das hier nicht verpassen.” (Early Music Review 2/2005)”… kaum zu glauben, diese Ähnlichkeit! Sogar jedem musikalschen Amateur wird es auffallen: die Musik auf dieser Doppel-CD atmet die Seele Mozarts. Wobei es in Wahrheit ja umgekehrt der Fall ist. Schließlich war der Komponist Josef Myslivecek bereits 19 Jahre alt, als W.A. Mozart das Licht der Welt erblickte … das L’Orfeo Barockorchester mit gewohnter Spiel-Lust und Virtuosität … ein weiteres akustisches Kleinod des mehrfach preisbedachten Orchesters …” (Oberösterreichische Nachrichten 3. Februar 2005)
“… Michi Gaigg und ihr Orchester verfolgen interpretatorisch einen Weg des kontrastreichen, frischen, plastisch durchformuliereten und formal anschaulichen Musizierens …” (Salzburger Nachrichten 19. März 2005)
“… un album savoureux, qui nous met l’eau a la bouche …” (Diapason (Paris) 04/2005 - 5 Stimmgabeln)
“Diese Aufnahme ist wirklich erstklassig. CPO bietet einen klaren Klang und ein umfassendes Beiheft.” (American Record Guide 6/2005)
“Der Ensembleleiterin Michi Gaigg ist es gelungen, sich in den sehr persönlichen Stil des Komponisten einzufühlen. Sie versteht es perfekt, in packender Darstellung den Operndramatiker Myslivecek hervorzukehren, weiß aber auch seinen lyrischen Seiten einfühlsam die Stärken abzugewinnen … Da ist ihr eindeutig eine musikalische Großtat gelungen.” (Concerto - Das Magazin für Alte Musik Juni/Juli 2005) |
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Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Complete Violin Concertos Vol. 1
Elizabeth Wallfisch
“Das L’Orfeo Barockorchester unterstützt Wallfisch einfühlsam. Die CD verspricht viel Gutes für die verbleibende Aufnahmen in dieser Reihe. Der Aufnahmeklang ist optimal.” (International Record Review 9/2004)
“Die CD-Reihe wird ein neues kleines Juwel in der cpo-Krone sein.” (klassik.com 9/2004)
“Elizabeth Wallfisch und ihre Mitstreiter verstehen es überaus glücklich den Charme und die menschliche Wärme in Telemanns Musik zu erwecken. Zudem loten sie seine Geläufigkeit in allen damaligen Musikstilen undendlich facettenreich aus. … Das L’Orfeo Barockorchester geleitet die blendend aufgelegte Solistin mit traumwandlerischer Sicherheit und durch alle Tiefen und Untiefen der Partitur, Wallfisch wiederum zeigt ihre ganze Klasse in Arpeggioketten, Skalengängen, Sechzehnteltriolen und polyphonem mehrstimmigen Spiel. - Welch ein vielfarbiger Mikrokosmos bereits in den ersten 10 Minuten! … Die nächsten Folgen des Projekts darf man mit großer Spannung erwarten und sich bis dahin an dieser vorzüglichen Produktion erfreuen.” (Concerto - Das Magazin für Alte Musik Oktober/November 2004) |
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Leopold Mozart (1719-1787)
Symphonies
“Wer Leopold Mozart nur als den ehrgeizigen, hochmütigen und belehrenden Vater seines Sohnes kennt, der wird spätestens bei der Bekanntschaft mit dieser CD alle Vorurteile fallen lassen. Denn das L’Orfeo Barockorchester beschert seinen Hörern eine gute Stunde der vergnüglichsten musikalischen Kurzweil, fein phrasiert mit temperamentvoller Virtuosität, mit ursprünglichem Sinn für das Komödiantische und ohne Scheu vor der Burleske …” (Klassik heute 2/2004 - mit der Höchstwertung von 10 Punkten in allen Kategorien: Künstlerische Qualität, Klangqualität, Gesamteindruck)
“In gelungener Balance zwischen derbem Zupacken und klangschönem Musizieren klingen die Werke sehr vital und einfallsreich. Herrlich weich vermögen die vier Hörner in der Jagdsinfonie zu spielen, aber auch gemäß der Anweisung des Komponisten da und dort kräftig zu schmettern. Geradezu apart klingt die Bauernhochzeit mit Dudelsack, Hackbrett und Drehleier … Die frische, durchsichtige und virtuose Wiedergabe durch das L’Orfeo Barockorchester nimmt für sich ein.” (klassik.com 5/2004)
“Gaigg und das Orchester spielen wirklich umwerfend. Die CPO-Aufnahme ist erstklassig und das Beiheft hervorragend. Der Klang ist ausgezeichnet.” (American Record Guide 6/2004)
“Insgesamt ein wunderbar launiges Stück, brillant dargeboten und angenehm unakademisch in seinem besonderem alpinen Kolorit, für den einzelne Musiker mit übermütigen Rufen, Juchzern und Pfiffen sorgen.” (Concerto - Das Magazin für Alte Musik 6/2004) |
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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
The Concert Arias for Tenor
Christoph Prégardien
“… Das helle Timbre, der Fluss seines [Christoph Prégardiens] Legatos sind wirklich bewundernswürdig; Farbigkeit wie auch Wahrhaftigkeit der musikalischen Gestik unübertrefflich. … Dazu trägt maßgeblich auch die akkompagnierende Violinistin Michi Gaigg mit ihrem L’Orfeo Barockorchester bei … ein scharfgeschneidertes und leidenschaftliches Mozartspiel.” (Frankfurter Allgemeine Zeitung 1/2003)
“Der lyrische Tenor Christoph Prégardien packt mittels Text dramatisch zu. Das L’Orfeo Barockorchester kultiviert dazu den etwas spröden, aber warmen Darmsaiten-Klang.” (radiomagazin 2/2003)
“Interpretation und Klang mit der höchsten Auszeichnung bewertet.” (Fono Forum 3/2003)
“Prégardien singt die Musik mit gewohnter Hingabe und Stilgefühl. Die Phrasierung strahlt Eleganz und Wärme aus. Das L’Orfeo Barockorchester ist ein waches und aufmerksames Ensemble das hervorragend begleitet. Hohe Aufnahmequalität sowie ein detailliertes Beiheft.” (International Record Review 4/2003)
“Eine superbe Mozart-Arien-Aufnahme.” (Salzburger Nachrichten 4/2003)”Die Leistung aller Beteiligten und Ausführenden verdient großes Lob, denn dies ist eine ausgesprochen überzeugende Einspielung geworden.” (Toccata 07/ Sept-Oct 2003)
“Zur kleinen Sensation der Aufnahme geraten aber auch die beiden Instrumentalwerke … Die erste Sinfonie, die Wolfgang noch als Kind schrieb, ist in solcher Form und Intensität wohl noch nie auf Tonträger gebannt worden. Michi Gaigg ergänzt die angegebene Instrumentation korrekterweise um ein Fagott und verleiht dem etwas rätselhaften Mittelsatz, einem Andante in c-Moll, damit eine völlig neue Prägung. Denn das Holzblasinstrument im Bass bringt eine Art beängstigendes Klopfen in die Musik, das heutige Hörer an die Szene des Komturs im Don Giovanni gemahnt. Ein genialer Kniff, der dank eines Berichts von Wolfgangs Schwester Nannerl sogar autobiograpisch interpretiert werden kann … Michi Gaiggs gelungene Interpretation verführt geradezu zu solchen Spekulationen. Umso faszinierter kann man der Musik in dieser hervorragenden Interpretation folgen.” (Concerto - Das Magazin für Alte Musik 6/2004) |
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Anton Fils (1733-1760)
Symphonies
“… Die Musiker des L’Orfeo Barockorchesters agieren mit Stilgefühl, Eleganz und Liebe zur Sache. … Dem Zuhörer werden auf dieser CD 70 abwechslungsreiche Minuten geboten, die er der Phantasie des Komponisten und dem Einfühlungsvermögen der Interpreten gleichermaßen zu danken hat …”(Klassik heute 7/2002)
“Das L’Orfeo Barockorchester geht diese Stücke mit großer Verve an und sitzt dabei auf der Stuhlkante: Wichtiger als ein ästhetischer Streicherklang ist ihm offenbar das feurige Temperament und das starke Selbstbewusstsein dieser Musik zum Ausdruck zu bringen.” (Fono Forum) |
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Johann Christian Bach (1735-1782)
Salve Regina
Emma Kirkby, Sopran
Markus Schäfer, Tenor
“… Johann Christian Bach konvertierte mit 20 Jahren in Mailand zum Katholizismus, eine Sünde, die man ihm in der protestantischen Heimat nicht so leicht vergeben konnte. Ein Ergebnis dessen ist jenes hinreißende “Salve Regina”, das das L’Orfeo Barockorchester und Emma Kirkby erstmals eingespielt haben. Hätte seine Verwandtschaft diese CD gekannt, dem Abtrünnigen wäre umgehend vergeben worden.” (Falter 20/2001)
“… eines der derzeit besten Barockorchester …” (SWR 2 6/2001)
“… alle drei Werke werden hier mit schlankem Ton, nuancierter Artikulation und uneitler Virtuosität so gelungen interpretiert, dass nunmehr ein überzeugendes Plädoyer für den Katholiken Johann Christian Bach vorliegt.” (Klassik heute, 7/2001) |
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Ignaz Holzbauer (1711-1783)
Five Symphonies
“… die Sinfonien von Ignaz Holzbauer, einem der bedeutensten “Mannheimer”, bestechen durch spielerischen Elan und originellen Ideen … Michi Gaigg differenziert gekonnt und mit nötigen Elan, das L’Orfeo Barockorchester läuft zu Höchstform auf.” (Fono Forum 3/2000)
“… diese fünf Sinfonien sind es wert, öfter gespielt zu werden, zumal, wenn sie so glutvoll dargeboten werden wie von Michi Gaigg und dem L’Orfeo Barockorchester: Kompromißlose Phrasierungen, phantastische dynamische Schattierungen, das macht diese auch klanglich tadellose CD spannend bis zum letzten Ton der Es-Dur Sinfonie.” (Klassik heute 4/2000)
“… Das L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg zeigt auch dem heutigen Hörer, was den Ruhm des Mannheimer Orchesters einst ausmachte …” (Salzburger Nachrichten 4/2000)
“… Hier wird weder dem Komponisten noch den Musikern etwas geschenkt. Diese kompromisslose Gangart führt zu einer der erfreulichsten Aufnahmen des vergangenen Gedenkjahres zum 200. Todestag Kurfürst Carl Theodors von der Pfalz …” (Concerto - Das Magazin für Alte Musik 5/2000)
“Michi Gaigg entlockt den Sinfonien Geschmacksnoten mit starken und pikanten Akzenten. Dieser Holzbauer wird Sie nicht enttäuschen. Wärmstens empfohlen.” (Fanfare 5/2000)”Lebhaft phrasierende Gestaltung und Variabilität der Klangfarben - bis hin zur gelegentlichen Verwendung eines Hackbretts (Salterio) als Continuo-Instrument!” (Salzburger Nachrichten 4/2003) |
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Georg Christoph Wagenseil (1715-1777)
Five Symphonies
“… [Wagenseils] Musik kann sich aber hören lassen, zumal wenn sie so hinreißend gespielt wird, wie vom L’Orfeo Barockorchester …” (SR 2 Kultur 6/99)
“Lebendige und messerscharfe Wiedergabe, eine CD zum weiterempfehlen.” (The Telegraph 6/99)
“Beautifully played.” (BBC Music Magazine 7/99)
“Excellent band, excellent sound.” (Fanfare 12/99) |
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Benedict Anton Aufschnaiter (1665-1742)
Serenaden aus Concors discordia op. 2 Nürnberg 1695
“Im vorliegenden Fall ist den Produzenten ein großer Coup gelungen: So gute und originelle Barockmusik gab es schon lange nicht mehr auf dem Plattenmarkt zu entdecken. Der kompositorischen Qualität werden Michi Gaigg und das L’Orfeo Barockorchester in höchstem Masse gerecht … interpretatorisches Selbstbewusstsein und Hingabe an die Musiker stehen hier in einem optimalen Verhältnis …” (Klassik heute 1/98)
“Attraktiv-vielseitige Hofmusik, die französische Suiten- und italienische Concerto grosso Elemente aufnimmt und in erstaunlicher Kunstfertigkeit miteinander verbindet. Packend musiziert!” (Fono Forum 2/98)
“… L’interpretation de L’Orfeo Barockorchester est d’un grand raffinement …” (Diapason de musique 7/98)
“… lebendige Aufführungspraxis, die den Geruch papierner Forschungsarbeit längst hinter sich gelassen hat … musikantisch inspirierte Wiedergabe des exzellenten L’Orfeo Ensembles …” (Das Orchester 1/99) |