Aktuelles

Radio-Tipps

Radio Ö1: Klassik-Treffpunkt
29. Juli 2017, 10.05h
Live vom Attergauer Kultursommer in St. Georgen, OÖ.
Gäste: Michi Gaigg, Volkhard Steude, Franz Bartolomey und Saskia Giorgini
Präsentation: Renate Burtscher

Radio Ö1: Stimmen hören
24. August 2017, 14.05h
Schubert und Brahms für Tenor- und Baritonstimme: Daniel Behle und Christian Gerhaher
Präsentation: Chris Tina Tengel

„Aufhänger“ des Programms ist einerseits eine Neueinspielung mit ausgefallenen Schubert-Opernarien für Tenor mit Daniel Behle und dem L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg, andererseits eine aus dem Archiv der Berliner Philharmoniker herausgegebene Schubert-Kompilation mit Nikolaus Harnoncourt am Pult. Sie enthält auch die Oper „Alfonso und Estrella“ – mit Christian Gerhaher unter den Mitwirkenden.

Beide Sendungen: 7 Tage Ö1 zum Nachhören!

Aktuelle CD-Veröffentlichung

NEUES SCHUBERT-ALBUM mit Tenor DANIEL BEHLE
und zahlreichen Ersteinspielungen (dhm/Sony Music, ET: 26. Mai 2017)

Franz Schubert
Arien, Romanzen & Ouvertüren

Daniel Behle Tenor
L’Orfeo Barockorchester
Michi Gaigg Dirigentin

aus: Die Zauberharfe D 644, Claudine von Villa Bella D 239,
Die Freunde von Salamanka D 326, Adrast D 137, Lazarus D 689, 
Alfonso und Estrella D 732, Fierrabras D 796,
Das Zauberglöckchen D 723

„Was belebt die schöne Welt? – Liebe nur verschafft ihr Leben“
Unter diesem Motto widmen sich der vielseitige deutsche Opernsänger und Liedgestalter Daniel Behle und das L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg Schuberts Bühnenwerken, die immer noch im Schatten seines Liedschaffens stehen: Mit Arien, Romanzen und Ouvertüren zeichnen sie ein facettenreiches Bild von Schuberts Opernwelt, darunter Ersteinspielungen aus Das Zauberglöckchen, Die Zauberharfe und Die Freunde von Salamanka.

Als Schuberts Bühnenwerke im frühen 19. Jahrhundert entstanden, begann das deutsche Musiktheater gerade sich von der italienischen und französischen Oper zu lösen und ein eigenständiges Profil zu entwickeln. Der Komponist suchte in seiner Musik vor allem die lebendige Darstellung des Dramas zu unterstützen. So sind seine Arien meist direkt aus der Szene heraus motiviert. Seine Tenöre sind keine Helden, die sich in großen Szenen ausleben, sondern junge Männer, die schwärmen und lieben, zerrissen werden zwischen Pflicht und Neigung: Alfonso sehnt sich in seinem Exil nach Freiheit, Pedro schwankt zwischen einer Karriere am Hof und einem Glück auf dem Lande, Fierrabras verzweifelt an der Liebe zur Tochter des feindlichen Königs. Die Arien für diese Liebhaber und Glücksritter, ihre sehnsüchtig-verträumten Melodien, die sich mit dem melancholischen Ton einer Klarinette oder Oboe mischen, verlangen eine schlanke, bewegliche Stimme, einen tenore lirico, der für die jugendliche Unbefangenheit des Sängers steht (Auszüge aus dem Booklet-Text von Christine Martin).